Es war einmal: Projekt „Sabbath“ als „Arkham Knight“-Nachfolger?

Viele Jahre warteten Batman-Fans auf einen weiteren Teil der eigentlich abgeschlossenen Arkham-Reihe. Während Entwickler Rocksteady das ursprünglich bei WB Games Montreal gecancelte Suicide Squad-Projekt übernahm, versuchte sich offenbar WB Games Montreal vor „Gotham Knights“ an einem weiteren Ableger der gefeierten Reihe. Nach dem Release des offiziellen Nachfolgers von „Batman: Arkham Knight“ blicken wir nochmal zurück auf das, was vielleicht hätte sein können.

Die Arkham-Trilogie war und ist unter Fans wie Kritikern eine wahre Erfolgsgeschichte. Sie endete mit Scarecrow, der der Öffentlichkeit Batmans Geheimidentität als Bruce Wayne enthüllte. Bruces Karriere als Batman fand in dem Moment ihr unfreiwilliges Ende, als Commissioner Gordon ihm seine Cowl abnahm. Das Knightfall-Protokoll führte zum vermeintlichen „Tod“ von Batman. Da die Türen des Arkham Asylums jedoch eher Drehtüren gleichen, durch die die Schwerverbrecher stets zügig rein- und besonders wieder rauskommen, braucht Gotham City einen neuen Helden… oder einen neuen Batman?

Diese Not der Stadt war es offenbar, die WB Games Montreal (Entwickler von „Arkham Origins“ und später „Gotham Knights“) dazu verleitete, über einen direkten Nachfolger des Rocksteady-Spiels nachzudenken. Der Projektname zu dem Spiel lautete „Sabbath„. Leider wurde das Projekt ca. 2016 eingestellt, sodass sich WB Games Montreal der Entwicklung von „Gotham Knights“ zuwandte. Im Laufe der Jahre sind jedoch mehrere Konzeptzeichnungen des Projekts aufgetaucht. Daher fassen wir in der Folge zusammen, was bislang über das Projekt Sabbath bekannt wurde:

Die Story des unbenannten Spiels hätte viele Jahre nach den Ereignisses von „Arkham Knight“ stattgefunden. Gerüchtet wird ein Zeitsprung von 10 Jahren. Damian Wayne hätte inzwischen das Batman-Kostüm angelegt. Das Design erinnert stark an „Batman Beyond„.

Bruce Wayne wäre als alter Mann mit Stock gezeigt worden, der als Mentor für seinen Sohn fungiert hätte. Zudem gibt es eine Konzeptzeichnung, die einen stark gealterten Bruce in seinem Batman-Kostüm zeigt, das offenbar der „BvS„-Batsuit-Variante nachempfunden zu sein scheint.

Als neues fahrbares Vehikel wäre das Batbike eingeführt worden, um sich damit in Gotham City zu bewegen.

Gotham City wäre im Chaos versunken. Das Verbrechen hätte die Stadt übernommen. Daher wirken die Konzepte zur Stadt eher wie eine Postapokalypse („The end is here“).

Hinsichtlich der Rogues-Gallery sollte es zu einem Ensemble aus bekannten alten, aber auch neuen/neuinterpretierten Gegner für Damian kommen. Two-Face wäre aufgetaucht, wobei nach der Zeichnung spekulativ eher die „Judge“-Persona aus der Animated Series im Vordergrund gestanden hätte. Poison Ivy sollte zurückkehren, wobei unklar bleibt, ob es sich tatsächlich um die originale Pamela Isley gehandelt hätte. Black Mask wäre nach den Geschehnissen in „Arkham Knight“ neuinterpretiert worden, da Roman Sionis‘ Tochter die Maske ihres Vater übernehmen sollte. Eine gealterte Version von White Rabbit wäre eingeführt worden. Der Pinguin hätte auch eine Rolle gespielt, genauso wie Eduardo Flamingo – ein zukünftiger Damian Wayne-Gegner. Gerüchteweise hätte auch der Court of Owls mitgemischt.

Da Konzeptzeichnungen für Spiele selten ein genaues Bild des Endprodukts zeigen, kann man nur Mutmaßungen anstellen, wie ein finales Batman-Game ausgesehen hätte. Projekt „Sabbath“ sah zumindest so aus, als hätte es die Batman-Arkham-Reihe würdevoll fortgesetzt. Die Vater-Sohn-Beziehung -eingekleidet in einem Batman Beyond Gewand- klingt interessant und böte viele kreative erzählerische Möglichkeiten.

Leider werden wir wahrscheinlich nie das Gesamtbild erleben. Mit der Veröffentlichung von „Suicide Squad: Kill the Justice League“ und der Neuausrichtung für das neue DCU über alle Medien hinweg dürfte die letzte Hoffnung der breiten Fanbase auf einen würdigen Nachfolger zur geliebten Arkham-Reihe verflogen sein.

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Batmanfan seit der Animated Series und neuster Zuwachs im Autorenteam bei Batmannews.de.

3 Kommentare

  1. Marius T. sagt:

    Sehr interessant. Vielen Dank für den spannenden Artikel – das ist seinerzeit total an mir vorbeigegangen.

    In absehbarer Zukunft würde ich mich übrigens über einen Batman Solotitel freuen, der sich spieltechnisch wieder mehr an Splinter Cell und der Begins-Versoftung orientiert.

    Wieder mehr schleichen und oft in gotische Hochhäuser eindringen, Tatorte ermitteln, und sich auch wieder gerne natürlich frei in Gotham bewegen können. Es muss nicht so riesig sein wie z.B. in Knight und Origins, aber vorzugsweise gerne ohne viel Action – Schleichen und untersuchen, ab und zu verhören und hier und da ein paar notwendige Kämpfe. 🙂

    10
  2. Edgenson sagt:

    Was für eine vertane Chance …. Die Arkham Triologie ist Legendär

    8
  3. Matt Hagen sagt:

    Ärgere mich tatsächlich nicht darüber, dass es verworfen wurde. Mit dem Gedanken, dass nicht Bruce, sondern wer anders Batman ist, konnte ich mich noch nie anfreunden. Bruce Wayne ist nun mal Batman und kein anderer. Ich persönlich hätte mich eher auf ein Sequel zu Arkham Origins gefreut. Arkham Knight habe ich als einzigen Teil auch nie selbst gespielt. Hat mich damals nicht wirklich abgeholt als Fan.

    3

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