Batman Rejected Teil 3: The Dark Knight Returns

Anfang 2000. Die Verantwortlichen bei Warner gingen es inzwischen weitaus gelassener mit einer möglichen Fortsetzung des Batman-Franchises an. Durch den großen Erfolg des ersten ‚Matrix‘-Films hatte man, mit Ausblick auf weitere Fortsetzungen, ein neues Zugpferd im Stall gefunden. Nichtsdestotrotz sammelte man weiterhin Material, die das Potenzial hätten der Batman-Reihe neues Leben einzuhauchen. Darunter befand sich auch ein Klassiker der Graphic Novells, der bereits Tim Burtons ‚Batman‘ stark beeinflusste: Frank Miller’s DIE RÜCKKEHR DES DUNKLEN RITTERS.

Wie ernst es den Verantwortlichen mit dem Projekt war, ist nachträglich schwer nachzuvollziehen. Angeblich soll ein Casting-Department seinerzeit eine Beispielliste an geeigneten Darstellern erarbeitet haben. Diese sah wie folgt aus:

Batman/Bruce Wayne: Michael Keaton
Commissioner Gordon: Sean Connery
Superman/Clark Kent: John Travolta
Ellen Yindel: Anne Heche
Two-Face: Robert DeNiro
Alfred: John Cleese
Joker (Optionen): Jeremy Irons, John Malkovich, Willem Dafoe, Gary Oldman, Tim Roth

Angeblich soll man an Michael Keaton herangetreten sein um als alternder Bruce Wayne zurückzukehren. Keaton soll von dem Gedanken angetan gewesen sein, würde dies allerdings vom Regisseur abhängig machen. Dieser war natürlich noch nicht gefunden, doch man hätte sich mit einer Rückkehr Tim Burtons sehr glücklich geschätzt.

Nachdem die Hughes Brothers (‚Menace II Society‘, ‚From Hell‘) mit ihren Filmen einen ansehnlichen Erfolg feiern konnten, klopfte Warner bei den Regie-Brüdern an.

Über die Jahre hinweg bot man uns drei verschiedene Batman-Projekte an. Das erste war ‚The Dark Knight Returns‘. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie düster dieses Comic war. Batman war ein alter Mann. Er musste sich noch mehr auf seine Gerätschaften und anderen Scheiß verlassen. Und er war altersschwach, ein 60 oder 70jähriger Mann. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich zu Warner meinte, ‚Wir würden das gerne machen. Und ihr solltet jemanden wie Clint Eastwood für diese Rolle auftreiben.‘

Aber grundsätzlich haben wir versucht ihnen klarzumachen, das dies das Ende für das Franchise bedeutet hätte. Rückblickend hätten wir die Reihe getötet.

Es war damals eine andere Führungsebene bei Warner Brothers und sie haben es uns des öfteren angeboten. Aber wir werde so etwas nicht machen. Nolan hat einen großartigen Job mit seinem Batman abgeliefert, besonders bei dem ersten Teil. So hätten wir das auch gemacht, wenn wir daran interessiert gewesen wären. Aber wir werden nie einen Batman oder Superman-Film drehen. Wir wissen das wir das nicht machen können. Nach unserem ersten Film hat man uns so gut wie alles angeboten, aber solch ein kommerzielles Großprojekt könnten wir nicht umsetzen. Das liegt uns nicht im Blut.

– Albert Hughes, (‚The Book of Eli‘) gegenüber MTV

Ein weiterer Kandidat war Darren Aronofsky. Dessen Debut-Film ‚Pi – System im Chaos‘ lies Warner auf den damals 32jährigen Regisseur aufmerksam werden. Aronofsky hatte großes Interesse daran das Batman-Franchise wieder auf Vordermann zu bringen und schlug von sich aus ‚The Dark Knight Returns‘ als geeignete Vorlage vor. Auch ihm schwebte Clint Eastwood als Idealbesetzung vor und hätte gerne Tokio als Setting für das futuristische Gotham City gewählt.

Warner Bros. gefielen seine Ideen und Vorschläge. Doch Darren hatte inzwischen andere Pläne mit Batman. Aber das ist eine andere Geschichte.

FORTSETZUNG FOLGT

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