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Ziemlich beste Feinde: Jones hat Carrey gehasst

Dass die Stimmung am Set von Joel Schumachers ‚Batman Forever‘ zeitweise nicht die beste war, war mehr oder weniger bekannt. Jetzt gibt ‚Riddler‘-Darsteller Jim Carrey einen tieferen Einblick hinter die Kulissen.

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Carrey war zu Gast in der ‚The Howard Stern Show‘ und wurde von Stern auf die „Legende“ des angeblich schlechten Verhältnisses zwischen ihm und Co-Star Tommy Lee Jones angesprochen.

Ich glaube, er war grundsätzlich etwas erzürnt darüber, dass ‚Dumm und Dümmer‘ gleichzeitig mit seinem Film ‚Homerun‘ startete. Und das wird ihn wohl verärgert haben.

Am Abend vor unserer großen Szene in Riddlers Unterschlupf, ging ich in ein Restaurant. Der Kellner meinte, ‚Sie arbeiten doch gerade mit Tommy Lee Jones, oder? Er sitzt da hinten.‘ Und ich meinte, ‚Oh toll, dann sag ich mal kurz hallo‘. Ich ging also zu ihm um ihn zu grüßen und in dem Moment verzog er das Gesicht und ich merkte sehr schnell, das es an mir liegen musste. Er stand auf, schüttelte mir kurz die Hand, umarmte mich und sagte: ‚Ich hasse dich. Ich … kann … dich nicht ausstehen‘. Ich meinte zu ihm, ‚Wow, ok. Warum das denn?‘. Und er meinte nur zu mir, ‚Ich billige deine Hampeleien nicht‘. Das war hart. Besonders wenn man am nächsten Tag mit ihm arbeiten muss.

Bereits 1996 äußerte sich Regisseur Joel Schumacher über das unmögliche Benehmen von Jones, welches auch am Set spürbar war:

Starlog (1996): Es gibt auch ein Zitat von Ihnen, demzufolge Sie Tommy Lee Jones als „Idioten“ bezeichnet haben sollen.

Schumacher: Ich habe nicht „Idiot“ gesagt. Ich habe vielmehr gesagt, dass Jim sich wie ein Gentleman benahm, auch wen Tommy sich durch ihn stark verunsichert fühlte und sehr herablassend und grausam war – ein Idiot. […] Für mich ist das Allerschlimmste, wenn jemand verspätet auftaucht, seinen Text nicht kennt und anderen gegenüber grausam ist. Tommy Lee Jones verhielt sich Jim Carrey gegenüber grausam, und ich habe keine Hemmungen, das zu sagen. Er benahm sich so. Das ging über Monate so, und er sollte die Verantwortung dafür übernehmen. Er war abweisend und herablassend.

Passend dazu sei noch erwähnt, dass auch Val Kilmer nichts zur guten Laune am Set beitrug, im Gegenteil:

Starlog (1996): An welchem Punkt trafen Sie die Entscheidung, ohne Val Kilmer weiterzumachen?

Schumacher: Diese Frage muß ich cool angehen. Dazu kann ich eigentlich nichts sagen, was wirklich den Punkt trifft. Sagen wir mal so: Ich wollte George Clooney als Batman. Val wollte ‚The Saint‘ machen. Ich wünsche ihm alles Gute, und ich hoffe, er tut das gleiche.

Starlog (1996): Sie haben Ihre Meinung über Val Kilmer öffentlich zum Ausdruck gebracht.

Schumacher: Man hatte mir erzählt, dass Val sehr schwierig sei, und das traf nicht zu, bis er eines Tages durchknallte und ich zu ihm ging und ihm sagte, er solle sich zusammenreissen. Er hat mich rumgeschubst, und ich habe ihn rumgeschubst. Dann lief es besser.

Starlog (1996): War Val grausam?

Schumacher: Lassen Sie mich nur sagen, dass manche Menschen einen Schaden haben und in klinischer Behandlung sein sollten.

