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BatCast #22 – Special: The Dark Knight, Teil 1

Unser Nolan-Run geht weiter! Diesmal widmen sich Rico, Henning, Patrick und Bernd Chris Nolans Meisterwerk THE DARK KNIGHT.

Wir machen eine kleine Zeitreise zurück in Zeit von Heath Ledgers umstrittener Besetzung, dem unglaublichen viralen Marketing und erinnern uns an die erste Sichtung.

Bei der anschließend Besprechung bringt vor allem Henning interessante Aspekte in’s Spiel, welche den Film in einem neuen Licht erscheinen lassen.

00:00:00 Intro
00:01:40 Batman Begins-Feedback
00:14:09 Wie alles begann
00:19:24 Heath Ledgers Besetzung
00:38:20 Der Filmtitel
00:41:38 Die neue Besetzung
00:53:42 Das virale Marketing
00:58:02 Gotham Knight
01:02:43 Das erste Mal
01:17:34 Die Filmbesprechung
01:41:57 Der neue Batcave
01:50:41 Harvey Dent
02:06:02 Die politische Einstellung
02:23:12 Warten auf Teil 2

BatCast-Theme von Benjamin Müller

Wir sind auch bei iTunes zu finden und freuen uns über jeden neuen Abonnenten, sowie über euer Feedback.

Disclaimer: BatCast ist ein Podcast-Projekt von Fans für Fans. Batmannews.de und der BatCast stehen nicht in Verbindung mit Warner Bros. oder DC Comics.

Batcomputer
Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

20 Kommentare

  1. Avatar Felix sagt:

    Gibt es eigentlich irgendeine Möglichkeit, mal beim Batcast mitzumachen?

    • Uns einfach per Kontakt-Formular anschreiben und schon mal eine kleine Vita mitliefern, damit wir uns schon mal einen ersten Eindruck von dir machen kann. Allerdings können wir keine Garantie für die Teilnahme geben, da bei uns alles Zeit-und Themenabhängig organisiert wird. Aber jeder Gast ist gern gesehen und gehört :)

  2. Avatar KeatonFan sagt:

    Wieder einmal ein wahrer Genuss euch beim philosophieren zuhören zu dürfen. Eure Filmbesprechungen zaubern doch immer wieder ein lächeln auf mein Gesicht ^^
    Ich bin während des TDK Hypes zu Batman-News gekommen und ihr liefert bis heute immer großartige Neuigkeiten. Noch heute erinnere ich mich beim schauen einiger Szenen von TDK gerne daran wie ich hier, die heimlich gefilmten Clips von Fans vor Ort während des Drehs geschaut habe, wie z.B. der Truck Überschlag. Die ersten erschreckenden Bilder des Jokers, habe ich bei dir gesehen Bat Computer.
    Vielen Dank dafür :o)

    P.S.: Woher stammt eigentlich der großartige Track vom Intro/Outro?

  3. Avatar BANE2012 sagt:

    Servus Jungs, tolle Sache das mit dem Batcast, macht sehr viel Spaß euch zu zuhören, ihr macht einen auf die Stellen aufmerksam die man nicht im Film beachtet hat. Macht weiter so, ich wünschte mir woe die Zuhörer, könnten euch mal dabei wie so ein Livechat unterstützen oder auch direkt fragen zu euren Kommentaren stellen, das wäre top, ansonsten bekommt ihr ?????????? macht weiter so!!! Freu mich auf die nächsten Teile!

  4. Avatar JulezJoker sagt:

    Höre regelmäßig eure Casts, macht echt Spaß! Ich finde es immerwieder interessant, das ihr hinter die Kulissen schaut. Gerade wenn es um mögliche Besetzung oder um Drehbuchideen geht! Ich hörte, das philip seymour hoffman einst den Pinguin spielen sollte. Beziehungsweise das dieser Teil des Dark Knight Filmes wäre! Ist da etwas dran? War ein Auftritt des des Pinguins wirklich vorgesehen?

