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Special | Batman Begins

Die Innen- und Außenaufnahmen der Wayne-Villa entstanden vor allem auf dem britischen Anwesen Mentmore Towers, das die Rothschilds um 1850 etwa 90 Minuten nördlich von London errichteten. Die Schlafzimmer und der Korridor der Wayne-Villa wurden in den Shepperton Studios nachgebaut.

„Was die Wayne-Villa angeht, wollten wir dem Publikum einen ganz neuen Blick auf den Reichtum der Waynes ermöglichen“, sagt Nolan. „Wir haben bewusst die Bilder vermieden, die die Zuschauer üblicherweise als typisch für den Geldadel zu sehen bekommen, also die klassische Holztäfelung und die Ritterrüstungen. Aussehen und Atmosphäre der Wayne-Villa sind diesmal ein wenig anders ausgerichtet.“

Wie der kleine Bruce Wayne mit Schrecken feststellen muss, befindet sich unter der Wayne-Villa ein ausgedehntes Höhlensystem mit einem spektakulären Wasserfall. Hier hausen Legionen von Fledermäusen. Diese benutzt Nolan, um Bruce Waynes allmähliche Entwicklung seiner technischen Ausrüstung und deren wachsenden Funktionalität zu demonstrieren – hier entsteht im Laufe der Zeit die Bat-Höhle.

„Die Bat-Höhle erschien früher als eine sehr aufwändige und völlig unwahrscheinliche Konstruktion“, sagt Nolan. „In ,Batman Begins‘ zeigen wir eine feuchte und verdreckte Höhle voller Fledermäuse, und wir erleben mit, wie Bruce Wayne dort Kabel und Gerüste installiert, die Beleuchtung montiert und seine Ausrüstung anschleppt: Die Welt der Bat-Höhle, die er später nutzen wird, muss er also erstmal einrichten.“

Crowleys Bat-Höhlen-Ambiente entstand als Set in Shepperton. Die Bat-Höhle ist etwa 75 Meter lang, 35 Meter breit und 12 Meter hoch. Von 24 Wasserpumpen gespeist fließen 54.600 Liter Wasser pro Minute durch den Set – so entstehen der Wasserfall, der Fluss und die tropfnassen Höhlenwände.

„Es war ein völlig surreales Gefühl, über den Set zu gehen, den ich zuvor nur als winziges Modell kannte – ich hatte mich in meiner Garage immer davor hingehockt, um hineinzuschauen“, sagt Nolan.

„Mir gingen die Augen über, als ich das Modell sah, und ich merkte sofort, dass ich tief in meine Trickkiste greifen musste, um diese Höhle auszuleuchten“, gibt Pfister zu. „Ich finde, dass wir darin wirklich die Atmosphäre einer echten Höhle eingefangen haben, sie besteht aus wunderbar glänzenden, glitzernden Felsen.“

Die für die visuellen Effekte verantwortlichen Dan Glass und Janek Sirrs schufen mit ihrem Team die meisten der nächtlichen Bewohner der Bat-Höhle mithilfe des Computers. „Man kann Fledermäuse nur begrenzt dressieren, und größere Mengen von ihnen kann man nicht effektiv dirigieren. Als haben wir jede Menge digitaler Fledermäuse geschaffen“, sagt er. „Eine gefriergetrocknete Fledermaus auf einem Stock diente uns während der Dreharbeiten als Vorbild: Wie diese Fledermaus in dieser Umgebung mit der entsprechenden Beleuchtung aussah, konnten wir dann auf den digitalen Schwarm übertragen.“

Es dürfte das Publikum überraschen, dass die Szene, in der Batman mithilfe seines aufgespannten High-Tech-Capes über Gotham „fliegt“, im Studio ohne die Hilfe von Computereffekten gedreht wurde. „Wir haben die Greenscreen überhaupt nicht eingesetzt“, berichtet Pfister. „Die Flugsequenz entstand mit echten Drahtseilen und echten Kameras. Wir hängten eine Kamera an ein Seil und flogen mit Batman 250 Meter durch die Halle. Damit bringen wir Chris’ Filmemacherphilosophie auf den Punkt: ,Wir drehen das echt.‘“

„Der kniffligste Aspekt bei diesem Film war der ungeheure Aufwand“, sagt Nolan. „Wir erzählen eine gewaltige Geschichte im größtmöglichen Maßstab, weil nur er Batman gerecht wird – und er hat diese Mühe verdient.“

Laut Franco „beeindruckt mich an Chris vor allem, dass er schon als so junger Mann ein derart reifer Filmemacher ist. Instinktiv weiß er, was er will und – was letztlich noch viel wichtiger ist – wie er das erreichen kann.“

„Chris hat zwar sehr konkrete Vorstellungen“, sagt Roven. „Aber dennoch lädt er jedermann ein, eigene Ideen, Gedanken und Standpunkte einzubringen – wer sich mit ihm austauscht, auf den geht er auch ein.“

„Ich arbeite gern mit Regisseuren wie Chris, die das Gespräch suchen und zuhören können“, sagt Morgan Freeman. „Er erinnert mich an Spielberg – ihm fällt das Inszenieren sehr leicht.“

„Darin ähnelt er allen großen Regisseuren“, sagt Michael Caine über Nolan. „Was er vorhat, kann er in einem Satz auf den Punkt bringen, und er hat immer Recht. Er ist sehr locker, schaut aber ganz genau zu. Wie eine sehr relaxte Rasierklinge.“

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  1. Intro
  2. Kurzinhalt
  3. Wie der Dunkle Ritter entstand
  4. Bruce Waynes Welt
  5. Das Batmobil
  6. Der Bat-Anzug und Accessoires
  7. Der Kampf für das Gute
  8. Die Dreharbeiten, Teil 1
  9. Die Dreharbeiten, Teil 2
  10. Die Dreharbeiten, Teil III
  11. Die Darsteller
  12. Die Darsteller, Teil II
  13. Hinter der Kamera
  14. Hinter der Kamera, Teil II
  15. Gesamten Artikel ansehen
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