Clayface: Neue Hintergründe zu DCs Horrorfilm

Ein Artikel von Entertainment Weekly, der sich Tom Rhys Harries widmet, enthält neben neuen Bildern auch interessante Details zum nächsten DC-Filmprojekt Clayface“.

Achtung: Dieser Artikel enthält ein paar Informationen zum Handlungsverlauf von „Clayface“. Wer sich so gut wie gar nicht spoilern lassen möchte, sollte den ersten Teil überspringen.

Von Matt Hagen zu Clayface

© Warner Bros Discovery / DC Studios

Matt Hagen aka Clayface ist (ähnlich wie Tom Rhys Harries selbst) ein aufstrebender Star in Gotham City. So befreite sich Matt Hagen aus einer gewalttätigen und ärmlichen Kindheit in den engen Straßenschluchten der Stadt, um sich ein Leben aufzubauen, um das ihn jeder Mensch scheinbar beneiden würde. Kurz bevor er seinen Durchbruch als Schauspieler feiert, bandelt er mit der Freundin eines Mafiabosses an, der ihm später dafür das Gesicht aufschlitzt. Gezeichnet von dem Angriff und verzweifelt auf der Suche nach einem Weg zurück in sein altes Leben, trifft er auf die Wissenschaftlerin Dr. Caitlyn Corr, die ein Serum entwickelt hat, das chirurgische Eingriffe obsolet machen soll. Doch obwohl es zu Beginn, wie eine flotte Lösung (ohne chirurgische Hilfsmittel) erscheint, entwickelt sich der Eingriff zur Katastrophe. So löst die injizierte Substanz Matts Verwandlung in jenes Monstrum aus, das der Comicfan unter dem Namen Clayface kennt.

Laut Tom Rhys Harries treffen wir auf einen Matt Hagen, dessen Karriere sowie Leben einen krassen Wendepunkt erreicht haben. So soll „Clayface“  ein Hybrid aus Thriller und Horrorfilm sein, der die Frage stellt, wie weit wir gehen würden, um das alte Leben, das wir einst mit eigenen Händen aufgebaut hatten, wieder zurückzubekommen.

Das finale Aussehen von Clayface soll erst im Kino offenbart werden, so wie es auch bei den Schurken von „Longlegs“ oder „Weapons“ der Fall gewesen ist.

Tom Rhys Harries nannte zumindest eigene Inspirationsgrundlagen für die Figur (und vielleicht auch für das Aussehen?). Zuerst verwies er auf Grant Morrisons und Dave McKeans Graphic Novel Arkham Asylum: Ein düsteres Haus in einer finsteren Welt aus dem Jahr 1989, dessen Illustrationen eine enorm wirkungsvolle und zugleich verstörende Qualität für den Darsteller haben. Als weiteren wichtigen Bezugspunkt nannte Harries noch das Videospiel Arkham Asylum.

Kleine Anmerkung: Harries verweist zwar auf das erste Arkham-Spiel, doch wenn er von einem „eindringlichen und psychologisch erschütternden Moment“ spricht, dürfte dies eher auf „Arkham City“ passen. In der Fortsetzung hat Clayface zunächst eine unscheinbare, sich erst zum Ende des Spiels offenbarende zentrale Rolle für die Gesamtgeschichte. Hier soll nicht zu viel verraten werden – wer „Batman: Arkham City“ noch nicht gespielt hat, sollte das unbedingt nachholen.

Das Drehbuch, Gotham City, Filmzitate und gerissene Kreuzbänder

© Warner Bros Discovery / DC Studios

Mike Flanagans Drehbuch habe sich nach dem Dazustoßen Hossein Aminis („Drive“) noch erheblich weiterentwickelt. Das ist per se aber erstmal kein Grund zur Beunruhigung, da Amini und James Watkins bereits in früheren Projekten eng zusammengearbeitet hatten.

Apropos Flanagan: Laut Peter Safran wollte man den Filmemacher unbedingt auch für die Regie gewinnen. Aufgrund seiner Verpflichtungen für die Serie „Carrie“ und das Remake zu „Der Exorzist“ sei dieses Vorhaben jedoch nicht möglich gewesen.

James Watkins, der neue Mann auf dem Regiestuhl, möchte laut eigener Aussage „dem Publikum eine Achterbahnfahrt bieten und es auf eine Reise mitnehmen, die aber nicht bloß so mechanisch funktioniert wie ein Uhrwerk, sondern auch Herz hat.“

James Watkins über sein Gotham City

© Warner Bros Discovery / DC Studios

„James [Gunn] und ich wollen mit unserem Gotham einen Ort erschaffen, der imposant wirkt, aber auch etwas sehr Korruptes und Schmutziges ausstrahlt, ohne dabei zu düster und trüb zu wirken. Ich mag es, wenn in unserem Film und Universum Platz für einige Farbkleckse ist.“

Laut James Watkins habe man sich für „Clayface“ von „Die Fliege“, „Der Unsichtbare“, „House of Wax“, „Frankenstein“ und „Das Phantom der Oper“ inspirieren lassen.