  5. Avatar TheDarkKnight10 sagt:

    Hey. Hab leider nur die Filmbesprechung anhören können, da nicht so viel Zeit. Würde gern noch so viel sagen, aber das würde wohl zu lang, daher halte ich mich mal kurz oder versuche es zumindest: Ich finde, dass man bedenken muss, dass Batman grade mal so ein Jahr alt ist. Er macht noch immer Fehler, wie z.B. dass er sich „übermotiviert“ an den Van hängt und dann gegen die Wand klatscht. „Achte immer auf deine Umgebung“ hätte Ras gesagt. Bats ist noch immer in seinem „Kriminelle sind nicht kompliziert“-Denken gefangen und ist dadurch naiv. Er konnte sich nicht vorstellen, dass es Verbrecher gibt, welche „die Welt einfach nur brennen sehen wollen“. Das führt überhaupt erst dazu, dass in TDK alles derartig eskaliert und das ist genau das, was Gordon am Ende von BB ja befürchtete. Dent und Bruce/Batman kann man nicht voneinander trennen. Beide sind zwei Seiten einer Münze. Beide setzen Hoffnung in den jeweils anderen. Sie verfolgen ein gemeinsames Ziel, mit unterschiedlichen Mitteln und beide brauchen einander. Nur logisch, dass sie sich ja auch gegenseitig den Rücken stärken. Dent ist für mich auch nicht der „White Knight“ und ich finde ihn auch nicht super sympathisch, aber er macht in dieser Handlung und Entwicklung absolut Sinn, so wie er ist – und auch er ist naiv, z.T. sogar scheinheilig. ER stellt sich als Kehrseite Batmans im Tageslicht und ohne Maske dem Verbrechen und schlägt (medienwirksam!) dem Verbrechen im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht, macht noch nen lockeren Spruch und zeigt damit (medienwirksam!) „ich lass mich nicht einschüchtern“. Für mich ist es nur logisch, dass in einem solchen Gotham, mit der noch immer starken Mafia und der ganzen Korruption, so einer gehypt und zum Symbol der Hoffnung gemacht wird. Batman kann dieses Symbol nicht sein. Moralisch alles sicher irgendwo fragwürdig, aber mMn absolut nachvollziehbar. Denn in schweren Zeiten werden solche Symbole immer gesucht. Auch von Bruce,weil er in Dent seine Batman-Exit-Strategie sieht oder sehen will. Aber gerade durch Dent kommt doch die moralische und philosophische Komponente der Handlung und auch der Figur des Batmans wirklich heraus. Die schon im Cast angesprochene Frage des Films „Was tut man, wenn eine Situation derartig extrem ist, dass man mit den bisherigen Mitteln nicht mehr weiterkommt?“ und der damit zusammenhängende „Entweder du stirbst als Held…“ Dialog wird von beiden unterschiedlich beantwortet. Beide werden extremer, reagieren eigentlich nur noch und foltern sogar. Zunehmend verschwimmen die Grenzen, aber auch das Foltern bringt nichts – es führt überhaupt erst zur Rachel/Dent-Dilemma-Situation mit allen Kosnequenzen. Dennoch: Batman behält diese eine Grenze des Nicht-Tötens. Dent/2Face tut das dann nicht mehr. Dent ist vorher bei weitem nicht so tough, wie er nach außen hin tut, was man an 2-3 Szenen mit Rachel sieht. Auch er trägt eigentlich eine Maske, nur ist er sich dessen nicht bewusst. Und deswegen ist er es auch, der zerbricht und durchdreht, als sein Handeln zum ersten Mal Opfer fordert. Er konnte nur so lange funtkionieren, wie alles um ihn herum funktionierte. Und der „Entweder du stirbst als Held…“-Spruch ist ja nicht nur auf Dent, sondern auch auf Batman anwendbar. Am Ende von TDK ist er offiziell der Bösewicht. Und am Ende von TDKR stirbt er (offiziell) als Held.

  6. Avatar Katze sagt:

    Danke an die viele Arbeit die ihr reinsteckt .
    Find eure Podcast bisher immer sehr unterhaltsam frisch und kompetent .
    Immerwieder ein Genuss .
    Habt ihr eigentlich auch für MOS einen cast angedacht ?
    Oder liegt er zeitlich und oder wegen der Abwesenheit Batmans nicht mehr drin ?
    Hätt mich schon auch interessiert was ihr dazu denkt,
    auch weil der Film so kontrovers diskutiert wird.
    Und vielleicht wie ein Batman in diese Filmwelt reinpasst.
    Ist ja nur noch wenige Wochen spekulativ ;)

    • Hi Katze,

      eine ausführliche Besprechung zu MOS ist nicht geplant, da der Bat-Anteil verschwindend gering ist ;) Wir haben uns aber mit Hennings Einstand in Ausgabe 13 etwas länger damit beschäftigt.

