Comic-News, Previews & Neuerscheinungen 9/2021

Previews & News

Eine nicht ganz unwichtige News haben wir im laufenden Betrieb bisher unterschlagen. Dafür schon mal Asche auf mein Haupt. Ich wollte noch warten, wie das Ganze abgeschlossen wird; konnte aber zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen, welche Ausmaße all das annehmen würde. Wovon ist die Rede?

James Tynion IV, Autor der Batman-Hauptreihe und der Serie „The Joker”, wird seinen Vertrag mit DC Comics nicht verlängern. Das bedeutet, dass die im November erscheinende Nummer 117 von „Batman” die letzte aus seiner Feder stammende sein wird. Seine Arbeit an „The Joker” endet im April mit Ausgabe #14.

Nach eigenen Angaben lehnte Tynion IV einen ihm angebotenen, weiteren 3-Jahres-Exklusivvertrag des Verlages ab, damit er sich künftig besser (und ohne redaktionelle Schranken) seinen eigenen Titeln und Projekten widmen kann. Der 33-jährige Autor hatte zuletzt nicht nur viel Kritiker- und Fan-Lob für seine Creator-Owned-Serien wie „Something is Killing the Children”, „Wynd” (beide Boom!-Studios) oder „The Department of Truth” (Image) erhalten, sondern wurde dafür auch mit dem diesjährigen Eisner Award für sein Werk als Autor geehrt (wir berichteten).

Diese Nachricht löste ein kleines Erdbeben in der Comicwelt aus. Denn der Weg, den der Scott Snyder-Schüler für seine künftigen Publikationen gewählt hat, ist neu und wirkt ausgesprochen ungewöhnlich. James Tynion IV wird nämlich alsbald seine eigenen Comics über die gerade mal 4 Jahre alte Newsletter-Plattform Substack veröffentlichen. Richtig gelesen – da steht „Newsletter”. Wenn man Artikel für Comicnews-Seiten aufbereitet, landete man in letzter Zeit über kurz oder lang bei (zum Teil wirklich ausführlichen) Newslettern von Comicautoren. Auch Tynion IV hat schon längere Zeit einen solchen bei Substack, der wirklich viel Aufschluss geboten hat, über Hintergründe zu seinen Serien, Einblicke in den redaktionellen Alltag und die avisierte Zukunft für sich, seine Projekte und Figuren. Dieser Newsletter wird nun teilweise hinter eine Paywall von 7 $ im Monat gestellt (oder – je nach Modell – zwischen 75 $ und 250 $ im Jahr).

Als Subscriber bezahlt man dieses Geld dann dafür, dass der Künstler exklusive (d. h. neue) Comicseiten an den Newsletter anhängt. Aber nicht den kompletten Comic, sondern Monat für Monat nur einen Teil. Daneben gibt es allerlei Infos zum Entstehungsprozess, Vorausschau auf die Fortsetzung als auch zukünftige Projekte, exklusive Variant-Cover, Comicsigning, frühen Zugang zu Merchandise und natürlich einen beständigen, direkten Austausch mit dem Künstler selbst – all das exklusiv per Newsletter. Noch ist nicht hundertprozentig klar, wie das Ganze tatsächlich aussehen soll, was die Netz-Nerd-Gemeinde aktuell zu ausschweifendem Rätselraten animiert.

Was zunächst wie ein Influencer-Versuch aus den 90ern wirkt, hat die Comicwelt ordentlich in Bewegung versetzt. Denn in rascher Folge schlossen sich einige namhafte Comicschaffende James Tynion IV an. Sie verlassen von nun an ihren bisherigen Stammverlag, lassen vorerst ihre Projekte dort ruhen oder nehmen diese teilweise sogar mit zu Substack. Darunter richtige Schwergewichte, wie Nick Spencer, Skottie Young, Jeff Lemire, das X-Men-Mastermind Jonathan Hickman, Daredevil-Gott Chip Zdarsky, Catwoman-Autor Ram V, Fan-Liebling Donny Cates oder der Meister aller Megadeals – Scott Snyder (der sich erst zuletzt sehr lukrativ mit Comixology geeinigt hat).

