BatCast #108 – Harleen

Heute geht es um die wohl bekannteste Frau des Batman-Universums: Dr. Harleen Quinzel – besser berüchtigt als Harley Quinn!

Dafür nehmen sich Marian und Gerd die Neuinterpretation ihrer Herkunftsgeschichte von Stjepan Šejić vor, die letztes Jahr unter dem Black Label von DC auch bei Panini erschienen ist. Spoiler-Hinweis: Nach einer allgemein gehaltenen Review gehts ab Minute 13 ans Eingemachte!

Die Bände sind weiterhin bei Amazon.de* und im Paninishop erhältlich.

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Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

13 Kommentare

  1. Lars sagt:

    Da ist ja der Cast wieder. War irgendwie verschwunden zwischendurch. Ich weiß nicht so recht. Das Ende schreckt mich etwas ab, wenn ich das so höre. Ich meine 45€ und ein blödes Ende? Hm. Ich überlege noch.

    • Schiller sagt:

      Ja, kann ich gut verstehen. Eine bessere Einordnung als das können wir dir da leider auch nicht bieten ? Vielleicht musst du die Frage „Harleen or not Harleen“ noch ein wenig mit dir rumtragen oder findest das Ganze vielleicht mal irgendwo im Angebot.

      • Lars sagt:

        Angebote bei Buchpreisbindung? Vielleicht ist eine evtl Gesamtausgabe günstiger.
        Habt ihr Erfahrung wie das mit den Preisen der Digitalausgaben ist? Ändern die sich immer mal, oder unterliegen die auch einer Bindung? Das im Auge zu behalten ist ja nicht so gut möglich, falls es da immer Mal Änderungen gibt. Comixologie ist nichts für mich. Ich möchte nur deutsche Ausgaben lesen.

      • Batcomputer sagt:

        Auf dem Gebrauchtmarkt gibt es auch abseits der Buchpreisbindung gut Angebote 😉 Und ja, ich meine mich zu Erinnern, dass Panini auch schon mal digitale Ausgaben zeitweise günstiger rausgehauen hat.

      • Lars sagt:

        Haha. An gebraucht hab ich irgendwie garnicht gedacht. Unterstützt die Branche durch Neuware! ?

      • Schiller sagt:

        Ehrlicherweise meinte ich auch den Gebrauchtmarkt. Panini hat letztes Jahr definitv digitale Comics preiswerter angeboten, das ist aber derzeit nicht mehr auffindbar (kündigen sie ausschließlich über die sozialen Netzwerke an). Bei den diversen Digitalanbietern gibt es aber immer mal Aktionen. Neben Kindle ist da auch izneo zu nennen. Und bei beam-shop.de kannst du dir die verfügbaren Comics auch immer noch als PDF downloaden. Auch alle nicht genannten Anbieter könnten einen Blick wert sein.

  2. Sören sagt:

    Was auch nicht schlecht ist, ist „Joker / Harley: Criminal Sanity“.
    Mit Harley als Profilerin beim GCPD und Joker als Serienkiller den sie Jagd.

    Aber schade das wir kein Harleen #4 nicht bekommen werden, Stjepan Sejic hat mir schon bei Witchblade gut gefallen.

  3. MARIUS sagt:

    Hallo ihr beiden. Danke für diesen informativen Batcast, der mich so angefüttert hat, dass ich mir diese Story doch kaufen werde. Das hätte ich ohne euren angenehmen, respektvollen und fundierten Austausch nicht in Erwägung gezogen! Macht weiter so!

  4. WruceBayne sagt:

    Tolle Arbeit von Marian und Gerd, vielen Dank dafür. Wie deep und psychologisch ihr mit dem Material umgeht ist einfach großartig! Ihr hattet so viele tolle Thesen aufgeworfen, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben, bitte mehr davon!

  5. Joe-Kerr sagt:

    Oweh. Euer Gespräch war so spannend das ich es mir bis zum Ende angehört habe. Dabei hatte ich Harleen noch gar nicht. Der Podcast war wieder mal super. Vor allem weil ich die Bände vorher gar nicht auf dem Zettel hatte. Jetzt kenne ich zwar das Ende. Abre das kannte ich zuvor ja irgendwie auch schon. Mir hat sehr gut gefallen wie ihr Beide das angegangen seid. Sehr tiefgründig. für mich auch ein wenig entspannend. Bitte mehr davon!

  6. Pat sagt:

    Eine schöne Episode! Fand es auch gut, dass ihr nicht immer einer Meinung wart, denn dann kommt nochmal eine zusätzliche Tiefe in die Besprechung um Motive zu diskutieren. Gerne mehr von Comicbesprechungen.

    Ich hatte mir eigentlich vorgenommen die Bände jeweils einen pro Abend zu lesen, aber sie haben mich so sehr gefesselt. So dass ich die komplette Geschichte an einem Band inhaliert habe. Wirklich ein interessanter Ansatz für eine Interpretation.

    Von nun an Spoiler für die komplette Geschichte!

