Robert Pattinson hat in den letzten Wochen mehrfach über „The Batman: Part II“ gesprochen: Über eine radikale Kursänderung, die besondere Stimmung beim Dreh und wie er zu einem Merger mit dem DCU steht. Dann ergab sich plötzlich auch noch die Frage, ob er den Joker spielen würde.
Den Auftakt machte Sebastian Stan, der in mehreren Interviews Mitte September die Erwartungen an den Film bereits deutlich nach oben schraubte. In dieselbe Kerbe schlug kurz darauf Robert Pattinson in einem TikTok-Video, das Drehbuchautor Mattson Tomlin mit einem schlichten „True“ kommentierte:
„Matt hat einfach dieses erstaunliche Drehbuch geschrieben. Es ist ja schon schwierig, Batman auf diese Weise neu zu erfinden, wie im ersten Film, aber dann nochmal in die völlig andere Richtung zu gehen ist einfach krass. Allein schon auf den Monitoren am Set sieht das alles anders aus als im ersten Film. Es ist eine ziemlich radikale Veränderung des Drehbuchs. Und es ist toll, dass Warner und DC dahinterstehen. Ich glaube, Matt ist der Einzige, dem man das erlauben würde, weil es wirklich eine radikale Neuerzählung ist. Ich glaube, die Leute werden begeistert sein.“
Auf der Pressetour für seinen aktuellen A24-Film „Primetime“ legte Pattinson gegenüber Collider nach:
„Das ist alles so ambitioniert. Ich habe ja schon gesagt, dass der erste Film bereits eine andere Herangehensweise an einen Batman-Film geboten hat und dieser jetzt nochmal eine deutliche Kehrtwende gegenüber dem ersten vollzieht. Aber irgendwie bewahrt er doch Elemente der ursprünglichen Atmosphäre. Es wirkt echt ehrgeizig und ich bin gespannt, wie der Film am Ende aussieht.”
Über die Zusammenarbeit mit Matt Reeves sagte Pattinson weiter:
„Das Drehbuch ist unglaublich anspruchsvoll. Er ist einfach einer dieser Regisseure, bei dem man sofort merkt, dass er das gesamte Ding bereits im Kopf hat. […] Es gibt so viel darin, dass es fast unmöglich ist, das Ganze zu erfassen. Aber jedes Mal, wenn man denkt, irgendetwas sei nur ein kleines Detail, stellt sich heraus: Er weiß genau, was er damit machen will. Das ist einfach unglaublich cool.“
Wie oben zu sehen, saß Pattinson auf der Pressetour für „Primetime“ gemeinsam mit seinem Co-Star Skyler Gisondo, der bekanntlich als Jimmy Olsen im DCU auftritt und demnächst auch in der Serie „The People vs. Gorilla Grodd“ zu sehen sein wird. Die naheliegende Frage, wie sich Pattinsons Batman wohl neben solch weniger düsteren Figuren machen würde, beantwortete er gegenüber dem Magazin LADbible zunächst mit dem Scherz, er würde die anderen Charaktere einfach ernster machen. Dann aber wurde er grundsätzlicher:
„Ich glaube, es wäre ziemlich schwierig, diese Version von Bruce außerhalb dieser Welt zu zeigen. Es ist eine der wenigen Figuren, bei denen das so ist. Einerseits wegen der langen Drehs, aber auch wegen dieser ganz spezifischen Stimmung, die einen völlig vereinnahmt.“
Dass er das so empfindet, erkläre sich aus der Dreherfahrung. Gedreht wurde „The Batman“ größtenteils in einer Halle in Watford (ca. 25 km von London entfernt). Der Schauspieler beschreibt acht Monate Dreh, praktisch ohne Tageslicht und ziemlich abgeschnitten von der Welt.
„Ich erinnere mich, dass mir das beim letzten Mal so ging und es hat eine Weile gedauert. Man befindet sich die ganze Zeit im Dunkeln. Sowohl was die Stimmung als auch was das Licht angeht. Ich konnte monatelang so gut wie nichts sehen. Das hinterlässt Spuren. Man fühlt sich danach irgendwie seltsam.“
Scherzhaft fügte er hinzu, wenn Bruce in einen anderen DC-Film käme, würde er sich hinter seinen Händen verstecken und rufen: „Ich kann nichts sehen.“
Schließlich ergab sich bei Entertainment Weekly noch eine – auf den ersten Blick etwas absurd wirkende – Frage an Robert Pattinson, nämlich, ob er es in Betracht ziehe, auch mal den Joker zu spielen. Dem war vorausgegangen, dass eine Menge an Kommentatoren große Ähnlichkeiten zwischen seiner Hansen-Darstellung in „Primetime” und dem Clownprinz des Verbrechens sahen. Pattinson daraufhin:
„Oh Mann, der Joker ist so ein großartiger Part, aber Barry [Keoghan] ist für diese Rolle genau der Richtige.
[…]
Es war für mich ein großes Vergnügen, diese Szene mit ihm zu drehen. Ich habe Barry wirklich sehr gern und ich finde, dass er ein fantastischer Schauspieler ist. Es hat mir großen Spaß gemacht, all diese Dinge mit ihm zu machen. Aber ja, ich will, dass er das weitermacht. Das finde ich viel interessanter.”

Gemeint ist die bekannte Deleted Scene aus „The Batman“, in der Pattinsons Batman Barry Keoghans Joker in Arkham Asylum aufsucht. Ob Keoghan in „The Batman: Part II“ zurückkehren wird, ist weiterhin offen. Auf die direkte Frage antwortete er im April in einem WIRED-Interview lediglich: „Ich kann diese Frage wirklich nicht beantworten.“
The Batman: Part II startet am 18. Februar 2028 in den amerikanischen Kinos, in Deutschland voraussichtlich am 17. Februar 2028.