Jeder von ihnen ist zu Substack gewechselt. Jeder legt seine Modalitäten selbst fest; immerhin sind die Künstler nun selbst Publisher ihrer Titel (neben einigen Abgaben an die Plattform selbst). Was damit einhergeht, ist natürlich die Verlockung der eigenen Lizenzen. Im Gegensatz zu den großen Verlagen, gehören den Künstlern angabegemäß dort ihre Geschöpfe und Geschichten zu 100% selbst. Wie die dazugehörigen Zeichner beteiligt werden, ist bisher unklar.

Einige kritische Stimmen merken auch an, dass der offenbar niemals (v. a. redaktionell) aufs Material zugreifende Newsletter-Anbieter so auch dem Comicsgate-Personal, das der Alt-Right-Bewegung zugerechnet wird, vorbehaltlos die gleichen Möglichkeiten einräumt. Wir werden sehen, wohin sich all dies entwickelt.

James Tynions IV „Abschiedsbrief” könnt ihr hier komplett (und ohne Gebühren) nachlesen.


Aber wie geht es denn nun mit Batman weiter?! Mit Tynions IV Weggang im November endet auch das Batman-Event „Fear State” und ratet mal – es wird danach nichts mehr so sein wie es vorher war. Liest man sich die Inhaltsangaben der verbundenen Hefte für den November durch, scheint es so, als ob Batman Gotham zunächst hinter sich lassen wolle. Alles Weitere führt in einen zu großen Spoiler-Bereich. Erneut aber werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus, namentlich nämlich „Shadows of the Bat“. Dieses neue Event widmet sich dann vor allem der zurückbleibenden Bat-Family und begleitet sie in ihrem Bestreben, dem Batman-Mythos gerecht zu werden; in diesem neuen, veränderten Gotham.

Was inhaltlich am interessantesten erscheint, verrät auch schon einen Teil über den Ausgang des Joker War. Deshalb packen wir dieses Storydetail mal lieber in SPOILER ZEIGEN

Grundsätzlich soll all das ja in nicht allzu ferner Zukunft zu Batmans dystopischem Future State-Szenario führen. Aber da ist das letzte Wort bestimmt noch nicht gesprochen.

©DC Comics


Aber WER wird denn nun James Tynion IV bei der Batman-Hauptserie beerben?! Sein Name lautet Joshua Williamson.

Auch wenn ich als toxischer Tom Taylor-Troll Williamson gar nicht auf dem Zettel hatte, erscheint er im Nachhinein als äußerst logische Wahl. Denn der langjährige „Flash”-Autor hatte nicht nur neben „Batman/Superman” zunächst ein paar vereinzelte Gastauftritte in Gotham und ist gerade Autor der neuen Robin-Serie (eine trapsende Nachtigall verweist auf seinen letzten Tweet). Nein, Williamson stellt sich nach und nach auch als einer der Hauptstrategen hinter DCs neuer Infinite Frontier-Linie heraus. Ein nachvollziehbarer Schritt also, dem Bewacher des DC-Omniversums das Flagschiff des Verlages anzubieten. Ob bzw. wie lange es dabei bleibt, ist auch noch nicht klar.

Wie man oben sehen kann, bringt die Übergabe einige Neuerungen für den Mitternachtsdetektiv mit sich. Phantasm Abyss wird der neue Gegner heißen, dem sich Batman in neuem Kostüm (mit Batman Incorporated-Emblem) gleich zu Beginn stellen muss. Dafür wurde Joshua Williamson Zeichner Jorge Molina an die Seite gestellt. Die Fans von Jorge Jiménez müssen aber nicht traurig sein. Jiménez ließ (ebenfalls bei Twitter) verlautbaren, dass er beim nächsten Story-Ark wieder mit an Bord sei.


