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Comics: News-RoundUp

Hier ist der noch ausstehende Newsüberblick zu DC- und Batmancomics und noch etwas darüber hinaus.

Wie schon berichtet, stellt die Massenentlassung bei DC im Rahmen von Warners Umstrukturierung derzeit die bedeutendste Neuigkeit dar. Jüngst äußerte sich Jim Lee zur Zukunft des Verlages und griff dabei auch einige Sorgen der Fans auf. Diese sind nicht von ungefähr. Denn neben den schon bekannten, bald endenden Titeln, nannte Lee (wie im verlinkten Artikel zu lesen) auch gleich weitere auslaufende Serien.


Das größte Fragezeichen im Comicbereich haftet dabei an den eigentlich erfolgreichen DC: Black Label-Titeln des Verlags. Nicht nur wurden die beiden hauptverantwortlichen Redakteure Mark Doyle und Andy Khouri entlassen. Es kommt hinzu, dass die maßgeblich für DCs Neuausrichtung verantwortliche WarnerMedia Präsidentin, Pam Lifford, Gerüchten zufolge wenig für die „erwachsenere“ Herangehensweise an Comicstoffe übrig hat und die Zukunt des Labels daher bedroht scheint.


Dem entgegen steht ein Stück weit, dass die für Oktober dieses Jahres geplante Black Label-Serie „Rorschach“ von Tom King und Jorge Fornés weiterhin erscheinen soll. Der Zwölfteiler ist nach „Before Watchmen“ und „Doomsday Clock“ (hier kurz besprochen) der dritte Watchmen-Ableger bei DC und spielt 35 Jahre nach „Watchmen“. Ein Auszug aus dem Pressetext:        

Was bedeutet es also, wenn Rorschach wieder auftaucht und zwar als Teil eines Attentäterpaares, welches versucht, den ersten Kandidaten zu töten, der sich seit Jahrzehnten gegen Präsident Robert Redford aufstellen lässt? Folgen Sie einem entschlossenen Detektiv, der in der Zeit zurück reist, die Identitäten und Motive der Möchtegern-Killer aufdeckt und tief in eine dunkle Verschwörung von außerirdischen Invasionen, in Ungnade gefallenen Weltverbesserern, mystischen Visionen und ja, Comics, eintaucht.

Warum das für uns besonders interessant werden könnte? Sagen wir so – Autor Tom King wurde in einem Interview darauf angesprochen, wer dieser mysteriöse Detektiv in der Ankündigung sein könnte und er antwortete prompt: „The detective is who you think he is.

Wenn sich nicht rausstellt, dass er damit The Question meinte, dann darf sich jetzt jeder eins und eins selbst zusammenzählen.


Für ein Zusammenstreichen bei DC: Black Label könnte die zuletzt gemachte Ankündigung Stjepan Šejićs sprechen, nicht mehr an regulären Verlagstiteln arbeiten zu wollen, obwohl er schon weitreichende Pläne für eine Harleen-Fortsetzung, eine Poison Ivy-Origin („Isley“) nach deren Vorbild sowie einen gemeinsamen Titel der beiden Damen hatte. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was nicht mehr kommt:


Wahrscheinlich ist damit das von Šejić gestaltete erste Kapitel der Digitalserie „Harley Quinn: Black + White + Red“ der vorerst letzte Blick auf seine Annäherung an diese Figur. Die 14-teilige „Digital First“-Serie soll übrigens gesammelt im Print-Format erscheinen, sobald sie abgeschlossen ist. Aber Achtung: Dieses Statement stammt noch vom mitlerweile entlassenen Redakteur Andy Khouri.


Und die Dame hat sich einen weiteren Platz unter dem angeblich schwindenden Black Label gesichert, diesmal im sogenannten Murphyverse. „Batman: White Knight Presents Harley Quinn“ soll das Spin-Off heißen und schon im Oktober als sechsteilige Miniserie erscheinen. Autorin ist Sean Murphys Ehefrau Katana Collins, das Artwork stammt von Matteo Scalera und Dave Stewart. Inhaltlich setzt die Story 2 Jahre nach „Curse of The White Knight“ an: SPOILER ZEIGEN

Achtung: Mögliche Spoiler zu „Batman: Der Fluch des Weißen Ritters” gibt es auch in der folgenden Preview.

©DC Comics 


Auch ab vom Black Label wird es natürlich weiterhin neue Serien geben oder wie im folgenden Fall Fortsetzungen.

Eine davon wurde von den Fans lang erwartet. Die Rede ist vom dritten Teil von „Batman: Earth One„. Unlängst bestätigte Autor Geoff Johns, dass Zeichner Gary Frank die letzten Seiten fertiggestellt habe. Allerdings gibt es bisher vonseiten DC Comics noch keine offizielle Ankündigung dazu.


