Review: Supergirl

“And that’s when I learned that far-off gods are fine for prayer, and I judge no person who seeks comfort in the infinity of the heavens. But here below, when the demons come in close, you’re better off just relying on the staunch will of a good woman.“ (Tom King, „Supergirl – Woman Of Tomorrow“)

Endlich ist es so weit: Am Donnerstag startet Supergirl (2026) von Regisseur Craig Gillespie in den Kinos. Es handelt sich hierbei um den zweiten filmischen Eintrag im neuen DC Universe von James Gunn. Doch der Film schlägt eine Richtung ein, die dann doch ganz anders ist, als man es im Vorfeld erwartet hätte.

© Warner Bros./DC Studios

Handlung:

In Supergirl (2026) absolviert Kara Zor-El, die Cousine von Superman, ihren ersten Einsatz im neuen DC-Filmuniversum. Das Abenteuer widmet sich der Entstehungsgeschichte der Weltraumnomadin und ihren prägenden Erfahrungen. Kara wird hierbei als willensstark, abgeklärt und nicht selten etwas leichtsinnig dargestellt. Dennoch strahlt sie eine ganz eigene Art von heroischer Kraft aus – stets aufrichtig, authentisch und nach ihren eigenen Prinzipien handelnd.

Als jedoch ein skrupelloser Gegner auftaucht, schließt sich Kara widerwillig mit einem ungewöhnlichen Verbündeten zusammen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine epische Reise quer durch das Weltall. Dabei versuchen sie, das eigene Verlangen nach Rache mit dem Kampf für Gerechtigkeit in Einklang zu bringen – und zugleich das Leben von Karas treuestem Begleiter, dem Hund Krypto, zu retten. Am Ende beweist Supergirl, dass es nicht immer einfach ist, das Richtige zu tun – und dass dabei längst nicht alles glattlaufen muss.

Regie und Stil

Innerhalb des neuen DC-Universums positioniert sich der Film erfolgreich als echtes, eigenständiges Werk. Positiv fällt auf, dass die Inszenierung nicht zu stark von James Gunns Handschrift dominiert wird, sondern Raum zum Atmen hat. Die Regie von Craig Gillespie erweist sich dabei vor allem als grundsolides Handwerk. Der Film ist visuell und erzählerisch sauber umgesetzt, verzichtet jedoch auf eine radikal eigene, künstlerische Handschrift, die ihn stilistisch komplett aus der Reihe tanzen ließe.

Das Genre: Ein Sci-Fi-Western

Supergirl entpuppt sich im Kern als ein klassischer Western im Weltraum-Gewand. Das ist im Grunde kein Wunder, denn genau wie die gefeierte Comicvorlage basiert auch die filmische Umsetzung lose auf dem berühmten Roman „True Grit“. Damit schließt sich der Film an eine Erzählung an, die bereits zweimal Kinogeschichte geschrieben hat. Gillespie übersetzt die klassischen Western-Motive – die raue Welt, die Suche nach Vergeltung und die ungewöhnliche Zweckgemeinschaft – erstaunlich konsequent in die unendlichen Weiten des Alls.

Atmosphäre & Tonalität

Der gesamte Film wirkt weitaus weniger bunt als beispielsweise der letztjährige Superman von James Gunn. Stattdessen präsentiert sich alles ein wenig dreckiger, rauer im Ton und stellenweise auch deutlich brutaler. Gillespie zeigt uns hier definitiv keine heile Welt. Wir erleben das Weltall stattdessen als einen unbarmherzigen Ort voller Gefahren, skurriler Typen und schräger Momente – ein Kosmos, in dem einem an jeder Ecke wirklich böse Dinge widerfahren können.

© Warner Bros./DC Studios

Kamera & Action-Choreografie

Auch von der technischen Seite weiß der Film zu überzeugen. Kameramann Rob Hardy liefert schöne, oft stark desaturierte Bilder ab, die den rauen Western-Look perfekt unterstreichen. Man erkennt immer wieder visuelle Referenzen zu Endzeitfilmen im Stil von Mad Max. Die visuelle Gestaltung bleibt dabei stets übersichtlich; man verliert selbst in den dynamischsten Momenten nie den Überblick. Das ist besonders wichtig, denn der Film bietet sehr viel Action. Diese wurde glücklicherweise nicht nur vernünftig choreografiert, sondern von der Kamera sauber eingefangen.

