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Special | Batman Begins

DARSTELLER

CHRISTIAN BALE

Bruce Wayne/Batman

In den gut zehn Jahren seiner Karriere hat Bale Leistungen von außergewöhnlicher Bandbreite gezeigt. Der geborene Waliser wuchs in England, Portugal und den USA auf. Sein Debüt gab er in Steven Spielbergs „Empire of the Sun“ (Das Reich der Sonne). Mit diesem Drama aus dem Zweiten Weltkrieg machte er die Kritiker auf sich aufmerksam, und er gewann den Spezialpreis als Bester jugendlicher Darsteller des National Board of Review (US-Pendant der FSK). Begeisterung löste er auch mit seinen unvergesslichen Leistungen als leidenschaftlich frustrierter Ned Rosier in Jane Campions „The Portrait of a Lady“ (Portrait of a Lady), als zynischer Journalist in dem Glam-Rock-Epos „Velvet Goldmine“ (Velvet Goldmine), als geistig behinderter Ausreißer neben John Hurt in „All the Little Animals“ und als victorianischer Jugendlicher in Christopher Hamptons „The Secret Agent“ (Der Geheimagent) aus. 1999 priesen alle Kritiker einhellig seine ätzend komische Darstellung des Yuppie-Serienmörders in dem heiß diskutierten „American Psycho“ (American Psycho).

Aktuell war Bale neben Samuel L. Jackson in „Shaft“ (Shaft – Noch Fragen?) und neben Nicolas Cage in „Captain Corelli’s Mandolin“ (Corellis Mandoline), in dem apokalyptischen Fantasy-Abenteuer „Reign of Fire“ (Die Herrschaft des Feuers) sowie neben Frances McDormand in „Laurel Canyon“ (Laurel Canyon) zu sehen.

Im Anschluss an seine Titelrolle in „Batman Begins“ (Batman Begins) spielt Bale den britischen Tabakpflanzer John Rolfe in dem von Terrence Malick geschriebenen und inszenierten Film „The New World“. Und er übernimmt eine Hauptrolle in dem unabhängig produzierten Drama „Harsh Times“ mit Schauplatz South Central Los Angeles.

MICHAEL CAINE

Alfred

Das Jahr 2000 dürfte den Höhepunkt in Michael Caines Leben darstellen: Er gewann nicht nur seinen zweiten Oscar für „The Cider House Rules“ (Gottes Werk und Teufels Beitrag), sondern wurde auch von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen.

Mit über 90 Filmrollen hat sich Michael Caine als einer der beständigsten Filmstars profiliert. Er gewann den Darstellerpreis der New Yorker Filmkritiker für „Alfie“ (Der Verführer lässt schön grüßen), den British Academy Award für „Education Rita“ (Rita will es endlich wissen) und jeweils einen Golden Globe für „Rita“, „Dirty Rotten Scoundrels“ (Zwei hinreißend verdorbene Schurken) und „Little Voice“ (Little Voice). Caine ist sechsmal für den Oscar nominiert gewesen – nach „Alfie“, „Sleuth“ (Mord mit kleinen Fehlern) und „Rita“, gewann er ihn zweimal als Bester Nebendarsteller für „Hannah and Her Sisters“ (Hannah und ihre Schwestern) und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“. Eine weitere Nominierung folgte mit „The Quiet American“ (Der stille Amerikaner).

Drei Rollen in extrem unterschiedlichen Filmen demonstrieren sehr anschaulich seine Bandbreite: der bedrängte Theaterregisseur in der Komödie „Noises Off“ (Noises Off – Der nackte Wahnsinn), der MI6-Killer in dem romantischen Thriller „Blue Ice“ (Blue Ice) und der singende Scrooge im Chor mit Miss Piggy, Kermit & Co. in dem Musical „The Muppet Christmas Carol“ (Die Muppets-Weihnachtsgeschichte).