  7. Avatar Katze sagt:

    Und zu dem Jungen aus Batman begins hab ich selber auch noch ne kleine Theorie . Da er ja bewusst im Aufbau seiner „Legende“ ist,
    Könnte so eine kleine Action auch eine Art sozialer Katalysator sein .
    Und seine Existenz schneller per Mundpropaganda verbreiten .
    Sein teures „Spielzeug“ hätt er aber au nicht gleich hergeben sollen.
    Er konnt es sich wohl leisten :)

    • Die Szene hätten wir auch so verstanden, aber ein teures Gadget, welches ähnlich wie der Tumbler, auf seinen Hersteller zurückzuführen wäre, ging in unseren Augen dann doch etwas zu weit. Hätte es nicht einer seiner selbstgebastelten Batarangs getan? Auch aus symbolischer Sicht?

      Letztendlich war es aber die Integration des Jungen ins Finale des Films, die uns übel aufgestossen ist. Sie wirkte aufgesetzt und durch den großen „Zufall“ auch noch überflüssig. Wäre es ein anderes Kind gewesen, hätte es gar nicht so polarisiert.

    • Avatar Katze sagt:

      Dankesehr
      Habemir fast gedacht ;)
      Dann hör ich mir die Ausgabe nochmal an
      Easy

  8. Avatar Nico sagt:

    Vielen Dank, dass Ihr nochmal auf meine Frage eingegangen seid! Ich habe das mit dem Jungen bisher so gesehen wie ihr auch. Dachte daher mir wäre der tiefere Sinn bisher verborgen geblieben ;)

    Ansonsten wieder ein großartiger Batcast. Vielen Dank, dass ihr euch immer wieder so viel Mühe macht. Bin schon gespannt auf Teil 2.

  9. Avatar RexMundi sagt:

    Hallo. Danke wieder mal für die tolle Besprechung. Die Filmcrew ist jetzt wirklich gut eingespielt (obwohl irgendwie Rigo weniger Redezeit hatte als sonst, oder?!)

    Ich hätte da noch ein paar Anmerkungen :). Sorry, ich bekomme das irgendwie nicht kürzer hin.

    Zu King Goffrey in Batman Begins: Für mich hat der Junge bei seinem ersten Auftritt immer Sinn gemacht – Bruce will nicht nur ein Symbol des Schreckens für die Gangster sein, sondern auch ein Symbol der Hoffnung für die Einwohner Gothams und das findet eben Ausdruck in Batmans großer Nähe zu diesem „unschuldigen“ Kind:
    Wenn mir alles zu viel ist (z.B. streitende, evtl. arme Eltern), ich mich unsicher oder hilflos fühle – da ist noch Hoffnung (Batman) und die kann ich sogar anfassen und mich an sie erinnern (mit ihm reden; Batarang). Der zweite Auftritt des Jungen ist leider überzufällig; den fand ich auch doof.

    Zur vorherigen Ausbildung von Batman: So wie ich den Film verstanden habe, gab es VOR R’as Al Ghul schon eine Ausbildung und das Training dort markiert Feinschliff und Abschluss von Bruce‘ Reise. Immerhin war er vorher schon lange weg, zB im Internat und als er dort nach Tibet(?!) kommt, kann er ja auch schon ziemlich gut kämpfen usw.

    Was The Dark Knight betrifft: Mir ging es wie Bernd; ich musste mich nach dem Film erstmal sortieren und die Begeisterung kam erst später. Aber im Gegensatz zu eurer (erwartbar) kritischen Durchleuchtung habe ich mich eher immer mehr an Dinge gewöhnt, von denen ich zunächst kein Fan war (z. B. die grelle Bathöhle).

    Ich bin auch eher ein Fan der klassischen Detektivarbeit Batmans und kann diesen ganzen Hightechmist dem auch nicht zurechnen. Im Gegensatz zu Henning glaube ich, dass gerade Batman eben nicht beschränkter ist, als die Polizei. In den Comics holt er sich die Zeugen von der Straße (und schüchtert sie ein), stellt Kinder, Obdachlose und sonstwen als Spitzel an (und bezahlt gut dafür), begibt sich als Matches Malone direkt in die dubiosen Kreise usw. Gerade das macht Batman doch so wertvoll für die Polizei. Klar braucht der typisch fallanalytische Gerätschaften, um Radioaktivität zu messen, Fingerabdrücke oder Blutspuren zu untersuchen (wäre auch sonst nicht zeitgemäß). Aber im Gegensatz zur Polizei kann er massiven Druck auf Leute ausüben, mit Geld um sich schmeißen und sich in Bereiche wagen, in die ein normaler Polizist kaum noch hineinkäme. Ebendies wird auch in Batman Begins mehrfach angedeutet.
    Ich glaube Patrick hatte mal einen reinen Batman-Detektivfilm gewünscht, was mir generell auch sehr gefallen würde. Eine schöne Film Noir Geschichte mit Mad Hatter, Riddler, Pinguin o. ä. Damit könnte man das Budget auch kleinhalten (bis auf einen schönen Endkampf oder so). Aber das wird es mit Affleck/Warner wohl kaum geben.