Der nächste bekannte Hochkaräter ist die Fortsetzung der Injustice-Reihe. Mastermind Tom Taylor hatte diese schon einige Zeit geheimnisvoll über seinen Twitter-Account angekündigt. Mittlerweile sind bereits die ersten vier Ausgaben der neuen Digital First-Serie online. Um eine richtige Fortsetzung handelt es sich dabei aber nicht. „Injustice: Year Zero“ taucht in die Geschichte der Injustice-Welt ein und gestattet uns einen Blick auf deren Version des Zweiten Weltkriegs und damit auch auf die Justice Society dieser Erde. Auch wie dies zu den tragischen Ereignissen um den Joker und die Justice League führt, soll erzählt werden. Derzeit sind die 4 Kapitel über die üblichen Digital-Plattformen zu erstehen.

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Weitere One Shots wird auch die Serie „Tales from the Dark Multiverse“ erhalten, eine Art Elseworld-Geschichten-Sammlung, in welcher klassische DC-Events wie „Knightfall„, „Der Tod von Superman“ oder „Titans: Judas Contract“ im Sinne des düsteren Dark Multiverse neu interpretiert wurden. Bei Panini liegen die bisherigen Veröffentlichungen auf Deutsch in einem Sammelband vor. 

Ab November erhalten wir dann (erstmal bei DC Comics) die dunklen Versionen der Storys „Hush“ und „Flashpoint„.

Bei „Tales from the Dark Multiverse: Batman: Hush“ werden die Rollen von Bruce Wayne und Tommy Elliot schon ab der Kindheit vertauscht, sodass Elliot später zu Gothams „Dark Prince“ und Bruce zu „Batman the Silenced“ wird. Geschrieben wird der Comic von Phillip Kennedy Johnson, gezeichnet von Dexter Soy.

©DC Comics | Cover by David Marquez 

Die Flashpoint-Erde hingegen war ja an sich schon eine düstere Version des bekannten DC-Kosmos. Deshalb wird Bryan Hitch als Autor und Zeichner von „Tales From The Dark Multiverse: Flashpoint“ einfach dorthin zurückkehren und zeigen, wie es in dieser dystopischen Welt mit Amazonen, Atlantern und einem Batman namens Thomas Wayne weitergegangen wäre, wenn Barry Allen nicht alles „in Ordnung“ gebracht hätte.

Die Hush-Story soll am 03. November und der Flashpoint-Ableger am 17. November 2020 erscheinen. Beide werden um die 5,- € kosten.

©DC Comics | Cover by David Marquez

Einer der maßgeblichen Väter dieses Dark Multiverse (und einer der prägendsten Batman-Autoren des letzten Jahrzehnts) ist Scott Snyder. Dieser will sich ab 2021 von den Superhelden, v. a. den regulären DC-Serien, zurückziehen, wie er in einem Newsarama-Interview mitteilte:

Ich werde die Superhelden nicht verlassen, aber ich muss anfangen, an mehr von meinem eigenen Zeug zu arbeiten […] Ich möchte auch anderen Leuten eine Chance geben, mit den großen Sachen bei DC zu arbeiten. Und – um ganz ehrlich zu sein – es gibt Vieles, was ich auch außerhalb der Superhelden-Comics tun möchte.

Snyders Exklusivvertrag mit DC Comics war letztes Jahr ausgelaufen, sodass er nun die Chance nutzen kann, nach Beendigung des Megaevents Dark Nights: Death Metal, eigene Projekte bei anderen Verlagen zu verwirklichen.


Zeit also auch für uns, nach vorne zu blicken … oder eher zurück … oder beides … irgendwie. Denn DC Comics macht nun ernst und will die bereits mehrfach angekündigte, fünfteilige Miniserie „The Other History of the DC Universe“ ab dem 24. November 2020 zweimonatig über das Black Label(!) Imprint herausbringen.

Autor wird der für sein Drehbuch zu „12 Years a Slave“ mit dem Oscar ausgezeichnete John Ridley sein; Giuseppe Camuncoli und Andrea Cucchi werden die Zeichnungen beisteuern. Koloriert wird das Ganze von Jose Villarrubia.

Diese Geschichte des DC Universums soll deshalb eine andere sein, weil sie (anhand bekannter/ikonischer Momente) aus einer ungewohnten Perspektive erzählt werden wird, nämlich von Figuren, die traditionell „außerhalb der herrschenden Kultur agieren“, wie Ridley selbst sagt.

Konkret werden im Pressetext Jefferson Pierce alias Black Lightning sowie seine Tochter Anissa (Thunder), Mal Duncan (Herald), Karen Beecher (Bumblebee), Renee Montoya (The Question) und Tatsu Yamashiro (Katana) genannt. Klingt auf jeden Fall spannend.


Noch spannender wird es dann schon nächsten Monat, denn da tauchen wir so richtig tief in die Bat-Historie ein. Am 15. September steht DAS Jubiläum für alle Batman-Fans da draußen an: Ausgabe #1027 der Detective Comics. Line-Up und Pin-Up-Künstler hatten wir bereits hier zusammengefasst, finden sich aber auch nochmal in der Preview-Galerie.

