Gerücht: Schreibt Christina Hodson „Batman: The Brave and the Bold“?

Frisch aus Hollywoods Gerüchteküche serviert uns Jeff Sneider ein ganz besonderes Gericht: Autorin Christina Hodson soll angeblich das Drehbuch zu James Gunns DCU-Batman-Film verfassen. Doch diese Behauptung sollte man aktuell noch mit einer gehörigen Portion Salz genießen.

Batman: The Brave and the Bold gehörte von Anfang an zu den angekündigten Projekten des neuen DCU, mit Batman und Damian Wayne als Dynamischem Duo. Seit Beginn ist auch Andy Muschietti als Regisseur gesetzt, der zuvor The Flash für das alte DC-Regime inszeniert hatte.

Und seitdem? Weitgehende Funkstille. Auch die beiden Köpfe der DC Studios, Peter Safran und James Gunn, gaben kaum etwas Nennenswertes zu dem Projekt preis. Gunn lies lediglich im letzten Sommer durchscheinen, dass er intensiv mit dem Drehbuchschreiber an dem Film arbeite, da er ihn unbedingt „richtig machen“ wolle.

Im Fandom überbrückte man die dürftige Informationslage derweil mit allerlei Gedankenspielen dazu, wer wohl den Dunklen Ritter in dieser neuen Welt spielen würde, bis hin zu den zuletzt etwas abgeebbten Gerüchten und Fanfictions rund um einen Merger, also einer Überführung des Reeves-Verse (samt Robert Pattinson) ins DCU. Wer dasDrehbuch für The Brave and the Bold schreiben sollte, hielt Gunn bewusst unter Verschluss; angeblich, um den Autor vor dem enormen Druck zu schützen, der mit einem Batman-Projekt einhergeht.

Nun behauptet Jeff Sneider in seinem Newsletter (hinter einer Paywall), dass es sich bei der lange geheim gehaltenen Autorin um niemand Geringeres als Christina Hodson handelt. Die Drehbuchautorin ist keine Unbekannte im DC-Kosmos. Sie schrieb bereits Birds of Prey und eben jenen The Flash, bei dem sie erstmals mit Muschietti zusammenarbeitete. Eine Reunion also – sofern das Gerücht stimmt. Außerdem war sie Teil des Anfang 2023 vorgestellten Kreativteams, rund um das neue DCU.

Allerdings sind Informationen von Sneider mit Vorsicht zu genießen. Der freie Journalist hat sich in der Vergangenheit nicht gerade als verlässlichste Quelle für DC-Interna erwiesen. Mehrere seiner „Enthüllungen“ wurden von James Gunn höchstpersönlich auf Social Media dementiert, was zu einer gewissen – nennen wir es mal lockeren Fehde – zwischen den beiden Herren geführt hat. Er selbst räumt in seinem Newsletter ein, dass Hodson mittlerweile schon wieder vom Projekt abgezogen worden sein könnte.

Dennoch wird das Gerücht vom weitaus verlässlicheren Scooper Apocalyptic Horseman bestätigt.

Yes this is unfortunately true https://t.co/EToHHoPK84

— Apocalyptic Horseman (@ApocHorseman) January 21, 2026

Dieser steuerte überdies zusätzlichen Kontext bei. Christina Hodson sei ursprünglich die erste Wahl gewesen, doch Terminprobleme (vermutlich wegen Fast & Furios) hätten ihre Einbindung zunächst verhindert. Inzwischen hätten auch mindestens zwei andere Autoren an dem Projekt gearbeitet – darunter offenbar Jeremy Slater (Fantastic Four, Moon Knight) –, bevor der Zeitplan Hodson schließlich doch eine Beteiligung ermöglicht habe.

Hodsons bisherige DC-Bilanz fällt durchwachsen aus. Birds of Prey polarisierte und über The Flash kann man mindestens dasselbe sagen. Auch das von ihr geschriebene Batgirl-Projekt landete bekanntlich in Zaslavs Giftschrank. Gerüchteweise soll sie zudem bereits mit Muschietti an einem Batman Beyond-Film mit Michael Keaton gearbeitet haben, bevor das Ende des alten DCEU auch diese Pläne obsolet machte.