    Henning erneut sehr kritisch und kontrovers :D. Wow. Aber bei einer Sache muss ich dir zustimmen. Auch wenn ich Dent als Sunnyboy nicht ganz so kritisch sehe, so sind doch dessen Werte von einem europäischen Standpunkt gesehen (noch) eher radikal. Aber eigentlich ist das ziemlich nah an dem republikanischen Wertesystem und seit TDKReturns (ein Comic, den ich liebe) auch fester Bestandteil des Batmanmythos (an welchem sich Nolan ja eindeutig bedient). Dort ist Batman auch der Einzige, der „endlich mal durchgreift“ gegen ein System aus Angst und Verbrechen, dass offenbar ausschließlich auf die verweichlichten Dummschwätzer einer toten demokratischen Idee zurückzuführen ist und gegen dass es nur noch ein Mittel gibt: harte und unmittelbare Gewalt (das ist jetzt sehr absolut formuliert, ich weiß). Und da ist eben dieser Eine, der das endlich mal durchsetzt. Und so einer ist hier eben auch Dent, der als Gegenentwurf zu Batman deswegen funktioniert, weil er unmaskiert und vom Staat legitimiert ist.

    ABER: Das ist mMn nicht die Botschaft des Films, denn diese romantische Vorstellung von Selbstjustiz wird durch mehrere explizite Aspekte torpediert: 1. Batman erschafft auch Chaos durch Nachahmer und seine Anziehungskraft auf Typen wie den Joker. 2. Dadurch erleiden Menschen aus seinem direkten Umfeld Schäden (z.B: Rachel und Harvey); 3. Two-Face erklärt diese Idee des einzelnen Helden als gescheitert und durch sein späteres Handeln wird das quasi nochmal unterstrichen. 4. Die Bootentscheidung der Bürger – ein Sieg der Vernunft und der Menschlichkeit (oder im US-Pathos: göttlichen Demut), unabhängig von einem Lone Ranger. 5. Der „Aufstieg“ Harveys zum weißen Ritter, nicht als Clint Eastwood der Massen, sondern als Symbol der Hoffnung unter Einsatz eines hohen persönlichen Opfers (wieder Pathos: ein Einzelner kann den Unterschied machen).
    Als Zuschauer weiß ich außerdem, dass diese Idee nur künstlich ist und der Weiße Ritter (unter „realen“ Bedingungen) von Anfang an nicht funktionieren konnte. Ich glaube auch, dass Nolan (halb Engländer) dieses Thema extra kontrovers angelegt hat und wie gerade aufgezählt, wird diese Idee auch immer wieder dekonstruiert.

    Ich bin ganz bei Henning, dass Harvey Dent nicht der Saubermann ist, der er vorgibt zu sein, aber er ist ein Go-to-guy mit (bei uns als ungewöhnlich empfundenen) republikanischen Werten, der in etwa das Gleiche will wie Batman, aber an der Realität und eben an der Erhöhung einer einzelnen Person zu einer Lichtgestalt scheitert und am Ende nur durch seinen Tod (und durch eine riesige Lüge!) tatsächlich diese Strahlkraft erreichen kann.
    Ich finde, das stellt dieser Film auch ganz besonders heraus und trotzdem klingt dieses Thema nur subtil an, so dass sich jeder am Ende eine eigene Meinung bilden kann. Aber implizit werden die Meisten spüren, dass die genannten Ansprüche einfach zu hoch sind und jeder „menschliche“ Mensch daran am Ende nur scheitern kann.

    Verzeiht mir die Aufsätze!!! Ich freue mich auf Teil 2.