Obwohl er als außergewöhnlicher Schauspieler bekannt ist, profilierte er sich auch als Autor. Caines Autobiografie erschien 1992 unter dem Titel „What’s It All About?“ Außerdem veröffentlichte er das Buch „Acting on Film“, das auf seiner sehr erfolgreichen BBC-Vorlesungsreihe basiert.

Michael Caine wurde am 14. März 1933 im Londoner East End geboren. Sein Vater war Packer auf dem Fischmarkt in Billingsgate, seine Mutter Putzfrau. Die Familie lebte in großer Armut in zwei Zimmern mit Gasbeleuchtung, bis Caine und sein jüngerer Bruder Stanley während des Krieges evakuiert und auf einer Farm in Norfolk in Sicherheit gebracht wurden. Schon als Kind war er ein glühender Kinofan, und er konnte gar nicht genug Romane verschlingen. Er trat in Schulaufführungen auf, führte in einem Jugendclub sogar Regie und träumte immer davon, eines Tages Schauspieler zu werden.

Die Eltern erwarteten, dass er in die Fußstapfen des Vater treten würde, doch Caine lehnte ab. Mit 16 ging er von der Schule ab und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, bis er eingezogen wurde. Als Soldat diente er in Korea. Nach seiner Entlassung jobbte er als Arbeiter, um abends Schauspielstunden zu nehmen. Seine Karriere begann er als Assistent des Inspizienten im Theater von Horsham, Sussex. Schon bald spielte er im Lowestoft Repertory Theatre in Suffolk den jugendlichen Liebhaber. Er heiratete die Hauptdarstellerin Patricia Haines, doch die Ehe hielt nur zwei Jahre. Mit seiner inzwischen verstorbenen Frau hatte er die Tochter Dominique (genannt Nikki), mit der ihn eine enge Beziehung verbindet.

Selbstvertrauen und der Künstlername Michael Caine (sein Spitzname plus Caine aus „Die Caine war ihr Schicksal“ – er entdeckte den Titel auf einem Kinoplakat) machten ihm Mut, sein Glück in London zu versuchen. Dort verdiente er sich seine Sporen in Joan Littlewoods Theatre Workshop. Er übernahm eine Nebenrolle in dem Film „A Hill in Korea“ (An vorderster Front) und ergatterte weitere kleine Auftritte in Filmen und Londoner Theaterstücken, konnte davon aber nicht leben.

Auf gut Glück zog er nach Paris, wo er sich einige Monate lang durchschlug. Nach seiner Rückkehr borgte er sich von seiner Mutter Geld und bemühte sich, das Schauspielen zum Beruf zu machen. Mit etlichen Stücken ging er auf Tournee durch Großbritannien, entwickelte seine lockere Bühnenpräsenz und meisterte eine große Anzahl von regionalen Sprachfärbungen. Im Verlauf von fünf Jahren absolvierte er über 100 Fernsehauftritte, die ihn beim Publikum bekannt machten. Doch er verdiente kaum genug zum Leben und teilte sich eine Wohnung mit Kollege Terence Stamp und Komponist John Barry.

Dann engagierte man ihn als zweite Besetzung des Private Bamforth, den Peter O’Toole in dem Londoner Bühnenhit „The Long, The Short and The Tall“ (Das Ende vom Lied) spielte. Als O’Toole die Rolle abgab, übernahm Caine – sechs Monate ging er damit auf Tournee, was ihm anschließend größere TV- und Filmrollen einbrachte.

Der Wendepunkt kam 1963: Er war 30 Jahre alt, als er mit der Rolle des schlaffen aristokratischen Lieutenant Gonville Bromhead in Joseph E. Levines Produktion „Zulu“ (Zulu) zum Star aufstieg: Laut Drehbuch sollte er einen kompletten Idioten darstellen, doch er präsentierte den Part sehr ernsthaft als einen schwächlichen Mann, der aber zumindest an seine Fähigkeiten glaubt. In den Augen der Kritiker spielte er sich mit dieser Nebenrolle in die vorderste Reihe und stahl allen anderen die Schau.

