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Val Kilmer: Erinnerungen an Batman

Vor 17 Jahren (Himmel, wie die Zeit vergeht!) trat Val Kilmer die Nachfolge von Michael Keaton als Dunkler Ritter von Gotham City an. In einem Frage & Antwort-Panel auf der Chicago Comic and Entertainment Expo, erinnert er sich an seine Zeit als Batman.

„Die Besetzung war einfach großartig und wir haben ziemlich viel Zeit miteinander verbracht“, erinnert sich Kilmer. „Dabei lernte ich sehr interessante Leute kennen. Es war auch eine traurige Erfahrung, da Jim Carrey gerade seinen Vater verlor und meiner kurz vor den Dreharbeiten zu ‚Tombstone‘ verstarb. Wir sprachen viel darüber.“

Kilmer erinnert sich nur zu gut an die Erfahrungen im Batman-Kostüm:

„Das Kostüm anzuziehen dauert eine Stunde und man kann es sich nicht selbst anziehen. Darüber hinaus kann man nichts hören, da die Maske geschlossen ist. Du kannst darin auch nicht deinen Kopf drehen, und selbst auf die Toilette kann man nicht alleine gehen. Zudem lief man schnell Gefahr in dem Kostüm umzufallen. Es fühlte sich an, als würde man einen viel zu engen Neoprenanzug tragen und wenn dann noch der Umhang dazu kommt, ist es fast schon psychedelisch.“

„Und irgendwann wurde mir klar, wie man sich in solch einem Suit fühlt. Ich dachte mir, ‚Ah! So fühlen sich also alte Leute“, witzelt Kilmer. „Niemand hört dir mehr zu. Man kann weder richtig sprechen noch gut hören. Man fällt ständig um und irgendjemand muss dir helfen um auf die Toilette zu gehen oder dich anzuziehen.“

Später fragte ein Fan nach seiner Meinung über Christopher Nolans Batman-Reihe.

„Sie haben das gemacht, was ich hoffte, das wir das auch tun – es aber nicht getan haben“, antwortet der inzwischen 52-jährige unter großem Gelächter und Applaus. „Regisseure wie Spielberg oder George Lucas raten nicht, was Kinder denken könnten. Sie fragen sie einfach direkt. Und das war auch mein Vorschlag: ‚Warum fragen wir nicht einfach die Leute, die Batman wirklich lieben?‘

„Ich hatte meine eigenen Kindheitserinnerungen an Batman. Aber wenn man sich vor Augen hält, dass das was sich Bob Kane ausgedacht hat zu so vielen Geschichten führte und uns sogar noch bis heute unterhält, und sieht welches Milliardenschwere Geschäft aus dieser Idee geboren wurde, dann kann man das einfach nur als Phänomenal bezeichnen.“

„Ich glaube der Erfolge des ersten Batman-Films von Tim Burton und Jack Nicholsons großartiger Leistung habet dazu geführt, das man die Idee, einen Schurken gegen jede Regel immun sein zu lassen, auf die Spitze trieb“, fährt Kilmer fort. „In ‚Batman‘ wird der Joker richtig zusammengeschlagen und von einem Glockenturm geworfen. Er leidet. Und davon hat man sich dann entfernt. Es wurde einfach netter. Zwar weiterhin unterhaltsam, aber ich glaube, wie sie es jetzt mit den Batman-Filmen angehen, entspricht mehr dem eigentlichen Charakter der Figur.“

Quelle: CBR

Batcomputer
Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

28 comments

  1. batman01 sagt:

    ich kann mich noch erinnern als überall plakate hingen als der film rauskam und ich ihn unbedingt sehen wollte (17 jahre, man da war ich gerade mal 8).

    ich dachte damals der film wird richtig cool, so wie batman und batmans rückkehr und als ich ihn dann JAHRE später das erste mal gesehen habe dachte ich einfach nur: gott ist das schlecht!

    und dann kam batman und robin und plötzlich war batman tot!