Visuelle Effekte & CGI

Bei den visuellen Effekten gibt es Licht und Schatten. Zum Großteil sind die Effekte absolut gelungen und betten sich gut in die raue Sci-Fi-Welt ein. Leider sieht man dem Film allerdings auch viel zu oft den Einsatz von Stagecraft an. Von der  LED-Bühnentechnik wurde meiner Meinung nach etwas zu übertrieben Gebrauch gemacht, was mir im fertigen Film leider immer wieder unschön ins Auge gefallen ist. Letztendlich erwartet uns hier solider Standard mit einigen deutlichen Schwächen.

© Warner Bros./DC Studios

Pacing & Filmschnitt

Leider merkt man dem Werk an manchen Stellen jedoch an, dass es im Schneideraum etwas zerschnitten wurde. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass viele Szenen ursprünglich deutlich länger geplant oder als zusammenhängender Block gedacht waren. Hier wurde offenbar nachträglich stark eingekürzt, um dem Film mehr Tempo aufzuzwingen – ein Eindruck, dem ich mich über die Laufzeit hinweg kaum erwehren konnte. Das gilt auch für die Schlussszene. Sie passt zwar inhaltlich völlig in den Film, ist für mich auch ein wunderbarer Fan-Moment, wirkt aber inszenatorisch so, als ob sie erst später geplant, nachträglich aufgenommen und eingefügt wurde.

Die Filmmusik

Bei der Musik erwartet uns ebenfalls leider nur Standardkost. Vom Originalscore der Komponistin Claudia Sarne ist mir nicht wirklich etwas hängen geblieben. Das ist im Grunde kaum verwunderlich, gab es doch bereits im Vorfeld erhebliche Turbulenzen hinter den Kulissen, bei denen gleich zwei renommierte Komponisten – Ramin Djawadi und Junkie XL – ausgetauscht wurden. Schlecht ist die Musik am Ende zwar nicht, und sie passt sich den jeweiligen Szenen auch solide an, aber ein echter Ohrwurm oder ein prägnantes Thema, das im Gedächtnis bleibt, fehlt dem Film dadurch völlig.

© Warner Bros./DC Studios

Schauspiel & Charaktertiefe

Milly Alcock erweist sich für mich als perfekte Wahl für die Rolle der Kara Zor-El. Die junge Schauspielerin liefert eine emotional unglaublich dichte und glaubhafte Performance ab, die lange nachwirkt. In ihrem Gesicht spiegeln sich Trauer, Wut, Angst und Verletzlichkeit – oft alles in einem einzigen Moment. Dadurch unterscheidet sich dieses Supergirl fundamental von Superman. Der Film geht intensiv auf ihre traumatische Hintergrundgeschichte ein und zeigt uns eine Heldin, welche die schreckliche Tragödie um den Untergang Kryptons im Gegensatz zu ihrem Cousin ganz anders und vollkommen bewusst miterleben musste.

Die Chemie der Hauptdarstellerinnen

Auch ihre Partnerin, die junge Newcomerin Eve Ridley in der Rolle der Ruthye, liefert eine absolut großartige Performance ab. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen ist das emotionale Herzstück des Films. Sie harmonieren perfekt miteinander und tragen die Geschichte mit ihrer spürbaren Chemie mühelos über die gesamte Laufzeit.

© Warner Bros./DC Studios

Der Antagonist und die Briganten

Ein spürbarer Schwachpunkt des Films liegt für mich jedoch in der Zeichnung des Antagonisten. Trotz des Talents von Matthias Schoenaerts bleibt seine Figur in einer extremen Eindimensionalität gefangen; das Drehbuch gibt ihm schlicht zu wenig Futter, um eine echte, bedrohliche Tiefe zu entwickeln. Durch diese flache Charakterisierung geraten zwangsläufig auch die von ihm angeführten Briganten zu reinen Schablonen. Dem Publikum wird völlig vorenthalten, was diese Gruppierung eigentlich antreibt. Außer den üblichen Klischees erfahren wir weder warum sie so skrupellos agieren, noch, was ihre tieferen Beweggründe sind. Diese Eindimensionalität schadet dem Film vor allem im großen Finale. Weil Schoenaerts’ Antagonist und seine Gefolgschaft so gesichtslos und unmotiviert bleiben, fällt es schwer, das Ende des Films emotional vollends zu akzeptieren oder das Gezeigte so stehenzulassen.