Zwei kleine Anekdötchen zum Schluss

© Warner Bros Discovery / DC Studios

Während der Dreharbeiten litt Tom Rhys Harries an einem Kreuzbandriss, behielt dies aber während der Produktion für sich. Musik sei sowohl für Tom Rhys Harries als auch Naomi Ackie sehr wichtig, was die beiden während der Dreharbeiten auch verbunden habe.

Der Kinostart ist für den 23. Oktober 2026 in den US-Kinos geplant. Hierzulande soll er am 22. Oktober an den Start gehen. Produziert wird der Film von Matt Reeves und Lynn Harris sowie ihrer gemeinsamen Produktionsfirma 6th & Idaho Productions. Auch die DC-Studios-Chefs James Gunn und Peter Safran sind als Produzenten mit an Bord. Regie führt James Watkins.

Florian
Florian
Seit meinem siebten Lebensjahr bin ich Batman-Fan. Daran waren meine Eltern (hervorheben möchte ich hier meinen Vater) nicht ganz unschuldig: er selbst war leidenschaftlicher Comic-Nerd. Mit ihm hab ich mir 1989 Tim Burtons Batman auch im Kino anschauen dürfen. Dieser Film hat mich umgehauen und begeistert mich auch heute noch ungemein. Seit April 2018 mische ich mit sehr großer Freude bei Batmannews.de als Co-Autor mit.

4 Kommentare

  1. Ich bin eigentlich kein Freund von diesen Projekten über Figuren, die zu Batman gehören und dann so losgelöst umgesetzt werden. Dass das Gotham des DCU jetzt in einer Schurken Vorgeschichte etabliert wird, finde ich etwas unglücklich, passt für mich aber zu Gunns Vorliebe für Kreaturen und Monster zu lasten der eigentlichen Säulen des DC Pantheons. Der Film kann natürlich trotzdem funktionieren wenn die Tonlage stimmt. Aber dann wäre eine Cameo von Batman oder zumindest eine Erwähnung gut. Mir hat schon bei der ansonsten guten „The Penguin“ Serie gefehlt, dass der Reeves Batman nicht wirklich eine Rolle gespielt hat. Das passt für mich nicht zu dem besessenen Verbrechensbekämpfer, der seine Heimatstadt unter Kontrolle bringen will. Außerdem sollten sich künftige DCU Filme dann an dem Setting aus Clayface orientieren, da Gotham m. M. nur atmospärisch überzeugen kann, wenn es konsequent und chronologisch erzählt und gestaltet wird. Das fand ich z. B. bei The Batman deutlich besser als bei den Nolan Filmen, da in Letzteren (mit Außnahme von Batman Begins) die Stadt selbst ziemlich generisch wirkte. Mal sehen wie Clayface wird. Er muss sich für mich leider an den zwei sehr guten Batman TAS Origin Episoden mit Clayface messen. Wenn er durch die Horrorelemente und Story überzeugt, hoffe ich wirklich, dass „The Brave and the Bold“ sich vom Feeling nicht zu weit davon entfernt.

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    • Grundsätzlich hast Du schon recht allerdings geht ein Clayface nicht zu lasten der Säulen wenn hier ein Drehbuch vorliegt und dort nicht. Gotham City ist eine Millionenstadt und Batman kann nicht überall sein. Die Penguin Serie deckt zwei Wochen ab (bitte korrigiert mich falls nicht). Bruce wurde am Ende von The Batman übel vermöbelt. Mir sind es eher zu wenig Serien im Reeves Universum und zu wenig Solo Schurken Filme. Es geht ja immer um dieselben Charaktere und manche Bewohner Gotham Citys bekämen wir bei dem Tempo nie zu Gesicht.

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  2. Für mich stellt sich die Frage zu welchem Universum wird Clayface abgehören. Zu Reeves oder Gunns ? Falls Gunns sein sollte dann ist für mich der Aufbau der MonsterFilme ohne festen Untergrund alles so schwammig. Ich hoffe nur das wegen Gunns falschen Reihenfolge (gemeint ist das zuerst Batman eingeführt werden sollte und danach solche Solo Filme um das ganze zu etwas großen zu machen)der Film nicht richtig ankommt an die breite Masse vom Publikum. Da es ein Horror Film sein soll wird FSK nur für Erwachsene sein und somit fehlen schonmal die Zahlen von den Jugendlichen weg. Nachdem Flop von Supergirl hoffen das der ein Hit wird. Schauen wir mal was auf uns zukommt.

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