Enthüllt: Der erste Premium-Band von Hachettes Batman-Kollektion

Letztes Jahr startete bei Hachette die große neue Comic-Kollektion „Batman: Die Chroniken des Dunklen Ritters“, die wir euch ausführlich vorgestellt haben. Bei einem Abonnement hat man die Wahl zwischen einem Standard-Abo und einem Premium-Abo mit insgesamt sechs zusätzlichen Bänden zu je einem bekannten Vertreter der Schurkengalerie des Mitternachtsdetektivs. Die Inhalte dieser Premium-Ausgaben waren unbekannt – zumindest bis jetzt.

Unter dem Titel „Batman: Die Gegner des Dunklen Ritters“ erhalten Abonnent*innen der Kollektion exklusiv sechs zusätzliche Premium-Bände in regelmäßigen Abständen für den Aufpreis von 1,- Euro pro Ausgabe zusätzlich geliefert – vorausgesetzt, man steigt mit einem der ersten vier Bände in das Abo ein. Die ausgewählten Schurken, die im Rampenlicht stehen, sind Catwoman, der Joker, der Riddler, Mr. Freeze, Two-Face und der Pinguin – so weit, so bekannt.

©Hachette

Doch welcher Inhalt geboten wird, welche Comics enthalten sind und vor allem, wie der Umfang dieser Sonderausgaben ausfällt, das war bislang ein Rätsel. Rätseln ist lustig. Rätseln ist fein. Doch was wird das Konzept der Bände sein? Enthalten sie die für sich genommen doch recht kurzen „One Bad Day“-Geschichten, deren Cover man laut dem Ankündigungsbild verwendet? Oder vereinen sie eine anthologische „Best-Of“-Auswahl einzelner zentraler Comic-Ausgaben mit den Schurken?

Heute haben wir die Antwort, denn in der neuen Abo-Lieferung, die als reguläre Ausgaben den Klassiker „Ein Todesfall in der Familie“, den Auftakt von Geoff Johns‘ dreiteiliger Neuinterpretation „Erde Eins“ und für 70er-Nostalgiker die besten Werke von Neal Adams enthält, liegt tatsächlich wie erwartet das erste Mal eine Premium-Ausgabe bei. Es ist der angekündigte Band zum Schurken von Matt Reeves‘ „The Batman“ aus 2022 – dem Riddler.

Der Fokus liegt hierbei auf seinen Entstehungsgeschichten, denn den Anfang macht tatsächlich wie erwartet die Graphic Novel „One Bad Day: Riddler“ von Tom King und Mitch Gerads. Deutlich mehr Platz nimmt die überraschende zweite Geschichte ein, die genau wie der Film „The Batman“ (2022) und die HBO-Serie „The Penguin“ (2024) zum Universum von Matt Reeves‘ „Epic Crime Saga“ zählt: die sechsteilige Comicreihe „Der Riddler: Das erste Jahr“.

Eine Besonderheit dieser verstörenden Comic-Vorgeschichte des Serienmörders ist, dass sie von seinem Schauspieler Paul Dano selbst verfasst wurde, während die einzigartigen Zeichnungen vom serbischen Künstler Stevan Subic stammen. Vor allem die zweite Hälfte bietet einen interessanten Blick in die Psyche des Schurken und eine Idee von Danos Rollenarbeit, mit der er den Rätselmeister zum Leben erweckte. Beide Geschichten bieten gemeinsam einen beeindruckenden Umfang von über 250 Seiten.
Wer vor oder nach dem Lesen übrigens gern noch eine genauere Auseinandersetzung der beiden enthaltenen Geschichten hätte, dem seien unser Batcast zu „Batman: One Bad Day“ als auch die Besprechung zu „Der Riddler: Das erste Jahr“ empfohlen. Beide Episoden enthalten jeweils einen Non-Spoiler- sowie einen Spoiler-Teil.

Das ausgewählte Layout für Vorder- und Rückseite der Hachette Premium-Reihe passt zu den Standard-Bänden der Kollektion. Allerdings zeigt der Buchrücken, dass die Premium-Bände im Regal ein eigenständiges gemeinsames Motiv bilden werden; zusätzlich zum großen Bild von Gabriele Dell’Otto, das sich aus den anderen Bänden ergibt.

Dabei handelt es sich um ein Bild von Batman inmitten seiner Schurkengalerie, das bereits unter anderem für Paninis Anthologie „Batmans größte Gegner“ Verwendung fand. Gezeichnet wurde es von Brian Bolland, der als Zeichner von „The Killing Joke“ und dessen ikonischem Cover bekannt ist und der ebenfalls für die „One Bad Day“-Cover, die auch die Premium-Bände schmücken, verantwortlich war. Cover und Rückenbild aller sechs Ausgaben von „Batman: Die Gegner des Dunklen Ritters“ passen damit stilistisch sehr schön zusammen.

©DC Comics | Brian Bolland

Beim nun bekannten Konzept kann man für die weiteren fünf Bände also erwarten, dass stets die „One Bad Day“-Vorgeschichte des jeweiligen Charakters sowie eine weitere repräsentative, komplette Geschichte enthalten ist, anstatt losgelöster Einzel-Ausgaben. Nur wie es mit dem Joker-Band aussieht, bleibt besonders spannend. Der Clownprinz des Verbrechens trat nicht unter dem „One Bad Day“-Label auf und seine Klassiker wie „The Killing Joke“ oder „Die drei Joker“ werden bereits von den regulär erhältlichen Bänden abgedeckt.

Was sagt ihr zu dieser Auswahl und habt ihr die Kollektion bereits als Premium-Variante abonniert?

Wolle
Wollehttps://jedi-bibliothek.de
Wolles erster Kontakt mit der Fledermaus war im Jahr 2011 "LEGO Batman: Das Videospiel". Kurz darauf tauchte er mit dem Start der New 52 und TDKR im Kino vollends in die Welt des Dunklen Ritters ab, die ihn seitdem nicht mehr los ließ. Die Arkham-Videospiele sind und bleiben für ihn die beste Version von Gotham City.

Dein Kommentar:

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

WEITERE NEWS ZU DIESEM THEMA