Lobo: Ein unnötiger Fan-Service?

Auch der Auftritt von Fanliebling Jason Momoa als Lobo ist in meinen Augen letztlich nicht nötig gewesen. Ein kleiner Trost: Im Gegensatz zu den ersten Trailern sind die Szenen mit Lobo glücklicherweise nicht zu übertrieben auf Comedy getrimmt. Die Figur hat durchaus einen ernsten Unterton und wirkt im fertigen Film weitaus grausamer, als es das Marketing vermuten ließ. Trotzdem bleibt sein Einsatz für die eigentliche Story komplett bedeutungslos. Er zieht die Handlung unnötig in die Länge und bietet in dieser Form schlicht keinen echten Mehrwert für den Film.

© Warner Bros./DC Studios

Superman und Krypto

Ein weiteres Highlight des Films ist der Gastauftritt von David Corenswet als Superman. Corenswets Casting erweist sich einmal mehr als fantastisch und unterstreicht, wie goldrichtig diese Besetzung für das DCU ist. Er spielt den Mann aus Stahl wunderbar nahbar, beinahe schüchtern, während er versucht, Kara und ihren Hund Krypto auf der Erde zu begrüßen. Er will ihr helfen, einen Platz in dieser Welt zu finden, muss aber erkennen, dass er sie ihren eigenen Weg gehen lassen muss. Hier wird auch die fundamentale Bedeutung von Krypto wichtig, denn nicht nur bringt er die Story des Films in Gang, sondern er ist Supergirls emotionaler Anker, das Letzte, was ihr von ihrer Heimat geblieben ist.

Fazit

Letztendlich ist Supergirl ein unterhaltsamer Kinofilm, der weniger als klassischer Superhelden-Blockbuster funktioniert, sondern vielmehr als stimmungsvoller Western im Weltall. Der Film glänzt mit tollen Charaktermomenten – allen voran Milly Alcock, die fantastisch spielt und die Titelheldin mit spürbarem Herz, Seele und Verstand verkörpert.

Dass der Film für mich dennoch spürbar schwächelt, liegt am Drehbuch, am teilweise etwas unmotivierten Schnitt und einem leider sehr beliebigen, austauschbaren Score. Als lose Adaption von Tom Kings Comic-Vorlage gelingt es ihm zwar, spannende Motive und Fragestellungen aufzugreifen, doch ausgerechnet auf der Zielgeraden stolpert die Erzählung. Das veränderte Ende ist erzählerisch extrem diskussionswürdig und krankt an einigen unausgereiften Ideen, die für mich nicht vernünftig zusammenpassen wollen. Dem Film hätten hier 20 Minuten weniger Lobo sichtlich gutgetan. Wäre diese Laufzeit stattdessen in eine tiefere Storyline für Matthias Schoenaerts’ Antagonisten und die Briganten investiert worden, hätte das Finale die nötige Tiefe gehabt, um wirklich zu funktionieren.

So bleibt unterm Strich ein handwerklich nicht in allen Punkten überzeugender, eigenständiger DCU-Einstand mit einer großartigen Hauptdarstellerin, der sich durch sein erzählerisches Ungleichgewicht am Ende jedoch ein gutes Stück weit selbst ausbremst.

Wertung: 5,5 von 10 Punkten

“Krypton did not die in a day, the gods are not that kind” (Tom King, „Supergirl – Woman Of Tomorrow“)

Gerd
Gerd
Grumpy Old Man, Mediengestalter Bild- und Ton, Film- und Superheldenfan seitdem ich laufen kann. Begeisterter Hobbypodcaster bei www.batmannews.de.