  2. Joe Kerman sagt:

    Ach ja, „Batman Forever“ *Seufz*

    Es war der erste Batman-Film, den ich auf der großen Leinwand gesehen habe und er hat mich seinerzeit umgehauen… Heute sehe ich den Film von einer etwas nostalgischen Warte aus: „Hmmm, noch einmal so jung sein und sich von dem kunterbunten Farbfeuerwerk vorbehaltlos unterhalten lassen.“

    Nun ja, „Forever“ hatte durchaus Potential; Jim Carrey war förmlich geboren um den Riddler zu spielen und mit Tommy Lee Jones (meiner Meinung nach einer der besten Charakterdarsteller unserer Zeit) als Two-Face hätte man einen sooooooo grandiosen Gegenpart erschaffen können: düster, melancholisch, innerlich und äußerlich zerrissen… Eigentlich eine Paraderolle für Mr. Jones… aber leider sollte es ja anders werden und das Resultat war ein überdrehter Wahnsinniger, der verzweifelt versucht, witziger zu sein als Jim Carrey.

    Das Beste wäre wohl, wenn man aufhört sich über die Mängel von „Batman Forever“ und „Batman & Robin“ zu beklagen, sondern die Filme (vor allem als Filmemacher) als leuchtendes Mahnmal dafür betrachtet, was alles schiefgehen kann, wenn man zulässt, dass die Studiobonzen zu viel mitzureden haben.

  3. Sandro sagt:

    Naja, von Seiten Schumachers usw. hat ja man anderes gehört was die Zusammenarbeit am Set mit Kilmer betrifft. Soll ja ziemlich übel zu und her gegangen sein…

    • Batcomputer Batcomputer sagt:

      Wobei man nicht vergessen darf, das man hier ca. 6 Monate Drehzeit beachten muss. In dieser Zeit passiert viel, denk nur mal an dein Freundes-oder Arbeitsumfeld. Da stechen natürlich die negativen Sachen heraus, die sich vielleicht 2 oder 3 mal ergeben haben.

    • Sandro sagt:

      Klar, aber war es nicht so, dass Kilmer Schumacher ins Gesicht geschlagen hat, und dieser dann zurückgeschlagen hat? Und dass sie für den Rest des Drehs nicht mehr miteinander geredet haben?

    • Batcomputer Batcomputer sagt:

      So wird zumindest davon berichtet, ja. Ob da nun Übertreibungen und Romantisierungen eine Rolle spielen, kann man heute nur noch schlecht beurteilen. Zumindest äussert sich keine der zwei Parteien mehr negativ zu den damaligen Zeiten, so hält Schumacher Kilmer immer noch für den besten Batman-Darsteller.

    • Sandro sagt:

      Klar, ein Filmdreh war ja auch noch nie etwas leichtes. Meint Schumacher der beste von allen oder einfach besser als Clooney?

    • Batcomputer Batcomputer sagt:

      Er hat es nicht genauer spezifiziert: “For me, Val Kilmer was the best Batman,” he said. “I thought he looked great in the costume, and I thought he brought a depth to the role.“

    • XXX sagt:

      Kilmer hatte von den 3 Darstellern der vorigen Reihe zwar die passenste Körpergröße, aber der beste wäre er, hätte er Bruce so dargestellt wie Clooney und Batman wie Keaton.

      Ist ein Artikel, der sich mit Dreharbeiten beschäftigt, eigentlich mittlerweile wahrscheinlicher geworden?

    • Sandro sagt:

      Ich denke,wer der beste Bruce/Batman ist, kommt am meisten auf das Drehbuch und den Film an, und nicht so sehr auf den Schauspieler. Clooney konnte meiner Meinung nach gar nicht gut sein, weil der Film einfach schlecht war.

    • XXX sagt:

      Als Bruce war Clooney klasse (sowie zumindest in wenigen Momenten auch als Batman). Nur war der dazugehörige Film nicht nur meilenweit von einer Umsetzung entfernt, wie man sich Batman vorstellt, sondern hatte dazu ne Menge unfreiwillig komischer Momente.

  4. Captain Harlock sagt:

    Zumindest gab es in Batman forever wenigstens mehr Action als bei den Vorgängerfilmen.