Apropos Batman als Flagschiff. Auf der Licensing Expo (wo Lizenzgeber mehr oder minder offenlegen, welche ihrer Marken sie im kommenden Jahr verstärkt über den Einelhandel bedienen wollen), gab es eines der seltenen Interviews mit der WarnerMedia-Präsidentin für Globale Marken und Franchises, Pam Lifford. Sie war eine der Verantwortlichen für die als „DC Blutbad” bezeichneten Massenentlassungen im letzten Jahr. Gleichermaßen steht sie für eine bisher erfolgreiche Modernisierung des Verlages samt seiner Vertriebsstrukturen. Wichtige Faktoren für den Lizenzierungsprozess sind natürlich auch der hauseigene Streamingdienst HBO Max sowie die anstehende Verschmelzung mit Discovery.

In dem Interview ging Pam Lifford darauf ein, dass 2022 vor allem die Marken DC, Harry Potter und Looney Tunes verstärkt in den Fokus genommen würden. Liffords Vize, der ebenfalls interviewte Robert Oberschelp, bezog sich zudem auf den kommenden Blockbuster „The Batman” von Matt Reeves, welcher als Zugpferd für allerlei DC Merchandise eingesetzt werden soll. Oberschelp weiter:

„Wir werden mit Batman [2022] einen starken Start hinlegen, so dass wir einige großartige Produkte anbieten können. Und dann werden wir das Jahr im Herbst mit etwas abrunden, dass wir Wayne Enterprises nennen. Ich würde also sagen, bleibt dran.”


Dranbleiben ist dann auch ein gutes Stichwort, wenn es darum geht, neue Märkte zu erschließen bzw. diese zu erweitern. Auch hier wagt DC Comics vor den anderen großen amerikanischen Comicverlagen einen weiteren neuen Schritt, indem sie eine Partnerschaft mit WEBTOON eingehen.

Während digitale Comics in den westlichen Kulturräumen bei weitem noch nicht den gedruckten Exemplaren ihren Rang abzulaufen drohen, ist man in Asien längst viel weiter. Das ursprünglich koreanische Format Webtoons, bietet Comicgeschichten zum Durchscrollen am digitalen Endgerät. In Korea selbst hat diese Art des Comickonsums den Printmarkt zurechtgestutzt.

DC Comics-Geschäftsführer Daniel Cherry III hatte bereits mit Beginn seiner Tätigkeit die „mobilen Märkte” im Blick und hat nun mit einem der Webtoon-Anbieter (dessen Name auch noch derselbe ist) dieses Ziel umgesetzt. DC will sich dabei offenbar nicht wie der amerikanische Besserwisser gerieren, indem man bekannte DC-Autoren die Comicstoffe enwickeln lässt. Vielmehr hat DC Comics seine Marken in die erfahrenen Hände etablierter Webtoon-Schöpfer gegeben. Cherry III hierzu:

DC freut sich darauf, unsere symbolträchtigen Charaktere einer neuen Generation von Fans weltweit vorzustellen. Wir haben eng mit den WEBTOON-Autoren und -Künstlern zusammengearbeitet, um unsere Figuren und Geschichten an das mobile Format von WEBTOON anzupassen. Unser gemeinsames Ziel ist es, unterhaltsame und fesselnde DC-Geschichten zu erzählen, die allen Lesern Spaß machen. Diese Partnerschaft ist ein weiteres Beispiel für das Bestreben von DC, die Fans dort zu treffen, wo sie sind und die DC-Fangemeinde kontinuierlich zu erweitern.”

Wir werden sehen, wie das Ganze anläuft und was davon in unsere Breiten herüberschwappt.


Bis dahin aber richten wir uns hier weiter in unserer beschaulichen Printlandschaft ein. Dafür gibt es auch allerlei Grund. Immerhin versorgt Panini uns Batman- und DC-Fans in letzter Zeit regelmäßig mit allerlei üppigen Deluxe-Bänden. Im Sammlerforum wurde Panini nun nach möglichen kommenden Deluxe-Versionen gefragt und siehe da – der Stuttgarter Verlag antwortet mit:

Die Wahrscheinlichkeit für „Batman New52“ ist sehr hoch, […].”

