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Special | Batman Begins

HINTER DER KAMERA

CHRISTOPHER NOLAN

Regie/Drehbuch

Zuletzt inszenierte Nolan den von der Kritik gefeierten „Insomnia“ (Insomnia – Schlaflos) für Warner Bros. Pictures, Section 8 und Witt-Thomas Films. In dem mitreißenden Psycho-Thriller spielen die Oscar-Preisträger Al Pacino, Hilary Swank und Robin Williams die Hauptrollen.

Nolans zweiter Film „Memento“ (Memento) ist die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Jonathan Nolan: Es geht um einen Mann, der unter großen Schwierigkeiten die Puzzlestücke seiner verworrenen Vergangenheit zusammensetzt. In dem unabhängig produzierten Low-Budget-Film spielen Guy Pearce, Carrie-Ann Moss und Joe Pantoliano die Hauptrollen. Die Rundfunkkritiker kürten ihn zum Film des Jahres, er spielte über 25 Millionen Dollar ein, Nolan erhielt etliche Auszeichnungen, darunter eine Nominierung für den Preis der Directors Guild of America (Gewerkschaft der Regisseure). Als Autor wurde Nolan für den Oscar und den Golden Globe nominiert, gewann die Drehbuchpreise der Rundfunk-Filmkritiker und der Filmkritiker von Los Angeles, und auf dem Sundance Film Festival 2001 wurde er mit dem Waldo Salt Award für das Beste Drehbuch ausgezeichnet.

Als Siebenjähriger nahm er erstmals die Super-8-Kamera seines Vaters in die Hand – seitdem macht er Filme. Während er Englische Literatur am Londoner University College studierte, drehte er 16mm-Filme im Filmclub der Uni, dann wandte er diese Produktionserfahrungen beim Verfilmen seines ersten Spielfilmdrehbuchs „Following“ (Following) an. Der mit winzigem Budget gedrehte Film noir wurde von Bruce Diones (The New Yorker) als „stringenter und frecher“ als Hitchcocks Thriller gepriesen und lief mit großem Erfolg auf zahlreichen internationalen Filmfestivals (u. a. Toronto, Rotterdam, Slam Dance und Hongkong) und später im regulären Verleih in den USA (Zeitgeist), Großbritannien (Alliance), Frankreich (CCI) und etlichen anderen Ländern.

Nolan lebt mit seiner Frau Emma Thomas und ihrer Familie in Los Angeles.

EMMA THOMAS

Produktion

Thomas’ Markenzeichen sind provokante Filme – sie prägte intelligente Independent-Produktionen wie „Following“ (Following) und „Memento“ (Memento), hat sich mit „Insomnia“ (Insomnia – Schlaflos) aber auch als erfolgreiche Produzentin im Studiobereich etabliert.

Als Associate Producer betreute sie den international gefeierten Hit „Memento“. Er gewann etliche Preise und etablierte Thomas als erfolgreiche Produzentin. Diesem Ruf wurde sie auch mit ihrem nächsten Film gerecht: „Insomnia“ mit Al Pacino, Robin Williams und Hilary Swank. Doch ihr allererster Film „Following“ erwies sich als entscheidend für ihre Karriere. Der Film ist ein Paradebeispiel für den Untergrund-Film – er entstand im Lauf eines Jahres, gedreht wurde an Wochenenden und mit winzigem Budget. Doch dann lief er auf Festivals in aller Welt und kam international in die Kinos.

Nach ihrem Studium am renommierten University College in London arbeitete Thomas zunächst fünf Jahre lang in der Produktionsabteilung von Working Title Films in London. So lernte sie das Filmhandwerk von der Pike auf kennen – eine Erfahrung, die die Grundlage für ihre späteren Erfolge legte. Sie setzt dabei auf intensive Teamarbeit – meist arbeitet sie mit denselben Mitarbeitern, ob im Independent-Bereich oder in den großen Studios. Dadurch und durch ihre aktive Betreuung der Dreharbeiten unterscheidet sie sich von vielen Kollegen.