12 Kommentare

  1. Lobo macht Jason Momoa Sachen. Definitiv kein familienfreundlicher Film, aber ich bin weiterhin im Team Krypto! 👌

    1
  2. interessant ich sehe die selben Stärken und Schwächen in diesen Film. Aber bei mir überwiegt halt dann doch der unterhaltsame Faktor. Die Dinge die mir gefallen sind zu gut als das ich diesen Film „nur“ ne 5,5 /10 gebe. Ich bin da eher bei einer 7/10 aber sicher auch ohne Fanherzbonus bei einer 6,5/10.
    Ansonsten aber eine gute Review und die Kritikpunkte die hier aufgezählt wurden sind definitiv da.

    5
  3. Extra nochmals den Comic gelesen. der mir damals gut gefallen hat. ich freue mich darauf und bin gespannt wie lösen die Story erzählt wird.

  4. Habe ihn gestern gesehen und er hat mir gut gefallen. Ich hatte auch bedenken das es mir zu bunt oder zu flippig wird, aber das war nicht der Fall.

    Lobo sehe ich eher als Einführung an und denke es ist deshalb in Hinblick auf das DCU, keine verschwendete Filmzeit.

    Persönlich fände ich es gut wenn Supergirl und Batman sich irgendwann 2029 mal einen Film teilen. Das hätte irgendwie etwas neues.

    7.5/10

    5
  5. Sehr gute und ausführliche Review. Danke dafür. Der Trailer hatte mich schon etwas neugierig gemacht. Aber als ein eh nicht so riesiger Superhelden Fan werd ich mir glaub den Gang ins Kino sparen und den Film mal entspannt Zuhause anschauen

  6. Ich war Dienstag drin und es war leider sehr leer.
    Aufgrund der durchwachsenen Kritiken hatte ich meine Erwartungen etwas runtergeschraubt, war dann aber doch positiv überrascht 🙂

    Ich glaube viele Kritiker waren etwas übersättigt, weil sie auch den ganzen Marvel-Kram angesehen haben (berufsbedingt oder aus persönlichem Interesse).
    Ich hab zwar auch vieles davon gesehen, aber nicht alles. So richtig Herzblut hab ich im Superheldengenre nur für DC, deshalb hab ich die Marvel-Sachen nur einmal gesehen und vieles auch wieder vergessen.

    Ich bin allerdings auch großer Star Wars Fan, deshalb möchte ich Supergirl einmal mit The Mandalorian and Grogu vergleichen.
    Beide Filme sind sicherlich keine Meisterwerke.
    Bei Mando und Grogu hatte ich die Erwartung, dass ich den Film zwar nicht sehr gut, aber zumindest gut finden würde. Leider kam ich dann doch recht ernüchtert aus dem Kino. Bis auf die (Wieder-)Einführung von Rotta hat mir der Film kaum etwas neues geboten, und schwankte für mich irgendwo zwischen so gerade noch befriedigend und ausreichend. Also Schulnote 3- bis 4+, was wohl 6/10 Punkten entsprechen würde.

    Supergirl hingegen fand ich gut. Vieles war sehens- und erzählenswert. Ich hab Lust den Film irgendwann noch mal zu sehen und ich möchte auch mehr davon sehen.
    Klar hat der Film Schwächen.
    Aber ich freue mich, dass der Film existiert.
    Mando and Grogu hingegen würde ich kaum vermissen, würde der Film aus der Realität gelöscht.
    Supergirl gebe ich daher eine 2- als Schulnote, was ich mit 8/10 oder 7,5/10 Punkten übersetzen würde.

    Empfehlung für DC-Fans, die nicht von Marvel übersättigt sind.

    *Mir ist klar, dass meine Bewertung überhaupt nicht analytisch war, das überlasse ich anderen.
    Mir ging es eher darum, für welche Art von Publikum der Film etwas sein könnte 🙂

    6
  7. Leider konnte ich nicht im Kino sehen, es wird, wahrscheinlich wird auf Prime Video hinaus laufen. Aber möchte etwas über Milly Alcock sagen, weil sie im Netz als Neandertalerin und als Hässlich beschrieben worden ist. Als ich House of Dragon gesehen habe und Milly als junge Rhaenyra Targaryen. Dann war sie für mich Supergirl. Ich habe sie mir angeschaut dachte mir, wenn sie etwas älter wird wäre sie das Perfekte Supergirl. Sie hat die Präsenz, das Charisma und diese Figur zu spielen.