    P.s: Mann, jetzt hab‘ ich echt Bock auf ne TDKReturns-Review von euch (am Besten vom Trickfilm :) )

    • Avatar TheDarkKnight10 sagt:

      Hi. Hab ja weiter oben selbst was zu Dent geschrieben :) Ich finde ihn in diesem Film eigentlich die versteckte treibende Kraft der Handlung bzw. eigentlich der Erzählung. Im Prinzip ist es ja seine Figur und seine Dialoge bzw. Aussagen, die den Film steuern und die Botschaft(en) vermitteln. Du sprichst noch einen Aspekt an, den ich bei mir der Kürzung zum Opfer fiel :) Das Ende, wo Batman die Schuld Dents auf sich nimmt. Da schließt sich nicht nur der Kreis von wegen „als Held sterben, oder selbst zum Schurken werden“ – sondern das Ganze wird auf eine Art miteinander verknüpft, die für mich immer an (Achtung jetzt kommts) Jesus erinnert. Ich will damit keine religiöse Debatte anfeuern, mir gehts einfach so, obwohl ich nichtmal religös bin. Batman nagelt sich für die Sünden Dents ans Kreuz und schafft für Gotham mit Dent ein Symbol der Hoffnung, das aber zum einen eben doch eine Lüge ist und zum anderen auch zu ziemlich krassen Folgen führt, wie z.B. dass Bats unschuldig für die Morde verfolgt wird und wie man ja in TDKR am Dent-Gesetz sieht. Und diese Situation wird dadurch erzwungen, dass die Verbrecher, die Dent inhaftierte, wieder freigekommen wären, wenn Dent mit den Morden in Verbidnung gebracht würde. (Eigentlich ein komisches Rechtssystem). Interessant ist ja auch die Grab-/Abschlussrede von Gordon. Da spricht er von Dent als den Helden, den Gotham nicht verdiente, aber brauchte. Über Batman sagt er es genau anders herum – auch da sieht man, dass Bats und Dent 2 Seiten einer Münze sind. Gordon sagt auch – ebenso wie Batman selbst – dass Batman kein Held ist. Nachdem, wie sich Dent entwickelte, ist Dent es auch nicht. Moralisch gesehen, sagt der Film für mich folglich aus, dass es keine einwandfreien Helden gibt bzw. geben kann. Sieht man das im Kontext des Symbol-Konstrukts, wie Bruce es in BB gegenüber Alfred erläutert, muss man feststellen, dass diese Idee gescheitert ist. Batman oder auch Dent sind auf ihre Arten zu Symbolen (gemacht) (ge)worden, aber trotz allem, steht hinter ihnen immer noch ein Mensch aus Fleisch und Blut, trotz ihrer Masken. Und dieser Mensch ist dennoch verwundbar, angreifbar und sterblich. Und für was dieses Symbol steht, bestimmt letztlich nicht nur die Person, die sie verkörpert, sondern sie wird Projektionsfläche für jede(n) andere(n). Die Beschreibung als weißer und dunkler Ritter für Dent und Batman ist letztlich auch nur eine Projektion, die augenscheinlich den einen zum „perfekten“ Helden und den anderen naja.. sagen wir zum „Antihelden“ macht und künstlich eine für alle einfache Trennung erzeugt. Jedoch vermischt sich in Warheit schwarz und weiß. Wie bei einer Münze, die auf der einen Seite schwarz und auf der anderen weiß ist – würde man die ganze Münze mit einem Wort beschreiben wollen: Wäre sie schwarz oder weiß?
      Wie ich schon oben schrieb, bin ich der Meinung, dass Dent selbst eine Maske trug und sogar scheinheilig war. Denn er ist nicht so rechtschaffen und tough, wie er nach außen hin tut. Dent deutet selbst im Krankenhaus an, dass 2Face sein wirkliches Ich ist – so wie er sich entwickelt, stimmt das auch. Darüber hinaus war er ja bei den Internen Ermittlungen und kritisiert Gordon, dass er mit korrupten Cops arbeitet. Er nennt sogar explizit Wuertz und Ramirez, die später ihn und Rachel entführen. Später beschuldigt er Gordon, dass er nichts gegen sie gemacht hat – dabei tat er selbst auch nichts, schiebt aber die Schuld auf alle anderen.
      Sorry für den langen Text… ich finde es nur sehr interessant sich über die subtilen Themen des Films bzw. der Figuren zu unterhalten :)