Weltweit bekannt wurde er, als er den Part des coolen, aber intriganten Anti-Helden Harry Palmer in dem Thriller „The Ipcress File“ (Ipcress – Streng geheim) übernahm, der sich überraschenderweise als Riesenhit entpuppte und von den britischen Filmkritikern zum Film des Jahres gekürt wurde. Caines unterkühlter Stil wurde in den Rezensionen erneut gefeiert.

1966 stieg er als „Alfie“ zum Superstar auf – den Frauenheld und Tunichtgut spielte er mit Unschuld und frechem Humor. Auch diesen Film wählten die britischen Kritiker zum Film des Jahres. Erstmals wurde Caine für den Oscar nominiert, und die New Yorker Kritiker zeichneten ihn als Besten Darsteller aus.

Ende der 60er-Jahre drehte er „Gambit“ (Das Mädchen aus der Cherry-Bar) mit Shirley Maclaine, „Funeral in Berlin“ (Finale in Berlin), „Billion Dollar Brain“ (Das Milliarden-Dollar-Gehirn), „Hurry Sundown“ (Morgen ist ein neuer Tag) von Otto Preminger, „Woman Times Seven“ (Siebenmal lockt das Weib) von Vittorio De Sica, „Deadfall“ (Todesfalle), „The Italian Job“ (Charlie staubt Millionen ab), „The Battle of Britain“ (Luftschlacht um England), Robert Aldrichs „Too Late the Hero“ (Zu spät für Helden) und James Clavells „The Last Valley“ (Das vergessene Tal).

In den 70er-Jahren spielte er neben Elizabeth Taylor in „X, Y & Zee“ (X, Y & Zee; zweite Oscar-Nominierung), neben Sidney Poitier in „The Wilby Conspiracy“ (Die Wilby-Verschwörung), neben Glenda Jackson in „The Romantic Englishwoman“ (Die romantische Engländerin), neben Sean Connery in „The Man Who Would Be King“ (Der Mann, der König sein wollte), neben James Caan und Elliott Gould in „Harry and Walter Go to New York“ (Und morgen wird ein Ding gedreht), neben Maggie Smith in „California Suite“ (Das verrückte California-Hotel) sowie neben Henry Fonda, Olivia de Havilland und Richard Widmark in „The Swarm“ (Der tödliche Schwarm).

In den 80er-Jahren drehte Caine 21 Filme, darunter Brian De Palmas „Dressed to Kill“ (Dressed to Kill), John Hustons „Victory (Flucht oder Sieg), Oliver Stones „The Hand“ (Die Hand), Sidney Lumets „Death Trap“ (Das Mörderspiel), Lewis Gilberts „Educating Rita“ (Rita will es endlich wissen), der ihm den Golden Globe und eine dritte Oscar-Nominierung einbrachte, Stanley Donens „Blame It on Rio“ (Schuld daran ist Rio), John Frankenheimers „The Holcroft Covenant“ (Der 4 1/2-Billionen-Dollar-Vertrag), Woody Allens „Hannah and Her Sisters“ (Hannah und ihre Schwestern), mit dem er den Oscar als Bester Nebendarsteller gewann, Alan Aldas „Sweet Liberty“ (Sweet Liberty) und Frank Oz’ „Dirty Rotten Scoundrels“ (Zwei hinreißend verdorbene Schurken), der ihm den Golden Globe als Bester Komödiendarsteller einbrachte.

Aktuelle Filme sind „Quills“ (Quills – Macht der Besessenheit), „Shiner“ (Shiner – Jenseits von Gut und Böse), „Miss Congeniality“ (Miss Undercover), „Last Orders“ (Letzte Runde – Last Orders), „Quicksand“ (Quicksand – Gefangen im Treibsand), „The Quiet American“ (Der stille Amerikaner), „Austin Powers in Gold Member“ (Austin Powers in Goldständer), „The Actors“, „Secondhand Lions“ (Löwen aus zweiter Hand), „The Statement“ (The Statement) und „Around the Bend“.  Demnächst ist er in „The Weather Man“ und „Bewitched“ zu sehen.

