The Flash: Die ersten Reaktionen

Warner Bros. Discovery-Boss David Zaslav hat „The Flash“ bereits drei Mal gesehen und bezeichnet den Film als den besten Superhelden-Film, den er je gesehen hat. Und auch die Testvorführungen sollen bislang Bestnoten nach sich gezogen haben. Hüpfen die Pressevertreter auch auf den Hype-Train auf?

Nun wurde der Film vergangene Nacht erstmals einem etwas breiterem Publikum in Form von Pressevertretern und Kinobetreibern auf der CinemaCon in Las Vegas vorgeführt, denen es auch erlaubt war, anschließend ihre Meinung in den Social Media-Kanälen in Kurzform zu teilen.

Ausführliche Reviews waren den Anwesenden noch nicht gestattet – dies wird auch noch eine ganze Zeit lang so bleiben. Vorab wurde darauf hingewiesen, dass die Effekte noch nicht final seien und aktuell noch daran gearbeitet wird. Die After-Credit-Szenen wurden den Anwesenden vorenthalten.

Wir haben ein Spektrum verschiedener und spoiler-freier Reaktionen für euch zusammengesammelt, um uns ein Bild darüber zu verschaffen, ob der Film den Vorschusslorbeeren auch standhalten kann.

Beginnen wir bei dem von uns geschätzten John Campea, der erstmal die Wertung „Bester Superheldenfilm ever“ relativiert, aber ansonsten von den Qualitäten überzeugt ist und meint, der Film sei „großartig und wunderbar“:

In Superlativen spricht Erik Davis von Fandango:

„DCs The Flash ist ein enormer Film! Vergesst DC, dies ist ohne Zweifel einer der besten Superheldenfilme, die je gemacht wurden. Ein Klassiker. Innovatives Storytelling, fantastische Action-Szenen und eine großartige Besetzung. So viele nerdige Details. Am Ende hatte ich Tränen in den Augen. Alles was man sich von einem Superhelden-Film wünscht und mehr!“

DC’s #TheFlash is TREMENDOUS! Forget DC, it is without a doubt among the best superhero films ever made. An all-timer. Inventive storytelling, FANTASTIC action sequences, great cast. SO MANY nerdy details. I’m in tears at the end. Everything you want from a superhero film & more pic.twitter.com/xYSn0zuXMm

— Erik Davis (@ErikDavis) April 26, 2023

Auch Chris Bumbray von JoBlo.com unterstreicht den Hype:

„Komm gerade aus The Flash auf der CinemaCon. Traut ruhig dem Hype, Leute – wahrlich einer der besten Superhelden-Filme. Ezra Miller mal 2, Sasha Calle und Michael Keaton. Fast perfekt und einer der besten Filme dieser Art, die man sich nur wünschen kann.“

Just out of #TheFlash at CinemaCon. Believe the hype folks – truly one of the great superhero movies. Ezra Miller (x2), Sasha Calle and MICHAEL KEATON. It’s pretty perfect and one of the best films of this type you could ever hope to see.

— JoBlo.com (@joblocom) April 26, 2023

Mike M. von „The Nerds of Color“ sah neben einem guten Film auch einige Fremdschäm-Momente, die er wohl auf den Hauptdarsteller zurückführt:

„The Flash ist ein guter Film mit richtigen Fremdschäm-Momenten. Alles mit Batman und Supergirl ist unglaublich gut! Die Easter Eggs auch. Aber Millers Darbietung hat mich genervt – und dann gibts davon auch noch zwei. Die Action und Emotionen sind wunderbar. Der Humor sicher nicht.“

#TheFlash is a good movie with really cringe moments. Everything with Batman & Supergirl is incredible! The Easter eggs too. But Miller's performance was annoying for me, and there's 2 of them here. The action and emotion are wonderful. The comedy is not. -Mike M #TheFlashMovie pic.twitter.com/GM4r6XagxK

— The Nerds of Color (@TheNerdsofColor) April 26, 2023

Umberto Gonzales von The Wrap fühlt sich gehyped:

„Traut dem Hype! Abgesehen von Christopher Nolans Filmen ist The Flash der beste DC Film der letzten 30 Jahre und gehört in eine Reihe von Superman ’78 und Batman ’89. Der Film ist bahnbrechend für das Superhelden-Genre und ehrt die DC-Geschichte der vergangenen Jahre.“

BELIEVE THE HYPE! Christopher Nolan movies aside, #TheFlashMovie is the GREATEST DC movie of the last 30 years that belongs in the same conversation as SUPERMAN 78 and BATMAN 89. The movie breaks incredible new ground in superhero cinema & honors DC lore of years past. #TheFlash pic.twitter.com/zGkhpfjlsl