    3
    • Die [gelöscht] sind mal wieder im Netz unterwegs. Ich frage mich immer woher das kommt. Hatte das auch gelesen. [gelöscht]

  8. Freunde, wenn es euch stört, wenn sich andere Menschen abwertend und beleidigend über Andere äußern, dann tut euch und uns doch den Gefallen, nicht selber beleidigend zu werden; vor allem nicht mit Begriffen, die eindeutig vorbelastet sind.

    4
    • Nur damit es nicht missverstanden wird: Die unangebrachte Beleidigung von mir ging nicht an Sören, sondern an die Leute die die Supergirl Schauspielerin Milly herabwerten.

  9. So, komme gerade aus „Supergirl“ und fand den Film um einiges besser als die ganzen Kritiken (z.B. auf. YouTube usw..) vermuten ließen. Gerds Kritik kann ich zwar nachvollziehen, bin aber bei einigen anderer Meinung.

    Es ist ein eher kleiner Film, nur die Einführung von Supergirl und nebenbei noch ziemlich originell die Vorgeschichte von Superman quasi durch die Hintertür.

    Ja, bis auf Kara gab es kaum Charaktertiefe und auch der Antagonist blieb blass. War bei Mad Max und derartigen Filmen ja meist ähnlich. Aber hier war es eigentlich auch nicht nötig weil es abgelenkt hätte. Der Film macht nämlich genau das was er soll. Er vertieft das Franchise, stellt über Kara die Welt der Kryptonier vor, auch für alle Nicht-Nerds. Quasi Worldbuilding pur. Er ist im Gegensatz zu BvS damals einfach ein Mosaikstein des neuen Universums, baut langsam diese Welt rund um Clark, seinen Hintergrund, seine Kräfte und seine Familie samt Weltsicht weiter auf – alles aus den Augen seiner Cousine.

    Dabei fokussiert sich der Film eigentlich auf Kara, ihre Traumata und Probleme. Es wird quasi eine Comming-of-Age Story erzählt in einer Mischung aus MAD Max und Space Opera, ohne wirklich Episch zu werden. Statt dessen wird gezeigt wie die in innerer Teauer und Selbstmitleid versunkene Kara reift. Manche sollen ja einem Kind, das Verantwortung lernen soll, ein Haustier anvertrauen. Das hat mit Krypto bei Kara ja weniger geklappt. Dafür bekommt sie Ruthy anvertraut und lernt – gezwungenermaßen.

    Ist das besonders originell? Nein!
    Aber es ist mMn effektiv und einem wächst Kara nach und nach ans Herz. Ich würde gerne mehr von ihr sehen.

    Die Rückblenden fand ich stimmig und an den passenden Stellen eingebunden. Einzig die Musik fand ich absolut nichtssagend und eine Frechheit. Damit meine ich nicht nur den Score sondern auch den Großteil der Songs, die nicht immer zu den Szenen gepasst haben.

    Ansonsten hat der Film nicht weniger Logiklücken und Unstimmigkeiten als in anderen Filmen dieser Art. Er unterhält sehr gut und baut das DCU weiter langsam auf. Daher hat er für mich fast alles richtig gemacht.

    Mag sein, dass manche andere Erwartungen hatten und ich kenne auch die Comicvorlage nicht, aber als Film funktioniert er für mich. Klar, erkennbar eine Auftragsarbeit, wenig originell, aber mit Charme. Wenn ich das mit Filmen des Snyderverse vergleichen soll, würde ich den ersten Shazam als Vergleich nennen. Der war noch gut, hatte Charme und nette Ideen, erweiterte die Welt ein wenig ohne wieder eine große Geschichte erzählen zu müssen und ließ auf mehr hoffen. Ich würde mich freuen wenn die Fortsetzungen hier besser werden als es beim Snyderverse der Fall war. Dort ging es danach ja leider steil bergab (mit Ausnahme vom SnyderCut und vielleicht noch den zweiten Suicide Squad)…

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