©DC Comics 

Denn natürlich werden so kurz vor Beginn noch einige Einblicke in das 144-Seiten-Heft möglich, nebst einiger Variant-Cover. Dank der Previews dürfen wir schon mal einen Blick auf zwei der vielen Jubiläumsgeschichten werfen.

Eine davon ist direkt dem Generations-Event entnommen, das Anfang des Jahres aus dem Verlagsprogramm genommen wurde. In „Generations: Fractured“ von Dan Jurgens und Kevin Nowlan findet sich Batman nach einem Kampf mit dem Calendar Man plötzlich in einem gänzlich anderen Gotham wieder und darf alsbald feststellen, dass er irgendwie im Jahr 1939 gelandet ist.

©DC Comics

Die Story „A Gift“ von Mariko Tamaki und Dan Mora ist mit dem Event „The Joker War“ der aktuellen Heftreihen verbunden. Ein Kollateralschaden dieses „Krieges“ ist ein toter GCPD-Officer. Dessen Partner identifiziert den geflügelten Rächer als den Mörder und schwört, dass er ihn vor Gericht bringen wird. Dies zwingt Batman nun, widerwillig auf ein noch mysteriöses ‚Schwarzes Buch‘ zurückzugreifen …

©DC Comics

Den Rest können wir dann ja im September nachlesen. Das sollten wir – laut Ben Abernathy (Redakteur der Batman-Gruppe) – auch sehr gründlich tun, „da einige von ihnen [den einzelnen Storys] sowohl die Samen für Batmans Zukunft als auch die des DC-Universums säen werden.“


©DC Comics


Fast historisch fühlt sich bereits die vergangene SDCC@Home an. Die hatte auch ein paar schöne Sachen für Batman-Fans zu bieten (zum Beispiel die Ehrung von Dennis O’Neil).  

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Vergabe der Eisner Awards. Für uns hier erwähnenswert ist wohl die Auszeichnung für Mariko Tamaki in der Kategorie „Best Writer“, u. a. für ihre Arbeit an dem DC-Ink-Titel „Harley Quinn: Breaking Glass“, welches auch schon bei Panini unter dem Titel „Harley Quinn: Breaking Glass – Jetzt kracht’s!“ auf deutsch zu bekommen ist.

Printausgabe

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Aber die Con-Season geht unaufhaltsam weiter. Für den sowieso geplanten Zeitraum vom 08. – 11. Oktober 2020 findet nun die New York Comic Con ebenfalls online statt.  Der Veranstalter ReedPOP hat sich dafür mit YouTube zusammengetan, um die stattfindenen Panels (überwiegend zu TV- und Streamingserien) ansprechend zu präsentieren.


Für Deutschland gibt es zwar keine derartigen Messemeldungen. Aber das Datum für den #GratisComicTag steht endlich fest. Am 05. September 2020 geht’s endlich los. Den Überblick zu Heften und teilnehmenden Händlern findet ihr hier.


Und natürlich darf ein Event nicht fehlen … Bekanntermaßen öffnet das DC FanDome an diesem Wochenende für 24 Stunden seine Pforten. Nicht nur dort soll ausgiebig gefeiert und uns Fans einiges geboten werden.

Auch Panini will sich zur Feier nicht lumpen lassen und bietet hierzulande nicht nur rabattierte Bundle-Angebote für Einsteiger an, sondern wartet auch mit stark limitierten Variant-Editionen der Comics Batman #42 (555 Stück), Justice League #20 (444 Sück) sowie Superman #10 (333 Stück) auf. Verkaufsstart ist am 22. August 2020, um 19 Uhr! Die Variant-Ausgaben sollen nur an diesem Tag erhältlich sein und sind auf Paninis DC FanDome-Seite zu finden.


Zum Schluss noch etwas Zerstreuung:

Zeichner Greg Capullo gibt via Twitter einen Einblick in seine unterschiedliche Gestaltungsweise von Clark/Superman und Bruce/Batman

… und Dan Jurgens gibt uns einen Ausblick auf eine Booster Gold-Story in Batman Beyond #50, in welcher (endlich?!) der Batman der Zukunft, Terry McGuinness, auf einen noch aktiven/gegenwärtigen Bruce Wayne-Batman trifft. Wir können also gespannt sein und bleiben. Trotz der niederschmetternden Nachrichten ist es gerade eine gute Zeit für Batmanfans.

Schiller
Batmanfan seit frühester Kindheit; besonders geprägt durch die Animated Series und die Dino-Comics.

One comment

  1. Sören sagt:

    Bei so fielen Leckerbissen, die es hätte, geben können wird das Fanherz schwer bei der Tatsache diese Pläne nie um gesetzt werden. Was ich nicht ganz verstehe, warum betreibt man, so viele aufwand für dem DC-Fandome. Wenn der Mutterkonzern sowieso damit Droht DC-Comics den Laden dichtzumachen.

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