Emma Thomas und Autor/Regisseur Christopher Nolan bereiten in ihrer Firma Syncopy derzeit „The Prestige“ und „The Exec“ vor.  Sie lebt mit Nolan und ihrer Familie in Los Angeles.

CHARLES ROVEN

Produktion

In über zwei Jahrzehnten haben Rovens Filme weltweit mehr als 1,5 Milliarden Dollar eingespielt. Er leitet die Multimedia-Firma Atlas Entertainment. Mit den Tochterfirmen Atlas/Third Rail Management und Third Rail Records fusionierte die Mutterfirma 1999 zur Mosaic Media Group, die er mitbegründete. Dort sind die Medien Film und Fernsehen mit einer Management-Firma unter einem Dach vereinigt.

Aktuell betreute Roven als Executive Producer die Familienkomödie „Kicking and Screaming“ mit Will Ferrell – schon am ersten Wochenende setzte der Film in den USA 20 Millionen Dollar um. Zuvor produzierte Roven den weltweiten Kassenknüller „Scooby-Doo“ (Scooby-Doo; international 275 Millionen Dollar Einspiel) mit Freddie Prinze Jr, Sarah Michelle Gellar, Matthew Lillard und Linda Cardellini sowie die Fortsetzung „Scooby Doo 2: Monsters Unleashed“ (Scooby-Doo 2 – Die Monster sind los), die ebenfalls auf Anhieb den 1. Platz der Kino-Charts erreichte. In der Endfertigung befindet sich derzeit Terry Gilliams „The Brothers Grimm“ mit Matt Damon und Heath Ledger, der im Spätsommer anlaufen soll, und ein noch namenloses, anachronistisches HBO-Musical mit dem Grammy-preisgekrönten Musiker-Duo Outkast (Andre 3000 und Big Boi.)

Roven ist einer der vielseitigsten Filmemacher der Branche. Als zunächst unabhängiger Produzent betreute er Filme wie „Cadillac Man“ (Cadillac Man), „Johnny Handsome“ (Johnny Handsome – Der schöne Johnny), „The Blood of Heroes“/„Salute of the Jugger“ (Die Jugger – Kampf der Besten), „Made in USA“ (Made in USA) und sein erstes Projekt „Heart Like a Wheel“ (… und wenn der letzte Reifen platzt). Er produzierte oder überwachte den Psychothriller „Final Analysis“ (Eiskalte Leidenschaft), „Honey, I Blew Up the Kids“ (Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby), „Cool Runnings“ (Cool Runnings), „Sister Act II“ (Sister Act 2 – In göttlicher Mission), „Man’s Best Friend“ (Man’s Best Friend/Der Tod kommt auf 4 Pfoten), „Angus“ (Angus – voll cool), die Fantasy-Romanze „City of Angels“ (Stadt der Engel; Einspiel 200 Millionen Dollar), „12 Monkeys“ (12 Monkeys), „Fallen“ (Dämon), die hoch gelobte Golfkriegs-Story „Three Kings“ (Three Kings) und „Bulletproof Monk“ (Bulletproof Monk – Schneller als jeder Schuss).

Die Leitung von Atlas übernahm Roven nach achtjähriger Partnerschaft mit Musikmanager Robert Cavallo, der 1998 Vorsitzender der Buena Vista Music Group und Hollywood Records wurde. Der Erfolg der Firma wurde auch von Rovens inzwischen verstorbener Frau Dawn Steel mitgetragen, die als ehemalige Chefin von Columbia Pictures in die Firma einstieg. Roven begann seine Karriere zunächst als Künstlermanager, der seine Erfahrungen im Umgang mit den Künstlern später dann im Produktionsbereich anwenden konnte.

Zwar konzentriert sich Roven vor allem auf die Filmprojekte von Mosaic, aber er kümmert sich auch um die Musik-Management-Abteilung. Er war an der Produktion des „Scooby-Doo“-Soundtracks und der Fortsetzung beteiligt und verwendete dabei zum Start des Films die Single einer der fleißigsten Bands des Labels: Outkast. Auch in anderen Bereichen weiß er die Synergien von Musik und Film sinnvoll einzusetzen. 1998 gewann der Soundtrack zu „Stadt der Engel“ drei Grammys, den begehrten Titel als Soundtrack-Bestseller des Jahres, und die Atlas/Third Rail-Klienten Alanis Morissette und The Goo Goo Dolls schafften es mit Singles daraus auf Platz 1 der Charts.