1986 kehrte er nach 20 Jahren auf den Bildschirm zurück und trat in der Miniserie „Jack the Ripper“ (Jack the Ripper – Das Ungeheuer von London) auf, die den englischen Quotenrekord brach. Den Golden Globe für diese Nebenrolle teilte er sich mit Stacy Keach.

Mit seinem Partner, dem führenden amerikanischen Produzenten Martin Bregman, gründete er die Firma M&M Productions, um in Großbritannien Filme mit sich in der Hauptrolle zu drehen und gegebenenfalls auch zu inszenieren. Die erste Produktion war 1992 „Blue Ice“ (Blue Ice) mit Sean Young unter der Regie von Russell Mulcahy.

1992 wurde Caine während der Feierlichkeiten zum Geburtstag der Queen mit dem Orden „Commander of the British Empire“ ausgezeichnet. 2000 schlug die Queen ihn zum Ritter, indem sie ihm den Adelstitel Sir Michael Caine verlieh.

Caines Autobiografie „What’s It All About?“ erschien im November 1992 im Verlag Turtle Bay Books.

Als Restaurantbesitzer führte Michael Caine mit seinen Partnern die Londoner Langan’s Brasserie, Langan’s Bistro, Odin’s sowie The Canteen in Chelsea Harbour. Sein erstes amerikanisches Lokal war eine tropische Brasserie in South Beach Miami/Florida.

Am 8. Januar 1973 heiratete er die aus Guyana stammende Shakira Baksh, die es einst bis in die Endausscheidung der Miss Universe geschafft hat. Die beiden sind Eltern der Töchter Nikki und Natasha.

LIAM NEESON

Henri Ducard

Immer wieder stellt sich Liam Neeson schauspielerischen Herausforderungen – er zählt heute zu den führenden internationalen Schauspielern. Sei es seine für den Oscar nominierte Darstellung in Steven Spielbergs viel gepriesenem „Schindler’s List“ (Schindlers Liste), seine preisgekrönte Leistung als legendärer irisch-republikanischer Titelheld „Michael Collins“ (Michael Collins, 1996), oder seine aktuelle Hauptrolle als kontroverser Sextherapeut Alfred Kinsey in dem von der Kritik gefeierten „Kinsey“ (Kinsey) – immer demonstriert Neeson eine schauspielerische Bandbreite, die ihresgleichen sucht.

Zuletzt wirkte Neeson neben Orlando Bloom in Ridley Scotts „Kingdom of Heaven“ (Königreich der Himmel) mit, der zur Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert spielt.

Zuvor trat Neeson als Alfred Kinsey in Bill Condons „Kinsey“ mit Laura Linney auf. Dafür erhielt er den Darstellerpreis der Filmkritiker von Los Angeles. Zuvor war Neeson neben Hugh Grant, Emma Thompson und Keira Knightley in dem Working-Title-Film „Love, Actually“ (Tatsächlich… Liebe; 2003) zu sehen, den Richard Curtis schrieb und inszenierte.

2002 kehrte Neeson an den Broadway zurück und trat neben Laura Linney in Arthur Millers Klassiker „The Crucible“ (Hexenjagd) auf. Mit seiner Darstellung des John Proctor wurde er für den Tony nominiert.

2001 übernahm er neben Harrison Ford eine Hauptrolle in der authentischen, tragischen Geschichte eines russischen U-Boots: „K-19: The Widowmaker“ (K-19 – Showdown in der Tiefe). Außerdem war er neben Sandra Bullock in der schwarzen Komödie „Gun Shy“ (Ein Herz und eine Kanone; 2000) zu sehen.

Eine weitere Hauptrolle spielte Neeson in dem phänomenalen Kassenhit „Star Wars: Episode I – The Phantom Menace“ (Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung; 1999) als Qui-Gon Jinn, den Jedi-Meister, der Obi-Wan Kenobi und den jungen Anakin Skywalker an seiner machtvollen Weisheit teilhaben lässt. Im selben Jahr trat er neben Catherine Zeta-Jones in Jan de Bonts „The Haunting“ (Das Geisterschloss; 1999) auf.

