Comic-News, Previews & Neuerscheinungen 03/2022

Previews & News

Nur nochmal zur Erinnerung: Chip Zdarsky wird, gemeinsam mit Zeichnerkollege Jorge Jiménez, ab dem 05. Juli 2022 die laufende Batman-Hauptserie schreiben und dort auch noch Tim Drake in den Fokus nehmen. Hallelujah.

Bis dahin wird sich Batman ja in der Festung der Einsamkeit einrichten, um von dort aus eine Alieninvasion abzuwehren. Batman: Fortress wird das Ganze heißen, von Gary Whitta und Darick Robertson gestaltet und am 24. Mai 2022 mit der Nummer Eins starten. Wir berichteten hier.

©DC Comics | Doaly Variant Cover

Und ja, das war es schon mit den reinen Batman-News im Comicbereich für diesen Monat. Aber, wie wir ja wissen – alles neu macht der Mai. Und der bringt gleich ein paar neue Serien und Events mit, die auch am Dunklen Ritter nicht spurlos vorbeigehen dürften.

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Erst im vergangenen Monat berichteten wir darüber, dass der Tod der Justice League unmittelbar bevorsteht. Anschließend werden sich all die zurückgelassenen Sidekicks und neuen Helden einer ersten großen Krise in dieser neuen Welt seit dem Infinite-Softreboot gegenübersehen; einer die selbstverständlich alles verändern wird … oder eben auch nicht!?

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Denn Autor Joshua Williamson hüllt sich bei den pikanteren Details in Schweigen. Was wir wissen ist, dasss er die Hauptstory gemeinsam mit Zeichner Daniel Sampere orchestrieren und diese dann „Dark Crisis” genannt wird.

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Beide wollen mit diesem Event die Vergangenheit des DC Universums gebührend feiern, aber auch einen Blick in die Zukunft wagen. Wie genau der aussieht, kann man sich beim Betrachten der Promobilder natürlich versuchen zusammenzureimen. Doch es ist fraglich, ob es hier lediglich um den Austausch der bekannten Helden durch ihre jüngeren Gegenstücke gehen soll.

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Ein genauerer Blick verrät, dass auch ehemalige wie aktuelle Sidekicks eine Rolle spielen. Zudem besagt der Ankündigungstext von DC recht eindeutig, dass die neu geschmiedeten Bündnisse einzig dazu dienen sollen, die altbekannte Liga wiederzufinden UND dass nicht jeder der jungen Helden bereit ist, dem Ruf zu folgen; vielmehr noch die Gefahr bestehen könnte, dass der ein oder andere die Seiten wechselt. Das klingt alles (wieder einmal) ein wenig nach Dan DiDios alter 5G-Idee, bei der das mittlerweile als Dark Kngihts: Metal bekannte Event ursprünglich auch Dark Crisis heißen und eben dazu führen sollte, dass „die Jungen die Alten” ersetzen.

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Die Previewtexte zumindest sind angemessen schwammig formuliert, sodass uns bis zum Mai noch genügend Anlässe zum Spekulieren bleiben. Am 7. Mai 2022 geht es dann mit dem Preview-Heft „Dark Crisis #0 FCBD Special Edition” zum Free Comic Book Day los. Am 31. Mai erscheint dann der One-Shot „Road to Dark Crisis #1.” Auf den 48 Seiten haben sich neben Williamson und Sampere jede Menge weiterer Künstler eingefunden. Jeremy Adams, Brandon Thomas, Chuck Brown, Stephanie Phillips und Phillip Kennedy Johnson sind als Autoren beteiligt. Den Zeichenstift werden u. a. Clayton Henry, Dan Jurgens, Fico Ossio, Emanuela Lupacchino und Leila Del Duca schwingen. Am 7. Juli 2022 schließlich kommt „Dark Crisis #1” in die (US-)Läden.

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Zwei weitere Neuankündigungen sollen hier – nur in aller Kürze – erwähnt sein. Bemerkenswert sind die beiden Titel vor allem, weil sie unter dem Black Label von DC veröffentlicht werden und nichts mit Batman zu tun haben!