Daraus darf jetzt jeder selbst seine Schlüsse ziehen.

©DC Comics



Eine andere Frage hat Panini für die nächste Zeit leider negativ beantwortet; nämlich jene nach einer Gesamtausgabe von „Batman – Die Drei Joker”. Bisher war die Reihe in drei Einzel-Hardcoverbänden erschienen. Selbst in der am 18. September erscheindenden Collectors Edition hat der Verlag für den stolzen Preis von 89,- € neben einem Cover-Artbook lediglich die 3 Einzelbände beigelegt. Dennoch heißt es seitens der Stuttgarter, eine tatsächliche Gesamtausgabe sei „aktuell nicht geplant”.


Apropos alte (oder neue) Klassiker – mit Blick auf den kommenden Film “The Batman” hat DC ein Comic-Box-Set zusammengestellt. Es enthält jene drei Comicreihen, die Regisseur Matt Reeves als Inspirationsquellen für seinen Film dienten: „Batman: Ego”, „Batman: Year One” und „Batman: The Long Halloween”.

Das „The Batman Box Set” erscheint in den USA am 01. März 2022, 3 Tage vor dem US-Kinostart, und wird umgerechnet etwas mehr als 50 € kosten. Eine deutsche Adaption des Sets ist seitens Panini nicht geplant.

©DC Comics | DC Connect


Zum Thema Batmanfilme und Comics haben wir schon berichtet, dass Danny DeVito für einen Kurzgeschichtensammelband im November eine Pinguingeschichte schreiben wird. „Gotham City Villains Anniversary Giant #1” feiert gleich mehrere Schurken aus Batmans Rogues Gallery, die in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum begehen. Neben dem Pinguin betrifft dies auch Scarecrow, Poison Ivy, Ra’s al Ghul, dessen Tochter Talia, den Mad Hatter, Killer Moth oder den originalen Red Hood.

Auch für diese Sammlung kommen einige aktuelle Künstler, wie Joshua Williamson, Stephanie Phillips, Wes Craig, Dan Mora, Jill Thompson uvm. auf 96 Seiten zusammen. Der Anniversary Giant wird umgerechnet 8,50 € kosten und erscheint in den USA am 30. November 2021.

©DC Comics


Auch über die neue Melange von Batman und Fantasy hatten wir eine News veröffentlicht. Für das Zauber- und Schwertszenario „Dark Knights of Steel” von Tom Taylor und Yasmine Putri gibt es mittlerweile ein paar Variantcover & Preview-Seiten mehr.

(Variant-)Cover für Ausgaben #1 & 2 | ©DC Comics

Preview für #1 | ©DC Comics | DC Connect


Ganz so schillernd sieht es aktuell bei der ebenfalls auf zwölf Teile angelegten (und schon laufenden) Serie „Batman/Catwoman” nicht aus.

Zunächst war Tom Kings Abschluss für seinen Batman-Run mit Verzögerungen gestartet, da der Autor unbedingt Clay Mann als Stammzeichner haben wollte. Dann wurde plötzlich eine Sommerpause für die Veröffentlichungen eingeschoben. Der für das dazwischen stattfindende Sonderheft verantwortliche Zeichner, John Paul Leon, verstarb tragischer Weise während der Produktion des Specials.

Nun wurde bekannt, dass Clay Mann für ganze drei Hefte durch Liam Sharp ersetzt wird. Das betrifft schon die kommende Nummer Sieben bis einschließlich Heft Nummer Neun. Es ist weder bekannt, warum dieser Schritt notwendig war, noch ob Clay Mann die letzten 3 Hefte der Serie zeichnen wird. Ausgabe #7 ist aktuell für den 07. September 2021 vorgesehen.