Er wirkte als Jean Valjean neben Geoffrey Rush, Uma Thurman und Claire Danes in der Verfilmung von Victor Hugos „Les Misérables“ (Les Misérables) mit und war als Oscar Wilde in David Hares Stück „The Judas Kiss“ zu sehen, das zunächt im Londoner West End und dann am Broadway lief.

Die Titelrolle übernahm Neeson in Neil Jordans „Michael Collins“ (1996). Er gewann damit den Darstellerpreis auf dem Filmfestival in Venedig, außerdem erhielt er eine Nominierung für den Golden Globe sowie den renommierten Darstellerpreis der Londoner Tageszeitung Evening Standard. Der Film wurde in Venedig außerdem mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Löwen, ausgezeichnet.

1993 erregte Neeson weltweit Aufsehen mit seiner Hauptrolle in dem Oscar-preisgekrönten Film „Schindlers Liste“. Er wurde nicht nur für den Oscar, sondern auch für den Golden Globe und den British Academy Award (BAFTA) nominiert.

Der geborene Ire wollte eigentlich Lehrer werden und studierte am Queens College in Belfast Physik, Informatik, Mathematik und Theaterwissenschaften. Doch 1976 ließ er das Lehramt links liegen, wurde Ensemblemitglied des renommierten Lyric Players Theatre in Belfast („die beste Schauspielausbildung überhaupt“) und gab sein Debüt als Profi-Schauspieler in Joseph Plunketts „The Risen People“. Zwei Jahre später ging er an das berühmte Abbey Theatre in Dublin.  Auf dem Abbey Theatre Festival trat Neeson in Brian Friels „Translations“ und mit dem Ensemble des Royal Exchange Theatre in Sean O’Caseys Stück „The Plough and the Stars“ (Der Pflug und die Sterne) auf, mit dem er den Darstellerpreis gewann.

1980 sah John Boorman ihn auf der Bühne als Lennie in John Steinbecks „Of Mice and Men“ (Von Mäusen und Menschen) und besetzte ihn in seinem König-Artus-Epos „Excalibur“ (Excalibur).  Seit diesem Leinwanddebüt ist Neeson in über 40 Filmen in Rollen mit einer großen Bandbreite aufgetreten, zum Beispiel neben Mel Gibson und Anthony Hopkins in Dino De Laurentis’ epischem Remake von „The Bounty“ (Die Bounty), inszeniert von Roger Donaldson, im von der Kritik gefeierten „Lamb“ – für seine denkwürdige Darstellung eines an seinem Glauben zweifelnden Priesters wurde er für den Preis des Evening Standard nominiert, in Andrei Konchalovskys „Duet for One“ mit Julie Andrews, als politischer Terrorist in „A Prayer for the Dying“ (Auf den Schwingen des Todes) mit Mickey Rourke und Bob Hoskins und als Jesuitenpriester in Roland Joffes „The Mission“ (Mission) mit Robert De Niro und Jeremy Irons.

Die Kritiker reagierten begeistert auf seine Hauptrolle als taubstummer Vietnamveteran in Peter Yates’ Justiz-Drama „Suspect“ (Suspect – Unter Verdacht) mit Cher; auf seine Darstellung eines leidenschaftlichen irischen Bildhauers in „The Good Mother“ (Der Preis der Gefühle) mit Diane Keaton; und auf seine Titelrolle als Wissenschaftler Peyton Westlake, der bei einem Unfall entstellt wird und sich daraufhin in Sam Raimis Fantasy-Thriller „Darkman“ (Darkman) hinter einer Maske versteckt.

Anschließend übernahm Neeson die Hauptrolle in David Lelands kompromisslosem Drama „Crossing the Line“ (Big Man) nach William McIIvanneys berühmtem Roman „The Big Man“ über einen arbeitslosen schottischen Bergmann, der dringend Geld braucht und so in die Welt hoher Wetteinsätze beim Boxsport ohne Bandagen gerät.