LARRY FRANCO

Produktion

Francos Filmografie als Produzent umfasst eine beeindruckende Liste von Spielfilmen unterschiedlichster Couleur. Aktuell produzierte er Ang Lees „Hulk“ (Hulk) mit Eric Bana und Jennifer Connelly. Sein Blockbuster „Jurassic Park III“ (Jurassic Park III) mit Sam Neill, William H. Macy und Tea Leoni wurde von Joe Johnston inszeniert und spielte weltweit über 350 Millionen Dollar ein.

Franco und Johnston arbeiten seit vielen Jahren zusammen, zu ihren gemeinsamen Filmen gehört der mit dem Humanitas Award ausgezeichnete „October Sky“ (October Sky), „Jumanji“ (Jumanji) mit Robin Williams sowie „The Rocketeer“ (Rocketeer) mit Billy Campbell und Jennifer Connelly.

Franco hat auch mehrere Filme von Tim Burton produziert: „Mars Attacks!“ (Mars Attacks!) mit Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening und Pierce Brosnan sowie, als Executive Producer, „Sleepy Hollow“ (Sleepy Hollow – Köpfe werden rollen) mit Johnny Depp und Christina Ricci.

Mit Regisseur John Carpenter hat Franco zehn Jahre lang ein Team gebildet und in dieser Zeit „Escape From New York“ (Die Klapperschlange) mit Kurt Russell, „Starman“ (Starman) mit Jeff Bridges, „Big Trouble in Little China“ (Big Trouble in Little China), „Prince of Darkness“ (Die Fürsten der Dunkelheit) und „They Live!“ (Sie leben) produziert.

Außerdem co-produzierte er Carpenters „Christine“ (Christine), und als Associate Producer betreute er „The Thing“ (Das Ding aus einer anderen Welt).

Er war Co-Produzent von „Tango & Cash“ (Tango & Cash) mit Sylvester Stallone und Kurt Russell, Herstellungsleiter bei „Two Bits“ (25 Cent) mit Al Pacino und Associate Producer bei „Cutter’s Way“ (Cutter’s Way – Keine Gnade/Bis zum bitteren Ende).

Franco stieg als Regieassistent in die Filmbranche ein und arbeitete an Filmen wie „Straight Time“ (Die Stunde der Bewährung), „The Rose“ (The Rose), Francis Ford Coppolas Klassiker „Apocalypse Now“ (Apocalypse Now) und „Black Sunday“ (Schwarzer Sonntag).

DAVID GOYER

Drehbuch, Story

Goyer sammelt seit vielen Jahren die besten, hippsten und seltensten Comics, und er machte sich einen Namen mit einfallsreichen, Action-intensiven Kinofassungen der Abenteuer von Superhelden und fantastischen Figuren, die wahrlich nicht von dieser Welt sind: die „Blade“-Serie, „Crow: City of Angels“ (The Crow – Die Rache der Krähe) oder „Dark City“ (Dark City), den Kritiker-Guru Roger Ebert zum Besten Film des Jahres 1998 kürte.

Sein Regiedebüt gab Goyer in einem völlig anderen Sujet: der Thriller-Komödie „Zigzag“ – der erfrischend originellen, witzigen und herzerwärmenden Geschichte eines umgekehrten Raubüberfalls: Zwei Helden wider Willen bemühen sich verzweifelt, einen Batzen gestohlenes Geld zurückzugeben. Darin zeigen Wesley Snipes, John Leguizamo, Oliver Platt, Natasha Lyonne und Newcomer Sam Jones III hervorragende Darstellerleistungen. Goyer führte nicht nur Regie, sondern schrieb außerdem das Drehbuch zu „Zigzag“ – eine Bearbeitung des viel gepriesenen Romans von Landon Napoleon.

