The Flash: Der Fall (von) Ezra Miller

In genau einem Jahr soll „The Flash“ in den deutschen Kinos starten. Während die ersten Testvorführungen mehr als positiv verlaufen sein sollen, bringt Ezra Miller durch nicht enden wollende Skandalmeldungen, das gesamte Filmprojekt in Bedrängnis – sowie die eigene Zukunft im DC Filmuniversum.

Ezra Miller sorgt weiter für negative Schlagzeilen und bringt Warner Bros. in die Bredouille. Nachdem Miller bereits 2020 durch das Würgen eines weiblichen Fans auffällig wurde, fiel Miller in der jüngsten Vergangenheit durch eine Verhaftung in einer hawaiianischen Karaoke-Bar auf, in der Gäste beschimpft und körperlich angegangen worden sein sollen. Zudem wurde eine einstweilige Verfügung ausgesprochen, weil Miller ein Pärchen in deren Wohnung bestohlen, bedroht und beschimpft haben soll. Doch damit nicht genug: Miller soll einer Minderjährigen Drogen verabreicht haben und ihr gegenüber gewalttätig geworden sein. Man hat den Eindruck, die Meldungen um Miller wollen nicht abreissen.

Aktuell soll Miller mit der Umweltaktivistin Tokata Iron Eyes durchgebrannt und nicht auffindbar sein, was Miller selbst im Netz höhnisch kund tat. Miller befinde sich aktuell in einer „anderen Dimension“ und man könne Miller nicht habhaft werden.

© Warner Bros.

Ezra Millers auffälliges Verhalten soll laut einem Informanten des Rolling Stone auch vor der „The Flash“-Produktion nicht halt gemacht haben. Auch wenn Miller weder laut noch handgreiflich geworden sein soll, soll Miller letztes Jahr „mehrere Zusammenbrüche“ gehabt haben, „durchgedreht“ sein und sei mit der Mehrfach-Rolle sichtlich überfordert gewesen.

Schon die ersten Schlagzeilen sollen das sich ausschweigende Warner Bros. in Zugzwang gebracht haben. Man hätte sich damals darauf geeinigt, alle geplanten Projekte mit Miller – inklusive den Auftritten in DC Filmen – zu pausieren. Bis zum Start vom erst kürzlich verschobenen „The Flash“-Film ist es noch ein Jahr hin und mit der damals anstehenden Fusionierung mit Discovery wollte man wohl keine einschneidenden Entscheidungen treffen.

© Warner Bros.

Wie nun das Branchen-Magazin Deadline berichtet, soll der neue Warner Bros Discovery-Chef David Zaslav vor mehreren Optionen stehen, wie hart nun die Reißleine gezogen werden soll:

• Er könne die Promotion um den Film auf ein minimum beschränken um die Kontroverse aus dem Fokus zu nehmen.

• Er könne den 200 Mio. Dollar Film als Abschreibungsobjekt zum Streamingservice HBO Max schieben.

• Er könne alles unternehmen, den Film erfolgreich in die Kinos zu bringen und danach Miller zu entlassen, sollte es zu keiner Lösung kommen.

„Warner kommt aus der Nummer nicht raus“, meint eine Quelle gegenüber Deadline. „Dieses vererbte Problem liegt nun auf Zaslavs Tisch. Man klammert sich daran, dass der Skandal vor Filmstart abebbt und hofft auf das Beste.“

Laut Deadline will man nun höchstwahrscheinlich nicht mehr in künftigen DC Filmen an Miller in der Rolle des Flash festhalten, was eine Neubesetzung der Rolle erforderlich machen würde.

„The Flash“ startet am 22. Juni 2023 in den deutschen Kinos. Regie führt Andy Muschietti („Es“) nach einem Drehbuch von Christina Hodson („Birds of Prey“). In den Hauptrollen sind Ezra Miller als The Flash/Barry Ellen, Michael Keaton als Batman/Bruce Wayne und Sasha Calle als Supergirl zu sehen. Auch Ben Affleck wird als Batman/Bruce Wayne zu sehen sein. Mit weiteren Gastauftritten ist zu rechnen.

Quelle: Deadline.com

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Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

13 comments

  1. Captain Harlock sagt:

    Ich empfand Ezra Miller schon seit den ersten Bildern in „Batman V Superman“ als Fehlbesetzung ☹
    und daran hat sich bis heute nix geändert.