Nun ist die Frage, ob Gunn sich zu diesem Leak äußern wird? Erst kürzlich stellte er klar, dass es bis zum Abschluss von Matt Reeves nächstem Film keine nennenswerten Updates zu The Brave and the Bold geben werde. Er wolle The Batman Part II nicht in die Quere kommen. Wir werden sehen, ob er diese Linie nun noch aufrechterhalten kann.

Marian
Marian
Batmanfan seit frühester Kindheit; besonders geprägt durch die Animated Series und die Dino-Comics.

10 Kommentare

  1. Dann scheint Gunns damalige Lobhudelei bezüglich The Flash und Hodsons „magnificent script“ wohl keine PR-Nummer gewesen zu sein, sondern er fand es wirklich so gut. Meine Wunschvorstellung für BATB wäre gewesen, dass man einen handwerklich starken Autorenfilmer wie Jeremy Saulnier (Rebel Ridge, Green Room, Blue Ruin) verpflichtet hätte und eine Comic-affine Schreiberin wie eben Christina Hodson diesem zugearbeitet hätte. Diese jetzige Konstellation mit Muschietti baut in mir keine großen Erwartungen auf. Vielleicht gut so: Dann ist die Enttäuschung nicht so groß. Und uns bleibt ja noch The Batman Part II.

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  2. Dass das die Flash-Autorin ( evtl.) übernimmt, würde perfekt in das Bild eines ‚kindgerechteren‘ DCU passen. Begeistert bin ich davon nicht. Aber Brave and the Bold ist für mich der eine Film, bei dem ich die Hoffnung noch nicht aufgeben will. Ich bleibe vorsichtig, und werde mir das auf jeden Fall ansehen und dem Ganzen eine Chance geben. Vielleicht kriegen sie die Kurve ja doch noch.“

  3. Selbst wenn Hodgson das Drehbuch wirklich schreiben würde. Muss es durch die oberste Instands James Gunn und Peter Sefran durch. Das heißt Gunn guckt nochmal drüber ob gut ist oder nicht. Wobei Bumblebee kein schlechter Film war, und the Flash war solange in der Produktionshölle, das man da nichts retten konnte.

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    • Außerdem habe ich gehört, dass BoP eher von „höheren Mächten“ geschrieben worden ist, und Hodgson nur das gemacht, was man ihr gesagt hat.

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  4. Das ist jetzt nicht wirklich eine Nachricht die mich freut. Ich war echt gespannt auf den Film, da wir hier eventuell mal einen Batman bekommen könnten der in seiner Prome ist und dessen Mythos komplett in Takr bleibt, eventuell auch nich comichaften oder fantastischen Elementen zurückschreckt. Aber leider hat Christian Hodgon keine guten Eindrücke hinterlassen was Batman angeht. Ich denke immer noch mit Schrecken an Cassandra Cain in Birds of Prey.

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    • Ich habe auch so gedacht, aber wenn das stimmt, dass alles auf Studio zurückführen ist, die Autorin nicht alleine dafür verantwortlich. Sondern die alte Führung von Warner. Und wir wissen alle, die meisten DCEU Filme meistens Studioprodukte und nichts mit eigenen ständigen Visionen des Autors zu tun haben oder des Regisseurs.

  5. Wahrscheinlich bin ich der einzige der Birds of Prey mag (Cassandra Cain ist mir aber auch nicht so wichtig) und trotzdem will ich CH nicht in der Nähe von Bruce und Damian.
    Es gibt unter HBO so viele gute writer und die lässt man links liegen? A Knight of the Seven Kingdoms handelt von einem dynamischen Duo, Mare of Easttown/ Task Ermittler mit schwieriger Familie, Penguin kennen sich mit Gotham aus.
    Aber nö. Wir lassen die mal links liegen und nehmen jemanden der irgendwie ok ist? Das Geräusch ist das Rollen meiner Augen…

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  6. Abgesehen davon, wenn das Gerücht und noch mal es ist nur ein Gerücht, stimmen sollte. Christina Hodson so oder so mit dem DCU zu tun, weil sie teil des Teams ist, was alle die Drehbücher durchgehen wird, dort eingereicht werden. Abgesehen hat sie das Drehbuch zu dem Batman Byonde Film, das soll so gut gewesen sein, das Eindruck auf Warner und Gunn gemacht, auch wenn das Drehbuch letztlich nicht umgesetzt wurde.
    Abgesehen schreibt Gunn an dem Drehbuch mit, der weiß das Batman aus dem DCU noch mehr setzten muss als Superman.

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