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Special | The Dark Knight

Alles über 'The Dark Knight'

Ein weiteres wesentliches Design-Element in „The Dark Knight“ sieht man nicht – man hört es. „Das Sound-Design des Films war extrem kompliziert“, berichtet Nolan. „Bei der Mischung kamen enorme Mengen von Elementen zusammen, und manchmal war kaum auseinanderzuhalten, ob es sich um Geräusche oder Musik handelte. Lange Segmente des Films enthalten kaum oder gar keine Musik. Dadurch werden unser Sounddesigner Richard King und sein Team besonders gefordert, denn sie müssen eine Bandbreite von Geräuschen liefern, die den Zuschauern unter die Haut gehen – genauso, wie es üblicherweise die Musik tun würde. Am Ende des Films kommt eine Menge Musik zum Einsatz – das hängt direkt von der Entwicklung der Handlung ab.“

Die Komponisten Hans Zimmer und James Newton Howard haben bereits gemeinsam an „Batman Begins“ gearbeitet und liefern jetzt auch die Musik zu „The Dark Knight“. Dazu Nolan: „Mir gefällt Filmmusik, die eine Entwicklung parallel zum Filmschnitt aufzeigt. Hans und James verstehen es hervorragend, diese Idee umzusetzen. Ohne überhaupt den Endschnitt zu sehen, liefern sie mir Musiksequenzen, die mein Cutter und ich im Schneideraum verwenden können. Das ist ein sehr organisches Verfahren, das den Komponisten sehr viel mehr Einsatz als üblich abverlangt, aber sie haben das fantastisch gemeistert.“

Wie bei „Batman Begins“ teilten sich Zimmer und Howard die Arbeit an „The Dark Knight“: Zimmer schrieb das Joker-Thema, und Howard übernahm die Gestaltung der gespaltenen Persönlichkeit von Harvey Dent/Two-Face. Auch die allgemeine Filmmusik fällt anders aus – heldenhafte Fanfaren sind kaum zu hören. Dazu Zimmer: „Ich sehe Batman nicht als typischen Superhelden, also vermeide ich auch alles, was in der Musik nach ,super‘ klingt. Ständig hatte ich das Fledermaus-Symbol vor Augen. Es ist die Ikone, die Batman repräsentiert, aber gleichzeitig wirkt sie düster und schlicht.“

„Batman ist eine sehr komplexe Figur“, fügt Howard hinzu. „Wir kennen ihn immer noch nicht richtig – wenn man also versuchen würde, ihm ein Musikthema zuzuordnen, das ihn näher definiert, wäre das der falsche Weg.“

Abschließend sagt Nolan: „Für mich übt Batman eine nachhaltige Faszination aus, weil wir uns in seine Lage versetzen können. Man bezeichnet ihn zwar als Superhelden, aber eigentlich ist er ein selbsterfundener Superheld. Und die Vorstellung von einem Mann, der durch schiere Willenskraft und Selbstdisziplin über sich hinauswächst und in eine Heldengestalt verwandelt… das ist wirklich ein unwiderstehlicher Mythos.“

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