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    • Bertman sagt:

      also fehlbesetzung und fehlverhalten, vor allem solchen ausmaßes, wobei die gravierensten vorwürfe oben ja sogar noch ausgespart bleiben, sind wohl kaum vergleichbar.

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  2. Bertman sagt:

    von außen betrachtet, kann man nur den eindruck gewinnen, dass miller gravierende probleme mit sich selbst hat. das kann nie entschuldigen, aber erklären. dementsprechend braucht der er/sie hilfe.

    für die konsequenzen für warner/dc sind das wie und warum natürlich egal. sie sind so oder so gravierend. miller ist nun pr-gift.

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  3. Benjamin Souibi sagt:

    Solche Typen braucht kein Mensch… 👎😔🙁😔👎

  4. Jonathan Hart sagt:

    Miller ist nicht schlimm, es müssen nur ein paar Schrauben angedreht werden.
    Und einen Anstands Wau Wau braucht er kurze Zeit.
    Aber eine Neubesetzung mit Nachdrehs glaube ich nicht.

    • Florian sagt:

      “ Aber eine Neubesetzung mit Nachdrehs glaube ich nicht.“

      Von Nachdrehs ist ja auch erstmal nicht die Rede. Das die Rolle für eine Fortsetzung bzw. andere Filmprojekte neubesetzt wird, halte ich mittlerweile aber für sehr wahrscheinlich-ich glaube daran wird man nicht mehr vorbeikommen.

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  5. Face sagt:

    Gibt es nicht auch noch die Option ihn als Deep Fake zu ersetzen? Mein da was gelesen zu haben. Wäre wohl die beste Option…

  6. Batman No. 1 sagt:

    Wenn es so gut gemacht ist, wie das wegretuschieren des Bartes von Henry Cavill in den Nachdrehs von Justice League, dann gute Nacht.🤣🤣🤣

  7. Ratty sagt:

    Das wäre rechtlich wohl nicht möglich, weil es immer noch Miller’s Körper ist, der da im Film zu sehen ist. Ohne seine Erlaubnis wird da eher nichts gehen.

    Grundsätzlich bin ich eh dafür, Miller hier noch auftreten zu lassen.

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  8. Matchesmalone sagt:

    Unabhängig von dem Film, den wir jetzt am Jahresende irgendwo oder nirgendwo sehen werden ist es eigentlich auch eine Chance mal in eine neue Richtung mit den Flash Projekten zu gehen. Warum in Zukunft nicht Wally West als Flash von einer anderen Erde auftreten lassen, auf der Barry in der Crisis gestorben ist. Der Run von Mark Waid, wo Wally erst im Schatten seines Mentors stand, langsam heraustrat und ihn letzendlich (mit Lichtgeschwindigkeit) überholt hat, ist für mich eh viel interessanter als Barrys Storys. Besonders cool fand ich die Geschichte, wo Eobard Thawn in der Zeit zurück reist und sich als Barry ausgibt. Zumal die Film und Serien Barrys ja auch eher Wally West Tropes tragen, als sich an einer authentischen Darstellung des Comic Barrys zu orientieren. Der jetzige US-Flash Run mit Wally ist auf jeden Fall auch richtig gut und lässt auch Tom Kings fürchterliches „Heroes in Crisis“ vergessen.

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  9. BrightKnight sagt:

    Lange Zeit nix mehr geschrieben… Naja… hatte mich aber schon gewundert, dass das hier nicht auf Batmannews thematisiert wird. Und ich denke den „Gossip-Status“ hat das ganze längst überschritten.
    Was mich anbelangt: kann der Film gerne in den Giftschrank oder man muss eben doch neu drehen. Wenn ich an Regisseure und Schauspieler denke, die in den letzten Jahren Jobs verloren haben oder aus Filmen geschnitten wurden, dann waren deren „Verfehlungen*“ ein Witz gegen die Sachen die sich Miller leistet.
    und wenn Warner den Film ins Kino bringt, wäre das schon absurd… Ein Superheld sollte zumimdest nicht von einem Super-Ekel gespielt werden. Einfach auch, weil man ja ebem auch jüngere Fans ansprechen will.
    Also ab in den Giftschrank mit dem Werk und Gut ists. Auf Keaton als Batman ohne Burton habe ich eh wenig Lust gehabt 😉

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