Zunächst haben wir da die dreiteilige MiniserieAquaman: Andromeda” (achtet mal drauf, die Aquaman-Titel derzeit nehmen spürbar zu). Die Geschichte wird als etwas zwischen SciFi-Horror-Drama und Fantasy-Psychothriller beschrieben. Arthur Curry muss sich hier nicht nur mit den Nationen dieser Welt auseinandersetzen, die ihren Raumschiffschrottplatz ausgerechnet unter Wasser anlegen mussten. Nein, dort wartet auf ihn auch ein Gebilde, das nicht von dieser Welt zu stammen scheint, aber offenbar allmählich zum Leben erwacht.

Autor Ram V. (Catwoman, Venom) und Zeichner Christian Ward (Suicide Squad, Invisible Kingdom) schicken Aquaman auf diese gefährliche und spannungsgeladene Reise, die am 07. Juni 2022 mit Ausgabe Eins ihren Anfang nimmt.

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Der zweite Black Label Titel ist etwas ausufernder und wird insgesamt 12 Ausgaben spendiert bekommen. Kein Wunder, stammt er doch aus der Feder von Tom King. Für „Danger Street” wird er sich ab dem 03. Mai 2022 wieder mit seinen einstigen Rorschach-Komplizen, Zeichner Jorge Fornés und Kolorist Dave Stewart, zusammentun. „Danger Street” behandelt ein paar der außergewöhnlicheren Helden DCs, namentlich Starman, Metamorpho und Warlord. Die drei halten es für eine gute Idee, Darkseid herauszufordern, um bei einem Sieg in die Justice League aufgenommen zu werden. Der kundige DC-Fan kann jetzt schon erahnen, dass dieses Vorhaben nur in einer Katastrophe enden kann.

©DC Comics


Manchmal nimmt das Schicksal seltsame Abzweigungen. Während einerseits die Ongoing-Serien Suicide Squad und Teen Titans Academy gecancelt wurden, erhält auf der anderen Seite eine Miniserie eine Neuaflauge, mit der wohl keiner gerechnet hat: JLA/Avengers und das in einer limitierten Sonderausgabe.

Der Reprint hängt wohl unzweifelhaft mit Zeichner George Pérez zusammen, der vor kurzem seine Krebserkrankung im Endstadium öffentlich gemacht hatte. Der Erlös des auf 7.000 Stück limitierten Sonderbandes kommt der Hero Initiative zugute, die sich im Wesentlichen um die Belange finanziell schlecht gestellter Künstler kümmert, insbesondere nach Beginn der Corona-Pandemie.

Der Band wird 29,99 US-Dollar kosten, jetzt im März erscheinen und ist knapp 64 Seiten dicker als die Original-Sammelbände. Was genau den größeren Umfang ausmacht, darüber schweigen sich die Beteiligten bisher aus. Lediglich Einleitungen von Stan Lee und Julius Schwartz, als auch ein neues Nachwort vom Autor des Crossovers, Kurt Busiek, wurden bisher angekündigt.

©DC Comics & ©Marvel Entertainment

Da Pérez bereits in den 80ern für eine geplante Vorgängerversion dieses ikonischen Aufeinandertreffens ca. 20 (bisher unveröffentlichte) Seiten gezeichnet hatte, ist es durchaus möglich, dass diese in der Neuauflage enthalten sind. Wir werden sehen, ob und wenn ja wie, diese Sonderausgabe ihren Weg nach Deutschland findet.

George Pérez zumindest freute die neuerliche Freigabe seitens DC Comics und Marvel, wie er per Facebook mitteilte:

Ich bin so überglücklich zu hören, dass mein Fanboy-Traum einer ganz neuen Generation von Comic-Fans zugänglich gemacht wird, die nicht dabei waren, als er vor so vielen Jahren gedruckt wurde. Und es ist wunderbar, dass dies geschieht, während ich es selbst noch erleben kann.