— Umberto Gonzalez (@elmayimbe) April 26, 2023

Filmkritiker Jeff Sneider geht bei dem ganzen Hype nicht mit:

„The Flash: Die erste Stunde ist einfach fantastisch und trifft den perfekten Ton. Ezra ist großartig. Heldenhaft. Witzig. Emotional. Die letzte Stunde ist größtenteils schrecklich. Ein völliges Durcheinander, was einen fragen lässt: „Was zur Hölle geht hier ab?“. Einmal mehr Fan-Service und das DC Schurkenproblem. Insgesamt eine bunte Mischung.“

THE FLASH: First hr is pretty fantastic. Strikes the perfect tone. Ezra is great. Heroic. Funny. Emotional. The last hr is MOSTLY terrible. Just an utter mess that’ll leave you asking, “what the HELL is going on?” Fan service & DC villain problem strike again. Mixed bag overall.

— Jeff Sneider (@TheInSneider) April 26, 2023

Germain Lussier von Gizmodo und io9 sieht die Stärken des Films, deutet aber auch Schwächen an:

„Jap. The Flash ist so gut, wie es die Gerüchte verheißen. ‚Zurück in die Zukunft‘ trifft auf ‚Spider-Man: No Way Home‘ – mit dem Humor und Herz des ersteren und der Action und Überraschungseffekt des letztgenannten. Vielleicht ein Stück weit überambitioniert, aber letztendlich unglaublich befriedigend, herzerwärmend und spassig.“

Yup. #TheFlash is as good as rumored. It’s Back to the Future meets Spider-Man: No Way Home with all the humor & heart of the former and action and surprises of the latter. If anything, it might be a tad too ambitious but it’s also just incredibly satisfying, heartwarming & fun. pic.twitter.com/Yysb9mjiAm

— Germain Lussier (@GermainLussier) April 26, 2023

„The Flash“ startet am 15. Juni 2023 in den deutschen Kinos. Regie führt Andy Muschietti („Es“) nach einem Drehbuch von Christina Hodson („Birds of Prey“). In den Hauptrollen sind Ezra Miller als The Flash/Barry Allen, Michael Keaton als Batman/Bruce Wayne und Sasha Calle als Supergirl zu sehen. Auch Ben Affleck wird als Batman/Bruce Wayne zu sehen sein. Mit weiteren Gastauftritten ist eventuell zu rechnen.

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Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

12 Kommentare

  1. Cloud sagt:

    Was genau ist den das „DC Schurkenproblem“ ?

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    • Avatar-Foto Bernd sagt:

      Wohl die landläufige Meinung, das es seit „Wonder Woman“ keine nennenswerten Schurken mehr gab, die schlecht aufgebaut werden um dann im Finale verheizt zu werden.

    • Two-Face sagt:

      Hahahha…. 🙂 Genau das wollte ich nach dem lesen der Meinungen oben auch schreiben.
      Gut das ich die Kommentare vorher nochmal durch geschaut habe. Ein DC Schurkenproblem ist mir auch nicht bekannt. DC hat meiner Meinung nach eine der besten Schurkenriege überhaupt.

      Wenn ich mir das alles so durch lese in Kombination mit den ganzen Trailern. Bin ich schon mega hyped.

      ACHTUNG SPOILER: Wenn Batfleck im Trailer sagt: „Barry, unsere Narben machen uns erst aus…“ und dazu die Musikuntermahlung, da bekomme ich Gänsehaut….

      Das einzige was mir noch nicht ganz so gut gefällt sind die Effekte. Aber wie hier oben in der Meldung erwähnt wurde wird ja an denen noch gearbeitet. Das freut mich sehr und lässt hoffen für den fertigen Kinofilm.

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      • Florian sagt:

        „DC hat meiner Meinung nach eine der besten Schurkenriege überhaupt.“

        Darum geht es ja nicht. Es geht darum das Potenzial verschenkt wurde. Vergleich das mal mit Thanos aus dem MCU, der wurde in mehreren Filmen aufgebaut, das findest du vielleicht mit Ausnahme (und viel Augen zukneifen) von Harley Quinn im alten DCEU nicht.