©DC Comics | Variant Cover B von Jim Lee & Scott Williams


Weit erfreulicher erscheinen da die News, die da Sean Murphy, Schöpfer der Welt von „Batman White Knight”, auf seinem Instagram-Account teilt. Verschwörerisch lässt er uns wissen, dass dies ein noch unangekündigtes Projekt ist, über das er noch nicht reden dürfe.

Na gut, wollen wir ihm dies so durchgehen lassen und nicht daran erinnern, dass er bereits vor über einem Jahr darüber gesprochen hat, seine White Knight Trilogie mit einem „Batman: Beyond The White Knight” abschließen zu wollen. Darin sollten äußerst gut ausgestattete Polizisten patrouillieren und für jene Sicherheit sorgten, die es für ein besseres Gotham bräuchte. Allgemein soll es Gotham City viel besser gehen. Kein Wunder, wurde der Stadt doch das vollständige Vermögen von Bruce Wayne gespendet. Ach ja … ein gewisser Terry McGinnis soll einen Batman-Suit gestohlen haben und sich als eine Art Blade Runner-Fledermaus durch die Stadt bewegen.

Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Sean Gordon Murphy | ©Sean Gordon Murphy & DC Comics


Wo wir gerade bei potenziellen Batman-Nachfolgern sind. DC Comics hat den November zum „Robin Month” ausgerufen und bedenkt uns zum neu gegründeten Jubiläum gleich mit zwei (Mini-)Serien zum Wunderknaben.

Zum einen haben wir da den (wenig überraschenden) Gewinner der sogenannten „DC Round Robin”, einem Abstimmungsformat von DC Universe Infinite-Nutzern über eine neue Comicreihe. Die Gewinnerserie wird (noch weniger überraschend) „Robins” heißen, von Tim Seeley geschrieben und von Baldemar Rivas gezeichnet.

In Heft Eins begegnen wir einer außergewöhnlichen Selbsthilfegruppe, bestehend aus Dick Grayson, Jason Todd, Tim Drake, Stephanie Brown und Damian Wayne. Gemeinsam versuchen sie sich einer befriedigenden Antwort auf die Frage zu nähern, ob es überhaupt eine gute Idee ist, Robin zu sein. Doch soweit kommen die fünf Rotkehlchen gar nicht, denn sie werden von einer unbekannten Person angegriffen, die behauptet der erste Robin gewesen zu sein. Nun gilt es herauszufinden, wer diese Person ist und was es überhaupt bedeutet, Robin zu sein.

Ausgabe #1 der sechsteiligen Miniserie erscheint am 16. November 2021 in den USA und wird monatlich fortgesetzt.

©DC Comics


Der zweite Beitrag zum Wunderknaben stammt von niemand geringerem als dem Eisner-Award prämierten Team hinter „Descender” und „Ascender” (beide bei Image Comics), Jeff Lemire und Dustin Nguyen.

Für ihre dreiteilige Miniserie „Robin & Batman” begeben sich die beiden zurück in die Historie von Fledermaus und Rotkehlchen und beleuchten die frühe Karriere von Dick Grayson an Batmans Seite; mit allen Höhen und Tiefen.

Mehr ist zum Inhalt noch nicht bekannt. Die Hefte im 40seitigen Prestige-Format erscheinen ab dem 09. November 2021 monatlich.

©DC Comics


Weil es gerade um Robin geht und der Vollständigkeit halber (weil mal ganz ehrlich – wen außerhalb von Twitter interessiert sowas noch?!): Tim Drake ist offenbar bisexuell und hatte jetzt (auf Metaebene) in „Batman: Urban Legends #6” sein Coming Out. Das Heft war Ruck-Zuck ausverkauft und erhielt eine Zweitauflage. Die folgenden Preview-Seiten geben Einblick in die Begegnung. Es gilt eine ausdrückliche SPOILERWarnung:

©DC Comics


Eine letzte Neuankündigung in der Batwelt gibt es diesen Monat noch zu vermelden. Bereits im letzten Monat wurde der A-Day (wer nachliest wird zu aktuellen Entwicklungen in den US-Comics gespoiled) genutzt, um für Halloween eine neue DC-Zombie-Reihe zu etablieren. Doch so ein Event kann man auch mehrfach nutzen, was uns zur sechsteiligen Miniserie „Arkham City: The Order of the World” führt.

