1948 – 2023: Tom Wilkinson

Leider müssen wir uns kurz vor Jahresende von dem britischen Charakterdarsteller Tom Wilkinson verabschieden, der im Jahr 2005 in Christopher Nolans „Batman Begins“ den Mafiaboss Carmine Falcone verkörperte.

In großer Trauer gab die Familie von Tom Wilkinson in einer Erklärung an, dass der Schauspieler am Samstag plötzlich zu Hause verstorben sei. Weitere Einzelheiten über die Todesumstände sind nicht bekannt.

© Warner Bros.

Die Karierre als Schauspieler begann Tom Wilkinson in den 1970er-Jahren. Neben Carmine Falcone in „Batman Begins“ verkörperte der Brite zahlreiche andere Rollen in bekannten Filmen und Miniserien. Unter anderem spielte er in Roland Emmerichs Historiendrama „Der Patriot“ General Lord Cornwallis, einen der Gegenspieler von Mel Gibson. Darüber hinaus war er in Filmen wie „Shakespeare in Love“, „Ganz oder gar nicht“ und „Der Geist und die Dunkelheit“ (gemeinsam mit Val Kilmer und Michael Douglas) zu sehen.

Für seine Darstellungen in den Filmen „In the Bedroom“ von 2001 und „Michael Clayton“ von 2008 (an der Seite von George Clooney) erhielt Wilkinson Oscarnominierungen als Haupt- bzw. Nebendarsteller. Für seine Rolle als Benjamin Franklin in der preisgekrönten HBO-Miniserie „John Adams“ wurde er 2009 mit einem Golden Globe in der Kategorie „Bester Nebendarsteller – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm“ ausgezeichnet.

Tom Wikinson wurde 75 Jahre alt.

Das Team von Batman-News wünscht seiner Familie und allen ihm nahestehenden Personen viel Kraft!

Seit meinem siebten Lebensjahr bin ich Batman-Fan, daran waren meine Eltern (hervorheben möchte ich da meinen Vater) nicht ganz unschuldig-er selbst war leidenschaftlicher Comic-Nerd. Mit ihm hab ich mir 1989 dann Tim Burtons Batman auch im Kino anschauen dürfen und dieser Film hat mich umgehauen, auch heute begeistert mich dieser Film ungemein. Seit April 2018 mische ich mit sehr großer Freude bei Batmannews.de als Mitautor mit.

1 Kommentar

  1. J.K.R. Whiteface sagt:

    Tom Wilkinson war ein überaus talentierter Charakterdarsteller, dessen Schaffen weit über das Batman-Universum hinausragte – bei dieser Gelegenheit erinnere ich an sein Mitwirken in hochkarätigen Produktionen wie “Der Geist und die Dunkelheit“ (1996), “Oscar Wilde“ (1997), “Der Patriot“ (2000), “Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ (2003), “Der Exorzismus von Emily Rose“ (2005), “Operation Walküre“ (2008), “Der Ghostwriter“ (2010), “Mission: Impossible IV“ (2011) oder “Grand Budapest Hotel“ (2014), um nur einige zu nennen.

    Sein vielschichtiges Werk umfasste die komplette Palette von großen stargespickten Blockbustern bis hin zu Historienfilmen und regelrechten Leckerbissen und Geheimtipps für Filmliebhaber. Was alle diese unterschiedlichen Produktionen gemeinsam haben ist, dass sie Dank Wilkinson, sei es als stoischer Priester, als griesgrämig-missgünstiger Aristokrat oder als zwielichtiger Politiker, nochmals aufgewertet und veredelt wurden.

    Ungeachtet seiner anderen grandiosen Leistungen bleibt er uns Batman-Fans vor allem als jener Schauspieler in Gedächtnis und Herzen, der 2005 im Auftakt der TDK-Trilogie Carmine “dem Römer“ Falcone sein erstes Live-Action-Gesicht gegeben hat und als solcher wegbereitender Pionier für nachfolgende Darsteller wie John Doman in “Gotham“ oder John Turturro in “The Batman“ war.

    Trotz jener beeindruckenden Kollegen, konnte, meiner Meinung nach, keiner von ihnen die Intensität Tom Wilkinsons erreichen, vor allem in Hinsicht auf jene Szene, in der er mit eindringlichen Worten überhaupt erst die Saat der Erkenntnis in Bruce Wayne’s Bewusstsein pflanzt, aus der sich schlussendlich Batman wie eine schwarze Blüte erheben sollte:
    »Sehen Sie sich um. Dann sehen Sie zwei Stadträte, einen Gewerkschaftsfunktionär, ein paar Cops nach Dienstschluss und einen Richter. Also, ich würde keine Sekunde zögern, Ihnen vor all diesen Leuten den Schädel wegzupusten! Das ist Macht, die man nicht kaufen kann! Das ist die Macht der Angst! […] Sie denken, Sie hätten nichts zu verlieren. Aber Sie denken nicht weit genug. Sie haben nicht an Ihre kleine Freundin bei der Staatsanwaltschaft gedacht und nicht an Ihren alten Butler. PENG! Menschen von Ihrem Schlag haben so viel zu verlieren. Sie denken, nur weil Ihre Mommy und Ihr Daddy erschossen worden sind, würden Sie die hässliche Seite des Lebens kennen. Tun Sie nicht! Sie haben keine Ahnung von Verzweiflung! […] Sie sind Bruce Wayne, der Prinz von Gotham. Sie müssen 1.000 Meilen gehen, um jemanden zu finden, der Ihren Namen nicht kennt! Also kommen Sie nicht hierher mit Ihrem Zorn und versuchen sich selbst etwas zu beweisen! Das ist eine Welt, die Sie nie verstehen werden und Sie werden immer fürchten, was Sie nicht verstehen!«

    In der augenscheinlich kultiviert und zivilisiert anmutenden Umgebung seines Restaurants lässt Wilkinsons Falcone Bruce Wayne und gleichermaßen auch die Zuschauer an dieser Stelle ein kleines bisschen von den finsteren Abgründen erahnen, einen Hauch von seiner wahren Gefährlichkeit erhaschen, der sich hinter seiner aufpolierten Fassade mit maßgeschneidertem Anzug verbirgt und sorgt damit in dieser einen Szene effektiver für wohlige Gänsehaut als vergleichsweise Scarecrow in der kompletten Trilogie.

    Darum an dieser Stelle Danke, Tom Wilkinson, dass Sie unser Leben mit großartigen darstellerischen Leistungen bereichert haben und besonders als Bat-Fan Danke, dass Sie einen charismatischen Gothamer Gangsterboss für uns zum Leben erweckt- und ihm eine Stimme geliehen haben!

    6

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