Schon als Junge in seiner Heimat Ann Arbor/Michigan wollte Goyer selbst Comics verfassen – heute bringt er sie auf die Leinwand. Goyer war 22 und studierte noch an der University of Southern California, als er sein erstes Action-Drehbuch verkaufen konnte – daraus entstand der Thriller „Death Warrant“ (Mit stählernder Faust – Death Warrant) mit Jean-Claude Van Damme. Dann bewährte er sich im Horrorbereich („Puppetmasters“/Puppetmasters) und fungierte als Produzent bei „Mission to Mars“ (Mission to Mars) und der Fernsehserie „Sleepwalkers“ (Sleepwalkers).

Seinen Durchbruch schaffte Goyer mit „Blade“ (Blade), der Verfilmung des Marvel-Comics über einen legendären Vampirjäger. Die Hauptrollen übernahmen Wesley Snipes und Kris Kristofferson. Aufgrund seiner beispiellos furiosen Action und dem umwerfenden Humor wurde der Film gefeiert und machte als einer der erfolgreichsten Superheld-Filme in Hollywood großen Eindruck. Auch zu „Blade II“ (Blade II) schrieb Goyer das Drehbuch, und er übernahm die Verantwortung als Executive Producer. Regie führte Guillermo del Toro, Snipes spielte erneut den Vampirjäger Blade. Kris Kristofferson war wieder als Whistler zu sehen, in weiteren Rollen wirkten Luke Goss, Tchéky Karyo und Ron Perlman mit.

Seinen jüngsten Erfolg verbuchte der Regisseur mit „Blade: Trinity“ (Blade: Trinity), den er auch schrieb und produzierte. Erneut spielte Wesley Snipes den Vampirjäger, der das Tageslicht nicht scheuen muss. Als die Vampirgemeinde Blade eine Reihe brutaler Morde in die Schuhe schieben will, bekommt er bei der ausufernden Schlacht Unterstützung von den Nightstalkers, einem Clan menschlicher Vampirjäger. Die Blutspur führt direkt zur berüchtigten Vampir-Legende Dracula. Weitere Hauptrollen übernahmen Ryan Reynolds als Nightstalker Hannibal King und Jessica Biel als Abigail – sie ist die Tochter von Whistler (Kris Kristofferson), die die Vampirjagd-Pflichten von Blade (Snipes) übernimmt. Der Film lief im Dezember 2004 in den USA an und kam im Januar 2005 in die deutschen Kinos.

Kürzlich schloss Goyer einen auf ein Jahr begrenzten First-Look-Vertrag mit Warner Bros. ab, in dessen Rahmen er Drehbücher verfassen, produzieren und Regie führen wird. Er bereitet eine Verfilmung der DC-Comics-Serie „The Flash“ vor und produziert ein Remake von „Soylent Green“ (Jahr 2022… Die überleben wollen…) für das Studio.

Zusammen mit Bently Tittle und Pascale Faubert produziert er die Filmfassung von „The Fall“. Dieser Comic-Roman (dt. Titel „Herbstfall“) von Ed Brubaker und Jason Lutes ist eine Story im Stil des Film noir: Der Angestellte Kirk ist vom Pech verfolgt – mit der Frau seines Chefs wird er in einen ungeklärten Mordfall verwickelt, als er in den Besitz einer verschollenen Kreditkarte gerät. Was als realistische Geschichte beginnt, entwickelt sich schnell in einen düsteren Krimi. Kirk muss den Fall unbedingt lösen, um sein Leben wieder in Ordnung zu bringen.

Goyer produziert außerdem für New Line die Geistergeschichte „Alone“ und zusammen mit Benderspink die Vertigo-Comic-Verfilmung „Y: The Last Man“.

Neben seinen Filmprojekten findet Goyer auch die Zeit, wieder fürs Fernsehen zu arbeiten: Als Executive Producer betreut er zusammen mit David Heyman („Harry Potter“) und Brannon Braga („Star Trek: Voyager“) die CBS-Serie „Threshold“. Die Science-Fiction-Serie mit einstündigen Episoden läuft im Herbst in den USA an: Es geht um die Bedrohung durch Aliens und wie die Regierung darauf reagiert. Goyer persönlich inszeniert den Pilotfilm.

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