  10. Avatar TheDarkKnight10 sagt:

    Mal noch ein Wort zur Ersatz-Bathöhle. Ich will mal den Stil als steril oder klinisch bezeichnen, aber ich finde ihn gar nicht schlimm, sondern vielmehr passend. Batman ist wohl keine 2 Jahre alt (über welchen Zeitraum Batman in Begins agiert ist ja nicht eindeutig benannt worden, aber ich würde mal sagen, dass das vielleicht höchstens ein halbes Jahr sein kann). Am Anfang von TDK ist er also vielleicht ungefähr ein halbes Jahr lang in dem Ersatzversteck und er hatte bisher nur mit Ras und der Mafia zu tun. Was erwartet man da in so einem Versteck zu finden? Eine Vitrine mit nem Robin-Kostüm? Einen Raum der Souveniers bezwungener Super-Schurken? Das geht sich doch für so einen jungen Batman gar nicht aus. Und warum sollte er auch noch Zeit damit verschwenden die Bude Batman-mäßiger zu machen? Das Ganze war doch offenbar eh nur zum Übergang gedacht – warum sollte er es sich dann also so richtig heimelig machen? Für mich macht es Sinn, dass es einfach nur zweckmäßig ist.

  11. Avatar Beda sagt:

    Hallo Leute

    Macht doch nicht so Sachen! Ich wollte mich gerade in den Schlaf lullen mit Eurem Cast (nicht dass er zum Einschlafen wäre, ich höre einfach gerne was zum einpennen) und dann werde ich namentlich erwähnt! Ich habe mich beinahe eingenässt! Meine 15 Sekunden Ruhm sind damit wohl durch…
    Trotzdem – Hier noch ein paar Gedanken von mir.

    1) Die Sache mit dem Suit: Ich finde dort trieb Nolan es dann definitiv zu weit mit seinem realistischen Ansatz. War bei Begins noch dieser coole stierennackenmässige Kopfteil vorhanden, verkam die Maske nun komplett zu einer Art Streichholzkopf. Insbesondere wegen dem dünnen Hälschen von Bale…

    2) …was mich zum 2. Punkt bringt. Batman sollte für mich schon auch muskelmässig was hergeben. Ich fand es schade, hatte Bale physisch dermassen eingebüsst. Ist mir schon klar, der Mann dreht noch andere Filme quasi parallel, aber trotzdem.

    3) Die Kritik an der Auslegung von Harvey Dent verstehe ich überhaupt nicht. Seine „extremen“ Äusserungen bei der Restaurantszene sollen doch nur zeigen, dass er wohl irgendwie resigniert hat und die Korruption von Gotham satt hat. Auch dass er im Gerichtssaal den Tarif durchgibt harmoniert ja gut mit dieser Einstellung von wegen „Pro Selbstjustiz“. Ich finde zudem, dass es hervorragen von Eckhart gespielt ist, wie er diesen Gedanken dort ausdeutscht. So am rumphilosophieren – es ist ihm gar nicht richtig bewusst, was er gerade sagt. Aber hält dann seine eigenen Ergüsse für die Wahsinns-Erleuchtung (hatten wir doch alle schon – nach dem 8. Bier)… Also für mich grossartig.

    4) Noch was nicht Filmbetreffendes. Nämlich zu «Batman» – Live in Concert.
    Ihr hattet diesen Knüller-Event einmal in einem anderen Cast erwähnt und ich wollte mich dort bereits aufdrängen. Es handelt sich um das 21th Century Orchestra aus Luzern welches den Burton-Batman-Film musikalisch untermalt. Sie machen das mit allerelei Filmen (Pirates, Lotr usw…)
    Kann das Ganze nur empfehlen, hab aber auch gut lachen, da es in meiner Heimatstadt stadtfindet. Was ich Euch anbieten kann, ist meine gammlige Matratze in Luzern. Na gut, es sind immernoch mehrere hundert Kilometer Autoweg und 120 Klöten für das Ticket aber die Bleibe hättet ihr… ;)

    Das wars! Also Batcaster… Nochmal von mir: Weiter so!!!

  12. Avatar dabeggagaggi sagt:

    Mich würde mal interssieren ob da ein Zitat von mir dabeigewesen war. Soweit ich mich entsinnen kannwar ich auch ein Skeptiker, Das hatte sich nach den Trailern gelegt und hatte absolutes Vertrauen in Nolan und das was er tut. Ich hab erst nach Batman Begins angefangen Nolanfilme zu schauen und alle für mindestens extrem gut befunden. Bei Zack Snider ist das anders, da ich den seit Dawn of the Dead feier, gerade Watchmen ist mein Highlight und die Freude dementsprechend groß gewesen als ich erfahren hab dass er Man of Steel macht. Man of Steel hat mich auch mehr als positiv überrascht gehabt (auch wenns Viele nicht so sehn). Jedenfalls war da das Vertrauen schon vorhanden. Bei demGerummel wegen Ben als Bat hab ich mich einfach nur gefreut.

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