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      • Two-Face sagt:

        Naja, „DC Schurkenproblem“ verstehe ich halt irgendwie so als würde es bei DC Comics keine interessanten Schurken geben. Alleine der Joker wischt mit sämtlichen Marvel Schurken den Boden auf.
        Ich weiß Thanos wird immer als Marvel Paradebeispiel genannt. Und ich mochte ihn auch. Keine Frage. Aber was den „Aufbau“ über mehrere Filme betrifft… Er kam halt hier und da mal kurz in Post Credit Scenes vor oder wurde mal namentlich erwähnt.
        Das ist jetzt für mich auch nicht der revolutionäre Aufbau für einen Antagonisten.
        Und wenn man mal die Motivation von Thanos runter bricht, dann ist die Idee alle Lebewesen auf die Hälfte zu reduzieren auch eher Kindergartenlogik, noch dazu wenn man einen Handschuh hat der einem quasi Allmacht verleiht.
        Was dann von Thanos noch übrig bleibt, und das hat zugegebenermaßen richtig gut funktioniert, ist das man bei ihm vergisst das er eine am Computer generierte Figur ist. Da hat Disney richtig geklotzt und in Kombination mit Josh Brolin hat das dann richtig gut funktioniert. Dagegen sehen Steppenwolf oder Darkseid halt eher nach Computerspiele Charaktere aus. Im Snyder Cut würde es etwas besser, aber halt nicht das Level von Thanos.
        Ich finde DC Schurkenproblem das falsche Wort. Es hat ja auch keiner eine Chance bekommen einen Schurken über mehrere Filme aufzubauen…
        Ist aber nur meine Meinung

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      • Florian sagt:

        „Naja, „DC Schurkenproblem“ verstehe ich halt irgendwie so als würde es bei DC Comics keine interessanten Schurken geben“

        Wie gesagt, das ist mitnichten gemeint.

        „Ich finde DC Schurkenproblem das falsche Wort. Es hat ja auch keiner eine Chance bekommen einen Schurken über mehrere Filme aufzubauen…“

        Ja, weil die Filme (außer „Wonder Woman“ und „Aquaman“) nicht den gewünschten Effekt an den Kinokassen und der Kritik gehabt haben. Von der fehlenden Konsistenz dieses Universums mal abgesehen. Zuletzt hat es tatsächlich James Gunn mit „The Suicide Squad“ und der Serie „Peacemaker“ erst geschafft vielschichtige Figuren bzw. Schurken zu schreiben und auch zu inszenieren.

        Aber um auf das Thema zurückzukommen. Seit „Wonder Woman“ wurde was die Schurken angeht leider sehr viel Potenzial verschenkt.

      • Avatar-Foto Marian sagt:

        @Two-Face: Das was den Ausdruck „DC-Schurkenproblem“ betrifft, hat Flo den Finger drauf. Ich würde da auch nicht Thanos demontieren, der wirklich ein gutes Gegenbeispiel abgibt. Ich finde aber, dass man dem MCU nahezu das Gleiche vorwerfen kann. Welche erinnerungswürdigen Schurken außer den vielmals aufgewärmten Loki und Thanos hatten die denn wirklich (und Ultron … naja).

        Thanos ist ja tatsächlich immer mal angekündigt, aber ja nun in einem ganzen Film aufgebaut worden, um ihn dann im nächsten besiegen zu wollen. So viel Aufbau bekommen wenige Schurken. Hätte Snyder weitergemacht, wäre Darkseid ja ähnlich gut profiliert gewesen.

        Das, was du übrigens als „Kindergartenlogik“ bezeichnest, ist eine extreme Form des Utilitarismus und wird von so einigen, teilweise auch sehr mächtigen Menschen geteilt, die unter anderem erschreckend viel Zeit und Geld in die daraus folgenden malthusianischen Ideen von Geburtenkontrolle oder Ressourcenverteilung investieren (auch wenn einige Ideen da auch in einem akzeptablen ethischen Rahmen durchaus überlegenswert sind ).

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  2. GothamKnight sagt:

    Die ersten Reaktionen waren nach JL 2017 und Black Adam sehr ähnlich oder ? Ich freue mich auf den Film und hoffe das die Kollegen oben recht hatten.

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  3. Cloud sagt:

    Dito. Auf die ganzen Lobeshymnen und Lorbeerenschütterei, gebe ich auch nicht mehr viel. Ich freue mich natürlich trotzdem sehr auf den Film, werde aber mit einer gesunden Skepsis in die Vorstellung gehen. Und ich hoffe, dass ich vielleicht endlich mal wieder einen Film aus dem Hause DC bekomme, bei dem ich sagen kann „ja, den schaue ich mir sofort noch mal an, der war richtig geil“.

  4. Benjamin Souibi sagt:

    Was meinen die mit Fremdschäm-Momenten…??? ?????

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