In einem anderen Interview aus dem Jahr 96 fand Schumacher ebenfalls deutliche Worte:

Val wurde gefeuert. Er ist ein echtes Arschloch … Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Val wollte das Drehbuch umschreiben und bei der Besetzung der anderen Rollen mitreden. Er beschimpfte den Kameramann, die Beleuchter – und natürlich auch mich. Aber das Kapitel ist für mich abgeschlossen und ich will nicht mehr darüber reden.

Batcomputer
Gründer und Chefautor von Batmannews.de. Batman-Fan seit 1987.

9 comments

  1. Nacht sagt:

    Jones hat doch selbst einen auf Hampelmann gemacht, sogar im gleichen Film.

    Und Kilmer soll gefeuert wurden sein, weil er was dagegen hatte, dass Schwarzenegger dazu kam und die Frage kam „Er oder ich?“.

  2. Captain Harlock sagt:

    Zu der Zeit hätte ich mir Jim Carrey eher als Joker vorstellen können.

    Hat sich Val Kilmer zu den Dreharbeiten an dem Film „Die Finsternis und der Löwe“
    (oder so ähnlich) in Afrika nicht über das Klopapier beschwert und sich dann
    extra welches einfliegen lassen ?
    Da ist der Vergleich mit einem A…loch gar nicht mal so abwägig. 😀

    • Ras al Cool sagt:

      naja, val kilmer hat seine gerechte strafe erhalten – er hat sich in einen kürbis verwandelt, siehe aktuelle bilder 😀

  3. Leolie Elli sagt:

    hihihi 😀

  4. BatmanBegins19892014 sagt:

    Beide waren in dem Film lächerliche Clowns. Die Darstellung des Riddlers hatte nichts mit der Vorlage gemeinsam bis auf das Fragezeichen und den Grünton. So so, Val Kilmer wollte also das Drehbuch umschreiben. Kann ich verstehen, denn sein erster Satz war ja „Ich ess unterwegs was.“ Tja, da kann man verstehen dass er sich so komisch benahm. Er hatte wohl einen damaligen Ruf zu verlieren. Nun ist er Fettman, das ist alles was blieb.

  5. batman_himself sagt:

    Das mit Riddler stimmt aber nicht so ganz: Ein Teil der Origin wurde aus der Zeichentrickserie übernommen, in der seine Erfindung von seinem Boss geklaut wurde und er sich an diesem rächen wollte. Der andere Teil kommt von der 60er Serie.

    Was Kilmer angeht: Das hat er nun davon. Früher in Blockbustern wie Willow, Heat und Top Gun und jetzt nur noch in Direct-toVideo-Filmen. Der backt jetzt auch nur noch kleine Brötchen:)

  6. Als bekennender Batman-Begeisteter, muss ich es immer wieder sagen: Ich hasse Batman Forever & Batman and Robin“ – die zwei schlechtesten Filme aller Zeiten!

    • BatmanBegins19892014 sagt:

      Dennoch würde ich Forever mit B&R nicht in einen Topf werfen, auch wenn sie nicht wirklich viel trennt. Aber bei Forever sind noch Ansätze zu erkennen, mit denen man sich gerade noch anfreunden kann. Auch wenn man dazu natürlich auch die Vorstellungskraft braucht, um das, was an dem Film schlecht ist, auszublenden. Ich finde Forever als Steel Book wegen dem Bild noch ganz anschaulich. Man muss sich den Film ja nicht pausenlos angucken. Die Aufmachung ist aber auch in dem Fall besser als der gesamte Film.

  7. Tremor sagt:

    Ohne Jones‘ Verhalten rechtfertigen zu wollen, kann man seine Unsicherheit z. T. verstehen. Denn im Grunde hatte in diesem Film Dean Martin dieselbe Rolle zu spielen wie Jerry Lewis – und fühlte sich da natürlich benachteiligt.
    „Buntman/Blödman/Batman Forever“ ist ein Film ohne Sinn und Tiefgang. Ein eher unkomischer Charakterdarsteller wie Jones passt in sowas kaum rein.

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