1992 spielte Neeson neben Michael Douglas einen Nazi-Ingenieur in David Seltzers Verfilmung des Bestsellers „Shining Through“ (Wie ein Licht in dunkler Nacht) von Susan Isaac sowie einen in Ungnade gefallenen und des Mordes angeklagten Polizisten in dem erotischen Thriller „Under Suspicion“ (Unter Verdacht).

Es folgten Hauptrollen in einer ganzen Reihe berühmter Filme, darunter besonders seine Darstellung des sensiblen Kunsthistorikers, der Mia Farrow und Judy Davis in Woody Allens heiß diskutiertem „Husbands and Wives“ (Ehemänner und Ehefrauen) den Hof macht.

Weitere Filme: „Leap of Faith“ (Der $cheinheilige) mit Steve Martin für Paramount, Michael Apteds „Nell“ (Nell) mit Jodie Foster und Natasha Richardson, „Before and After“ (Davor und danach) mit Meryl Streep sowie die Titelrolle in Michael Caton-Jones’ „Rob Roy“ (Rob Roy) mit Jessica Lange.

1993 gab Neeson sein Broadway-Debüt am Roundabout Theatre in der Neuinszenierung von Eugene O’Neills Drama „Anna Christie“ von 1921. Seine Partnerin war Natasha Richardson; Neeson wurde für den Tony nominiert.

Auch in der American-Playhouse-Verfilmung von Edith Whartons „Ethan Frome“ (Ethan Frome – Sturm der Gefühle) durfte Neeson seine Leidenschaft für die Klassiker ausleben. Es geht darin um die Liebesgeschichte dreier einsamer Menschen, die im Neuengland der Jahrhundertwende unter den strengen Sitten und ihrem tragischen Schicksal leiden müssen.

KATIE HOLMES

Rachel Dawes

Die junge Katie Holmes wirkt sowohl privat als auch auf der Leinwand derart erwachsen und überzeugend, dass sie bereits zahlreiche bedeutende Rollen auf Bildschirm und Leinwand gespielt hat.

Holmes stammt aus Toledo/Ohio und übernahm erste Rollen in Schultheaterinszenierungen. Weil sie aus dem Mittelwesten stammt, glaubte sie aber nicht, sich als Profi-Schauspielerin durchsetzen zu können. Das Schicksal wollte es anders: Als sie an einem landesweiten Model- und Nachwuchstalent-Kongress in New York City teilnahm, lernte sie einen Manager kennen, der sie aufforderte, in Los Angeles für neue TV-Projekte vorzusprechen.

So ergatterte Holmes die Rolle der Joey in der erfolgreichen WB-Serie „Dawson’s Creek“ (Dawson’s Creek). Weitere Hauptrollen übernahmen James Van Der Beek, Joshua Jackson und Michelle Williams. Die Serie erregte auf Anhieb große Aufmerksamkeit und verbuchte die besten Einschaltquoten des Senders.

Aktuell hat Holmes die schwarze Komödie „Thank You For Smoking“ mit Robert Duvall abgedreht. Regie führt Jason Reitman.

Zu ihren bisherigen Filmen zählen Forest Whitakers „First Daughter“ (First Daughter – Date mit Hindernissen), „Pieces of April“ (Pieces of April – Ein Tag mit April Burns), „The Singing Detective“ (The Singing Detective), Joel Schumachers „Phone Booth“ (Nicht auflegen!), Stephen Gaghans „Abandon“, Sam Raimis „The Gift“ (The Gift – Die dunkle Gabe), Curtis Hansons „The Wonder Boys“ (The Wonder Boys), Ang Lees „The Ice Storm“ (Der Eissturm), „Go“ (Go), „Teaching Mrs. Tingle“ (Tötet Mrs. Tingle) und „Disturbing Behavior“ (Dich kriegen wir auch noch!).

