Da Matt Reeves derzeit aus familiären Gründen nicht am Set sein kann, springt Oscar-Preisträger Steven Soderbergh ein, um die letzten Wochen der Hauptdreharbeiten zu beenden. Reeves bleibt Regisseur und übernimmt dann angabegemäß die Postproduktion.
In der Nacht berichtete Deadline, dass Regisseur Steven Soderbergh die verbleibenden Dreharbeiten zu The Batman: Part II leiten wird.

Die Produktion war Anfang Oktober pausiert worden, nachdem Regisseur Matt Reeves sich aus persönlichen Gründen zurückziehen musste. Soderbergh, der sich selbst als Bewunderer von Reeves‘ Arbeit bezeichnet, hat seine Hilfe angeboten und wird für die finalen Wochen der Hauptdreharbeiten in London im Regiestuhl Platz nehmen. Reeves bleibt währenddessen aus der Ferne involviert und wird die Post-Production übernehmen, sobald er dazu bereit ist.
Die DC Studios veröffentlichten dazu folgendes Statement:
Während Matt Reeves sich weiterhin um eine familiäre Angelegenheit kümmert, wird Steven Soderbergh, als Bewunderer von Matts Arbeit, mit voller Unterstützung der DC Studios einspringen, um dem Autor und Regisseur zu helfen, die letzten Wochen der Hauptdreharbeiten zu The Batman: Part II abzuschließen. Matt und Steven werden eng mit den Schauspielern und der Crew zusammenarbeiten, um Matts Vision des Films zu verwirklichen.
Matt Reeves selbst stellte dann auf X klar, dass er das Projekt keineswegs verlässt und dankte Soderbergh dafür, ihm in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen:
James Gunn bekräftigte auf Threads:
View on Threads
Matt ist nach wie vor der Regisseur von „The Batman 2″ und wird es immer bleiben. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie zutiefst dankbar und bewegt wir von Stevens Angebot sind, ihm dabei zu helfen, seine Vision zu vollenden.
Steven Soderbergh gilt als einer der vielseitigsten Regisseure Hollywoods. Er gewann den Oscar für die beste Regie für Traffic (2000) und ist bekannt für Filme wie Erin Brockovich, die Ocean’s-Trilogie, Magic Mike, Logan Lucky und zuletzt Black Bag. Er soll zudem ein äußerst effizienter Filmemacher sein, der sowohl Low-Budget-Produktionen als auch große Studio-Filme stemmen kann.
Auch er meldete sich per Pressemitteilung selbst zu Wort:
Ich fand Matt Reeves‘ Arbeit an „The Batman“ wirklich beeindruckend; sie war durchdacht, präzise und äußerst stimmig. Das Ziel ist es nun, gemeinsam mit Matt und seinem Team Material zu drehen, das sich nahtlos in die bereits vollendeten Aufnahmen einfügt, damit Matt seinen Film angemessen fertigstellen kann.
Laut Berichten stehen noch etwa zwei Monate Drehzeit aus. Ob die Pause und Soderberghs Einsatz Auswirkungen auf den geplanten Kinostart haben, kann man laut Deadline aktuell noch nicht sagen.
The Batman: Part II soll am 17. Februar 2028 in die deutschen Kinos kommen.



Entgegen der Umstände, wie es dazu kam, ist dies eine Neuigkeit, die ich mal richtig interessant, positiv und vielversprechend finde!
Einer meiner Lieblingsfilme ist „Out Of Sight“ von 1998, in meinen Augen ebenso Soderberghs bester Film. Besonders mag ich den Film auch wegen seiner Kinematografie. Bildsprache, Farben und Bildkomposition in dem Film sind absolut grandios. Auch „Traffic“ ist superb, und zumindest der erste Ocean’s Film für ein Mainstream-Projekt noch recht gut gelungen und umgesetzt.
Auch wenn Soderberghs „Spätwerk“ so ab 2005 nicht mehr an seine 90er Produktionen herankommt und mich die letzten Filme von ihm sehr enttäuscht haben, er hat zumindest nicht verlernt, Bildkompositionen toll umzusetzen.
Ich kann mir daher gut vorstellen, dass sein und Reves im ersten Teil begonnener visueller Stil sehr gut miteinander harmonieren, gerade was die Verwendung von Licht und Schatten betrifft und Bildkompositionen.
Diese Neuigkeit macht mich nun zum ersten Mal wirklich neugierig auf Teil 2!
Ich hab erst diese Woche zufälligerweise „Logan Lucky“ zum ersten Mal gesehen und muss sagen, dass ich den ziemlich gelungen fand, da Soderbergh die meisten Plotholes einfach durch Weglassen bestimmter Details umfahren hat. Das hat mir schon irgendwie Respekt abverlangt 😅 Ich nehme den eigentlich als ziemlich entspannten Regisseur wahr, der sich eben auch nicht zu fein ist, z. B. mal bei den Tributen von Panem Second Unit Regisseur zu sein, einfach, weil ihn diese Art von Blockbuster-Produktion interessiert hat. Damit scheint er für mich ein passender Kandidat für diese Übernahme bei TB2 zu sein. Und wie du schon sagst – dieses Mal gleich von Beginn an ohne große Bauchschmerzen.
Falls wer hier in der Runde den Film „Traffic“ von Soderbergh noch nicht gesehen hat, bitte nachholen.
Ich finde das von Warner ehrlich gesagt auch mehr als schwach. Warum kann man einem Regisseur wie Matt Reeves in so einer Situation nicht einfach die Zeit geben, die er braucht? Bei einem A-Liga-Projekt wie The Batman geht es um eine ganz klare künstlerische Handschrift und keinen Fließband-Job, den man mal eben per Schichtwechsel übergibt.
Klar, die Hintergründe kennt man natürlich nicht, aber der Film hat eh schon ewig gebraucht – da hätte man nach der langen Wartezeit mMn auch einfach auf Matt Reeves warten können, statt so eine Hauruck-Aktion zu starten und wieder das halbe Fandom zu verunsichern.
Man hat wohl aus dem DC-Chaos ,( Josstice League) der Vergangenheit absolut gar nichts gelernt.
Fehlte nur noch das Gunn das ganze übernommen hätte, dann wäre ne Vollkatastrophe vorprogrammiert gewesen.
Wie es schon im Artikel steht: Soderbergh hat von sich aus seine Hilfe angeboten, Matt Reeves und Warner haben angenommen. Man kann sich dahinter natürlich weitere Verschwörungen zusammenfantasieren. Aber das ist dann halt lediglich Fan-Fiction.
Hat ja auch niemand von Verschwörung geredet – es geht schlicht ums Prinzip. Nur weil jemand seine Hilfe anbietet, muss man sie bei einem so stark auf einen Regisseur zugeschnittenen Projekt wie The Batman noch lange nicht annehmen. Das ging jetzt innerhalb von knapp zwei Wochen über die Bühne – nach der eh schon ewigen Wartezeit hätte man Reeves da auch einfach den Raum für eine kurze Pause geben können, statt direkt den Regiestuhl durchzureichen. Das hat wenig mit Fan-Fiction, dafür aber viel mit der Hektik solcher Blockbuster-Franchises zu tun.
Aber gut, Warner steht massiv unter Druck und hat extrem viel zu verlieren – vor allem weil Gunns neues DCU bislang nicht so zündet und läuft wie erhofft.