  5. bulavonc666 sagt:

    …also ich sehe das so…ohne Batman Forevers Erfolg und Batman und Robins Flop..hätten wir nie Batman Begins bekommen..und die daraus folgenden TDK und TDKR ;)..was Batman und Robin zu einen der wichtigsten Filme der Comicfilm geschichte macht…es wurde uns gezeigt, dass so eine Comicverfilmung nicht auszusehen hat^^….daran haben sich viele Comicverfilmungen orientiert und sich bestimmt gesagt…jungs passt auf..wir wollen hier kein B&R disaster XD (okee..mal abgesehen von Catwoman und Elektra solofilmen…denn die waren genau so scheibe^^) …und wenn jetzt einer sagt DAS PHANTOM..den fand ich stilvoller als Batman und Robin 🙂

  6. Batcomputer Batcomputer sagt:

    „Das Phantom“ kam ja auch VOR Batman & Robin ins Kino (1996) 😉

  7. Mr.Bean sagt:

    War damals auch im kino, sogar 2x.
    Fand ihn klasse, und immer heute immer noch.
    ich lese seit `89 Batman comics, deswegen finde ich auch alle anderen Batman filme auf ihre art sehr gut. Da es ja auch sehr unterschiedliche Comics gibt so sind die Filme auch sehr unterschiedlich und das finde ich gut, wäre doch blöd wenn alle Batman filme immer nach dem gleichen schema laufen würden, sie z.B. James Bond.

  8. The Dark Knight Begins sagt:

    Joel ist ein Verbrecher, der eine Legende geschädigt hat. Tim Burton war ja noch gut (naja, er war auch ein normaler Mensch!)

    • Sandro sagt:

      Das war zum grössten Teil der Fehler vom Studio. Joel hat nur gemacht was ihm quasi aufgetragen wurde. Es gibt auf Youtube ein ziemlich cooles Making-Of zu Batman & Robin, bei dem auch darauf eingegangen wird, warum der Film halt nicht so toll war.

  9. Gorthaur sagt:

    also als kind fand ich den film gut. abe rnachinein nee . tim burtons batman filme sind besser.

  10. Jokerboy sagt:

    Richtig. Der Joel kann nicht alleine was dafür das die Filme dermaßen scheisse waren. WB hat das größtenteils allein so konzipiert. Das Studio gibt das Geld und hat mit die größte Entscheidung darauf in welche Richtung ein Film gehen soll. Bei Returns von Burotn war das ja anders. Da waren sie mal so frei ihn sein Ding machen zu lassen. Herraus kam der beste Batman bis heute. Aber als Erfolg konnte Batman Returns, im Gegenteil zu Batman, nicht gelten.

  11. Kelthor sagt:

    ausserdem sind die geschmäcker auch derart verschieden, ich z.b. fand die burton filme nicht viel besser als die von joel, was aber daran liegt, das ich überhaupt keine tim burton filme mag, ist absolut nicht mein stil.

    wie auch immer nach TDKR wird es schwer das erbe von nolan anzutreten.

    hoffentlich werden mit dem dc relaunch hierzulande ab juno die comics besser denn was im moment abgeht mit der ganzen bat familiy, zig robins etc, ist einfach nur fail.

  12. Deathstroke sagt:

    Der Klient, 8mm, sind alles Beweise, dass Joel Schumacher einen düsteren Batman hätte machen können. Dumme Studios. Und wer immer noch sagt: „oh nein bei Returns haben sich alle v.a. wegem Pinguin in die Hose gekackt, wir brauchen was bunter“ der kriegt links und rechts auf die Backen!!
    Val Kilmer war nicht schlecht und mehr Action bei Forever mag sein, aber die war trotzdem so komisch und gestellt und dieser NeonStil einfach nur schlecht.
    Ich erinner mich noch wo ich das erste mal von Batman Forever gesehen hab und zwar auf MTV zum Kiss me, Kill me Video. Ich bin total ausgeflippt! Auf VHS aufgenommen, als es nochmal kam und ständig im kreis angeschaut und alles analysiert. Als ich ihn dann im Kino saß und zuvor natürlich alle Burton Teile gesehen hab, bin ich schon damals mit einem gemischten Gefühl aus dem Kino und hab mir gesagt: „Das ist Batman, das muss man cool finden, ich schau jetzt nur die positven Aspekte des Films“ ^^

  13. XXX sagt:

    Brauche ich langsam selber nen Optiker oder hat der Sonaranzug keine Nippel?

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