GARY OLDMAN

Jim Gordon

Oldman begann seine Karriere 1979 mit zahlreichen Auftritten auf Londoner Bühnen. Zwischen 1985 und 1989 trat er ausschließlich am Royal Court Theatre auf. 1985 wurde er mit seiner Darstellung in „The Pope’s Wedding“ vom Londoner Magazin Time Out mit dem Preis für den Besten Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Im selben Jahr teilte er sich den Darstellerpreis der Londoner Theaterkritiker mit Sir Anthony Hopkins.

Seitdem hat er sich als einer der angesehensten und begabtesten Filmschauspieler profiliert. Zu sehen war er in Ridley Scotts „Hannibal“ (Hannibal), Oliver Stones „JFK“ (John F. Kennedy – Tatort Dallas), Tony Scotts „True Romance“ (True Romance), Luc Bessons „Léon“ (Léon – Der Profi), Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“ (Bram Stokers Dracula) sowie als Beethoven in „Immortal Beloved“ (Ludwig van B. – Meine unsterbliche Geliebte). Aktuell trat er in „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ (Harry Potter und der Gefangene von Askaban) auf – seitdem kennen ihn Millionen Kinder in aller Welt als Sirius Black, den Paten von Harry Potter. Derzeit wirkt er in „Harry Potter and the Goblet of Fire“ (Harry Potter und der Feuerkelch) mit.

1997 und 1998 war Oldman in „The Fifth Element“ (Das fünfte Element), „Air Force One“ (Air Force One) und „Lost in Space“ (Lost in Space) zu sehen. Zusammen mit Coppolas „Dracula“ ließen ihn diese Filme in die Liga jener wenigen Schauspieler aufsteigen, deren Filmografie vier Filme verzeichnen, die am Startwochenende Platz eins der Kino-Charts erreichten.

1995 gründete Oldman mit seinem Manager/Produktionspartner Douglas Urbanski die Produktionsfirma The SE8 Group, die Oldmans Regiedebüt „Nil by Mouth“ produzierte (Oldman schrieb außerdem das Drehbuch). Der Film lief als Eröffnungsfilm im Wettbewerb der 50. Filmfestspiele in Cannes, Kathy Burke wurde mit ihrer Rolle als Beste Darstellerin ausgezeichnet. Außerdem gewann Oldman den renommierten Channel-4-Regiepreis auf dem Filmfestival in  Edinburgh.

1998 wurde der Film als Bester Film und für das Beste Original-Drehbuch mit dem British Academy Award (BAFTA) prämiert. Daneben war er auch in den Kategorien Bester Darsteller und Beste Darstellerin nominiert.

Zu Oldmans wichtigsten Filmen zählen außerdem „Sid & Nancy“ (Sid & Nancy), Stephen Frears’ „Prick Up Your Ears“ (Prick Up Your Ears), Tom Stoppards „Rosencrantz and Guildenstern are Dead“ (Rosenkranz & Güldenstern), Nic Roegs und Dennis Potters „Track 29“ (Track 29 – Ein gefährliches Spiel), „Criminal Law“ (Der Frauenmörder), „Chattahoochee“ (Chattahoochee), „Murder in the First“ (Murder in the First) und „State of Grace“ (Im Vorhof der Hölle). 1999 betreute Oldman den SE8 Group/Douglas-Urbanski-Film „The Contender“ (Rufmord – Jenseits der Moral) als Executive Producer und übernahm selbst eine Hauptrolle. Der Film wurde für drei Oscars nominiert.

Fans der TV-Serie „Friends“ (Friends) erinnern sich an Oldmans Gastrolle als alkoholkranker Schauspieler – diese Rolle brachte ihm eine Emmy-Nominierung ein. Fernsehauftritte absolvierte er auch in Mike Leighs „Meantime“ (Meantime) sowie in „The Firm“, inszeniert von dem verstorbenen Alan Clark.

CILLIAN MURPHY

Dr. Jonathan Crane

International bekannt wurde Cillian Murphy mit seinem Auftritt als widerspenstiger Überlebender Jim in Danny Boyles „28 Days Later“ (28 Days Later) – die Story dieses Überraschungshits ist in einem postapokalyptischen London angesiedelt.