In der Stadt herrscht das Chaos, mehrere „Patienten” sind aus Arkham geflohen und verstecken sich in den dunkelsten Winkeln Gothams. Ärztin Jocasta Joy ist derweil die Einzige, die die Aufgabe übernehmen kann, sich an die Fersen der Verbrecher zu heften und sie wiederzufinden. Wen genau sie da sucht, wissen wir noch nicht konkret. DC hat aber ein paar rätselhafte Hinweise hinterlassen, bei wem es sich um die Entlaufenen handeln könnte.

Darum ist eure Mithilfe gefragt. Hier sind die Hinweise:

  1. „Eine Frau ohne Gesicht“
  2. „Ein Schweinchen auf der Suche nach Perfektion“
  3. „Ein Mann, der nichts fühlt und dafür alles verbrennt“
  4. „Ein Mann, der für die wache Welt untauglich ist und stattdessen ins Wunderland blickt“
  5. „Eine Frau, die das Leben verschlingen muss, um sich selbst zu retten“.
  6. „Ein Körper mit mehr als einer Seele“
  7. „Ein von der Zeit losgelöstes Wesen, das in der Gegenwart und in der Vergangenheit lebt“
  8. „Ein Junge, der seinen Trost bei Ungeziefern sucht“
  9. „Ein verdrehter/verwirrter Mann, der sie alle als das sieht, was sie sind“

Und es gibt noch eine geheimnisvolle Person, die kein Insasse ist, sondern bezeichnet wird als „der Racheengel, der sie verfolgt“. Vielleicht helfen die Cover ja bei des Rätsels Lösung.

Geschrieben wird „Arkham City: The Order of the World” von Dan Watters und gezeichnet von Dani. Die Farben steuert der wunderbare Dave Stewart bei. Die erste Ausgabe erscheint am 05. Oktober 2021 in den USA.

©DC Comics


Und nun ein (nicht ganz ernst gemeinter) Abschluss aus dem Bereich Social Media.

Solltet ihr euch mal gefragt haben, wie Zeichnergranden wie Greg Capullo oder (der von mir auf ewig verehrte) Graham Nolan ohne Ausfälle so viel zeichnen können – hier kommt die Antwort:


Habt einen starken September! Bis nächsten Monat.


Wir suchen übrigens immer noch dringend Unterstützung für unseren Comic-Newsroom. Wenn du dich also sowieso ständig nach Neuigkeiten umschaust oder gern zu Batman-Comics recherchieren bzw. schreiben würdest, melde dich einfach bei uns unter marian@batmannews.de.

 

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Sämtliche gemachten Angaben zu Ankündigungen, Verlagen, einzelnen Serien oder Comics sind alle ohne Gewähr. 

 

 

Batmanfan seit frühester Kindheit; besonders geprägt durch die Animated Series und die Dino-Comics.

3 Kommentare

  1. Lars sagt:

    Also Robins und Robin & Batman gefallen mir. Hoffe ich hab die noch auf dem Schirm, wenn und falls sie hier erscheinen. Könnt ihr auch was zu “I am Batman” sagen?

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    • Marian sagt:

      Wir bemühen uns, dass du es auf dem Schirm behalten kannst 😊

      “I am Batman” sind die ersten tatsächlichen Schritte des (aus Future State bekannten) Next Batman in seiner neuen Rolle als Fledermaus. Im Grunde ist das die Fortsetzung von “Next Batman: Second Son”. Auch hier wird die Figur von Jon Ridley geschrieben. Die US-Kritiker bewerten das Ganze bisher als eher mittelmäßig und ich muss sagen die Zeichnungen aus den Previews hauen mich auch nicht vom Hocker. Voraussetzung ist natürlich, dass man was mit dem Next Batman anfangen kann. Mir persönlich fehlt ja Future State noch komplett.

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