Was auch immer es war, das die Veröffentlichung dieser Neuauflage ermöglicht hat, ich bin sehr dankbar und im Namen der Fans kann ich nur sagen: Gut gemacht, DC und Marvel! Und natürlich bin ich hocherfreut, dass alle Gewinne aus dieser Neuauflage an eine meiner persönlichen Lieblingswohltätigkeitsorganisationen gehen! -George


Keine guten Nachrichten ohne Tom Taylor. Der hat über seinen Twitter Account einen Abschluss seiner Zombie-Reihe DCeased angekündigt.

“This is not just survival. This is more.”#DCeased @DCComics @thedcnation pic.twitter.com/6QqveEhfKl

— Tom Taylor (@TomTaylorMade) February 25, 2022

Mehr hat er dazu noch nicht verraten. Bis er das tut, könnt ihr euch ja an den Vorgängerserien gütlich tun, die auf Deutsch unter etwas sperrigen Namen veröffentlicht wurden, aber immer noch überall zu haben sind. Die Bände haben wir uns für euch auch schon angesehen:

DC-Horror: Der Zombie-Virus”, „DC-Horror: Schurken gegen Zombies”, „DC-Horror: Der Zombie-Planet


Ansehen werden wir uns für euch natürlich auch den dieswöchigen „The Batman” von Matt Reeves. Wir hoffen, dass ihr auch zeitnah die Möglichkeit habt und davon nur im Besten Sinne unterhalten werdet. Seid ihr aber noch zum Warten verdammt, empfehlen wir euch ein paar Comics die „The Batman” als Inspiration dienten oder sich mehr oder minder an dessen Welt anlehnen.

Zunächst sei da „Batman: Das erste Jahr” genannt, die bahnbrechende Batman-Origin von Frank Miller.

Darauf aufbauend gestalteten in den 90er Jahren Jeph Loeb & Tim Sale den Klassiker „Batman: Das lange Halloween”, welchen wir auch gerade monatlich in unseren Batcasts besprechen (zu Teil 1 geht es hier entlang).

Bis heute hält sich auch das Gerücht im Fandome, dass ebenso „Batman: Das Zweite Jahr(von Alan Davis, Mike W. Barr & Todd McFarlane) eine Inspirationsquelle für den Film gewesen sei. Leider sind die deutsche Hefte (Hethke oder Panini) aktuell vergriffen, weshalb man sich da nur auf dem Zweitmarkt umsehen kann.

Viel bequemer kommt man da aber an das ausgezeichnete „Batman: Ego” von Darwyn Cooke, welches Matt Reeves selbst als Filmvorbild benannte. Auch das haben wir bereits vor einiger Zeit dezidiert auseinandergenommen. Anhören lohnt sich!

Für die Atmosphäre der Stadt und die Verfassung des GCPD habe die 40teilige Serie „Gotham Central” (geschrieben von Ed Brubaker und Greg Rucka) als Vorlage gedient, hieß es lange Zeit. Zumindest wissen wir, dass die Reihe nicht direkt für die kommende Prequel-Serie mit dem Arbeitstitel „Gotham PDadaptiert wurde. Eine geerdete Polizeiserie in Gotham City ist dies allemal und dazu noch hervorragend geschrieben. Auch hier ist bereits der ein oder andere Band vergriffen.

Und wer es nicht „grounded” genug haben kann, dem sei die extrem geerdete (und brutale) Elseworld-Version des Dunklen Ritters in „Batman – Die Maske im Spiegel” ans Herz gelegt. Rein optisch dürfte wohl kein anderer der hier vorgeschlagenen Bände so nah an den Film herankommen.

So, nun seid ihr hoffentlich ausreichend vorbereitet für DAS Kinoereignis des Jahres für alle Batmanfans. Viel Spaß und kommt sicher durch die Nacht!

©Warner Bros. Pictures


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Batmanfan seit frühester Kindheit; besonders geprägt durch die Animated Series und die Dino-Comics.

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