Im Anschlus an „Batman Begins“ (Batman Begins) übernahm Murphy neben Rachel McAdams eine Hauptrolle in Wes Cravens „Red Eye“. Darin geht es um eine Frau (McAdams), die von einem Fremden (Murphy) in einem Flugzeug gefangen gehalten wird – er droht ihren Vater zu ermorden, falls sie ihm nicht bei der Vorbereitung seines Attentats auf einen wohlhabenden Geschäftsmann hilft. „Red Eye“ läuft am 19. August in den amerikanischen Kinos an und startet im Oktober in Deutschland.

Im Herbst ist Murphy in Neil Jordans „Breakfast on Pluto“ als Patrick „Kitten“ Brady zu sehen, einem Pflegekind, das als Kabarettsänger und Transvestit der 60er/70er-Jahre in London Karriere macht. In der Verfilmung des Romans von Patrick McCabe („The Butcher Boy“), treten auch Liam Neeson, Stephen Rea und Brendan Gleeson auf. „Breakfast on Pluto“ läuft am 18. November 2005 an.

Derzeit dreht Murphy „The Wind That Shakes the Barley“ unter der Regie von Ken Loach. Murphy und Liam Cunningham spielen Brüder – sie kämpfen als Guerillas gegen die Briten, die 1919 Irlands Unabhängigkeit verhindern wollen. In Großbritannien wird der Film von Pathé Pictures International verliehen.

In Murphys Filmografie findet sich außerdem John Crowleys „Intermission“ (Intermission; 2003), eine schwarze Komödie, in der Murphy als John einen sehr schlechten Moment aussucht, um sich von seiner Freundin zu trennen – damit löst er eine Kettenreaktion verschiedener Liebesverwicklungen und Verbrechen aus. In Peter Webbers „Girl With a Pearl Earring“ (Das Mädchen mit dem Perlenohrring) spielte er den Schlachtergehilfen Pieter, der der Titelheldin (Scarlett Johansson) den Hof macht.

Weitere Filme: Anthony Minghellas „Cold Mountain“ (Unterwegs nach Cold Mountain), Goran Paskaljevics „How Harry Became a Tree“, John Carneys „On the Edge“ (On the Edge), Stephen Bradleys „Sweety Barrett“, William Boyds „The Trench“ und Nelson Humes „Sunburn“ (Sunburn), produziert von Galway Film Fleadh.

Bekannt wurde Murphy mit seiner atemberaubenden Leistung in der preisgekrönten Bühnenfassung von „Disco Pigs“. Nach Auszeichnungen auf dem Dublin Theatre Festival 1996 und dem Edinburgh Festival 1997 ging „Disco Pigs“ auf eine ausgedehnte Tournee durch Irland, Großbritannien, Toronto und Australien. Später wirkte Murphy auch in der Verfilmung unter der Regie von Kirsten Sheridan mit.

Auf der Bühne spielte er unter der Regie des Tony-Preisträgers Garry Hyne in „The Country Boy“ (Tom und seine Söhne), „Juno and the Paycock“ (Juno und der Pfau; als Johnny Boyle) sowie aktuell in „Playboy of the Western World“ (Held der westlichen Welt; als Christy) am Gaity Theatre in Dublin. Weitere Rollen übernahm Murphy unter der Regie von Peter Stein als Konstantin in der Edinburgh-Fest-Inszenierung „The Seagull“ (Die Möwe), als Adam in Neil LaButes „The Shape of Things“ (Das Maß der Dinge) am Gate Theatre in Dublin und als Claudio in „Much Ado About Nothing“ (Viel Lärm um nichts).

Im Fernsehen spielte er unter anderem die Hauptrolle des Paul Montague in David Yeats’ BBC-Drama „The Way We Live Now“.

Murphys Kurzfilm „The Watchmen“ (den er zusammen mit Paloma Beaza schrieb) kam in die engere Wahl für den Turner Classic Movie Short Film Award.

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