    Spoiler…

    … ab jetzt:

    Ich hab ein paar Punkte, die ich gerne teilen würde. Ich bin gespannt, was ihr dazu denkt! 🙂

    1. Zu Harvey Dent und gleichzeitig dem Ende. Ich kann es gut nachvollziehen, was ihr meint, dass diese Storyline wie ein unnötiger Handlungsstrang anfühlt, allerdings muss ich euch da etwas widersprechen. Durch Harvey Dent wird ein eine externe Figur eingeführt, die Harleen einen Ausweg geben kann. Durch das Angebot wird der Protagonistin eine Alternative gegeben, gäbe es diese nicht, wäre ihre Entscheidung am Ende dem Joker zu verfallen und ihre Moral hinter sich zu lassen, nicht so stark. Natürlich hätte man da nicht unbedingt Harvey nehmen können, sondern zum Beispiel die pharmazeutische Freundin von Harleen, die durch Kontakte in der Industrie ihr ein anderes Jobangebot macht. Aber dann ist es nicht so schön eingewoben ins Ende. Außerdem empfand ich die Handlung mit Harvey Dent als sehr literarisch…

    2. … als am Ende er der Punkt ist, wo sich der Joker aktiv für Harleen einsetzt und gleichzeitig eine unschuldige Person durch Harleen ermordet wird. Er als Harleen jemand unschuldigen ermordet, ist sie Harley Quinn. Denn dann hat sie sich komplett ihrer Moral und Empathie abgewandt und lebt für Joker. Vorher waren es Gedankenspiele und sexuelle Interessen, aber erst jetzt wird es wirklich kriminell. Damit will ich nicht Kleinreden, dass Dates mit Therapiesitzungen oder wissenschaftlichen Beobachtungen moralisch okay sind, aber es schadet eben keiner Person – ausser Harleen. Und das sehe ich als großen tragischen Gewinn des Jokers, dass er es schafft, eine unschuldige, talentierte junge Persönlichkeit in eine andere Richtung zu manipulieren. Am Ende liegt die Exekutive (Arkham Mitarbeiter) und die Judikative (Harvey Dent) vor Harleen auf dem Boden.

    Ich stimme euch aber zu, dass das lachen hier etwas zu aufgesetzt wirkt. War auch nicht meins. Generell wirken die letzten Seiten sehr gehetzt.

    3. Besonders gefährlich kommt mir hier der Joker rüber, weil er eben die Forschungsarbeit der Empathie von Harleen nutzt, um sie auf seine Seite zu bekommen. Er manipuliert da so sehr stark und kalkuliert. Da schwant mir übles für die kommende Beziehung oder wie man das hier genau nennen soll.

    Einige weniger inhaltliche Sachen:

    4. Batman. Ich mag das Design weder stark noch, noch hab ich eine große Abneigung. Irgendwo dazwischen, ich werde es schnell vergessen. Allerdings mochte ich die kantige Darstellung von Bruce Wayne, vor allem im Epilog.

    5. Mir hat gefallen, dass wir wie in einem Noir Film, alles in Rückblicken sehen und der Kontext erwähnt wird, das macht die ganze Erzählung für mich weniger Comicheft, sondern literarischer. Zum Beispiel am Ende der ersten Harvey Dent Begegnung als geschrieben (in etwa nicht original zitiert) wird: „Beim nächsten Mal waren wir beide Mörder.“. Vor allem dass wir Mal eine Vorgreifen auf die Zukunft als Harley Quinn bekommen, kam mir sehr filmisch vor.

    Was denkt ihr?

    • Schiller sagt:

      Hey Pat, danke für das Feedback :).

      Bevor ich auf deine Fragen eingehe, hier gleich auch mal eine S P O I L E R -Warnung.

      Zu 1.: Hmmm … Unter Bezugnahme auf Šejićs Herangehensweise kann ich da nicht ganz mitgehen. Harvey ist ja von Anfang deutlich anti, was Harleens Ansatz betrifft. Es ist ja nicht so, als würde er ihr wirklich eine andere Option anbieten, sondern er sagt ihr ja im Grunde, sie soll damit aufhören. Das kann unter den Umständen ja kaum mehr als Widerstand in Harleen auslösen – ein anderes, attraktives und weniger aggressiv vorgetragenes Job-Angebot wäre da eine viel sanftere Herangehensweise, die tatsächlich die Möglichkeit eines Ausstiegs beinhalten würde. Oder hab ich dich da falsch verstanden?

      Zu 2. (&3.?): Ja, die Rolle, die der Joker hierbei spielt finde ich auch super, auch wenn die durch den Harleen-Fokus manchmal etwas in den Hintergrund gerät. … Wo ist denn dann aber die Legislative? ?

      Zu 4.: Das ist nicht so meins … aber das hatten wir ja schon ausführlich ?

      zu 5.: Ich finde auch, dass da viel Filmisches mit drin steckt. Auch die ersten Begegnungen mit Batman und Joker, die Flashbacks, manche Dialogstrukturen. Šejić dient sich da mit seinem Stil schon sehr modernen Sehgewohnheiten an. Aber manchmal nutzt er auch richtig die Stärken des Comic-Mediums. Ich bin immer noch begeistert von der Arkham-Splashpage im ersten Band.

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