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Suicide Squad: Offener Brief von David Ayer

Autor: Batcomputer | 22. Januar 2017 um 17:50 Uhr | 16 Kommentare   

‚Suicide Squad‘ ist schon längst aus den Kinos verschwunden und hat bereits die Heimkinoverwertung hinter sich gelassen. Jetzt äußert sich Regisseur David Ayer offen zu den harschen Kritiken zum Film und was er rückblickend anders machen würde.

Ayer reagierte per Twitter auf einen dankbaren Post eines Fans und nutzte die Gelegenheit, sich seinen Frust von der Seele zu reden:

„Ich weiß, es ist ein umstrittener Film. Ich wollte wirklich etwas eigenes kreieren, mit einem eigenständigen Look und eigener Tonalität.

Ich habe mich von der Verrücktheit der Comics inspirieren lassen. Einen Film zu drehen ist nicht mal eben gemacht, es ist eine Reise. Ich habe soviel dabei gelernt. Die Menschen wollen gerne, was sie selbst wollen und jeder hat eine persönliche Sicht, wie die einzelnen Figuren auzusehen haben, sich bewegen und sprechen. Wenn man einen Film für die breite Masse machen will, dann wird es schnell austauschbar. Aber ich habe mich getraut.

Suicide Squad hat seine Schwächen, verdammt ja, die ganze Welt weiß das. Nichts schmerzt mehr, wenn man die Zeitung aufschlägt und die Jahre, die man an Blut, Schweiß und Tränen gegeben hat, in der Luft zerissen werden. Das „Hate-Game“ mitzuspielen ist hart.

Der Film war ein überaus kommerzieller Erfolg. Und der Welt wurden sehr coole Figuren des DC Universums vorgestellt. Und dieser Erfolg ist der Zugkraft von DCs Figuren zu verdanken. Würde ich heute einiges anders machen? Yep, sicher.

Ich wünschte, ich hätte eine Zeitmaschine. Ich würde den Joker zum Hauptgegner machen und eine mehr geerdetere Geschichte erzählen. Nun muss ich von den guten und schlechten Dingen lernen. Ich liebe es Filme zu drehen und ich liebe DC. Ich war ein High School-Abgänger und habe Häuser für meinen Lebensunterhalt gestrichen. Ich bin sehr glücklich über meinen Job. Ich muss nächstes Mal den Figuren die Geschichten zugestehen, die sie auch verdienen. Und das sage ich ganz offen. (Und nein, es gibt keinen sagenumwobenen Schnitt des Films mit haufenweise Joker-Szenen, welcher in einer Salzmine unter Verschluss gehalten wird.)“

Quelle: Twitter.com

16 Kommentare

  1. Geschrieben von Mr. Mxy am 22 Januar 17 um 18:03

    Bedeutet das, dass der Joker der Hauptgegner von „Sirens“ wird?

  2. Geschrieben von Ratty am 22 Januar 17 um 18:04

    Das Problem beim Joker ist, das er in der hiesigen Comickultur-Geschichte nicht mehr wegzudenken ist und ihn als Nebenpart zu integrieren, ist schwer umsetzbar. Er braucht einen gewissen Spielraum.
    Das Problem wird sein, den Joker so schnell wieder einzusetzen.

    Ich glaube, Letos Zeit ist schon wieder vorbei, nachdem der ganze Shitstorm über ihn eingefallen ist, ich fand ihn persönlich ganz gut, aber er hatte einfach zu wenig Screentime.

    • Geschrieben von Perios am 22 Januar 17 um 21:30

      Welcher Shitstorm ist über Jared Leto eingefallen? 🤔

      • Geschrieben von Ratty am 22 Januar 17 um 21:49

        Es gibt genug Leute, die halten Leto für eine Fehlbesetzung…sein Acting zu aufgesetzt…musst dir nur mal die ganzen Youtube Kommentare lesen…

  3. Geschrieben von Captain Harlock am 22 Januar 17 um 18:30

    OK … Quatsche nicht und mach eine würdige Fortsetzung !!!

    … und laß Killer Croc mutieren, am besten unter dem Einfluß von Hush !!!
    (sogar in der Lego-Variante sieht Croc erschreckender aus 😉 )

  4. Geschrieben von Visual Noise am 22 Januar 17 um 20:34

    Das nenn ich mal eine super Geste! Danke Ayer…aber so schlimm war er wirklich nicht!? 😀 Und du bekommst sicher nochmal eine Chance!? ^^

  5. Geschrieben von Michael Bane am 22 Januar 17 um 21:47

    Also ich finde den Film super und Danke Ayer dafür 😊👍

  6. Geschrieben von batman_himself am 23 Januar 17 um 07:21

    „Geerdet“ und mit Joker als Hauptgegner hört sich wirklich so an, wie es gedacht war. Dieses Weltuntergangszenario war wirklich unpassend.
    Wer hat das eigentlich entschieden?
    Der gehört wirklich bestraft…

  7. Geschrieben von Two Face am 23 Januar 17 um 09:43

    Naja, der FIlm hat Licht und Schatten. Die Sache mit dem Joker als Hauptgegner wäre im Nachhinein gesehen vielleicht besser gewesen, aber nachher ist man ja immer klüger. Was mich an dem FIlm gestört hat war zum einen Will Smith als Deadshot. Ich finde Smith passt in so einen Film nicht rein. Ich hab nix gegen den, fande ihn in Independence Day klasse, aber für einen Comicsuperschurken finde ich ihn fehlbesetzt. Und zum anderen wurden mir in dem Film as ganze Squad als Superschurken (die Bösesten der Bösen) verkauft. Und dann bekommt man hier so Softies verkauft:
    Deadshot: Der liebe knuffige Deadshot der in seiner Freizeit Hausaufgaben mit seiner kleinen Tochter macht und den liebenden Familienvater spielt (gähn, seufz)
    El Diablo: Der ja soooo Angst vor seinen Kräften hat und ja so vieles in seiner Vergangenheit bereut und liebr in seine Röhre schmollt (gähn, seufz)
    Killer Croc: Der arme Missverstandene Killer Croc der darunter leidet wenn ihn andere als hässlich bezeichnen und dann schmollend in der Bar sitz und ganz traurig sagt „ich find mich aber schön“ (Buhuuu, schluchz)
    Cpt. Bumerang: War für mich eher ne Witzfigur als ein ernst zu nehmender Gegner für Flash…

    Dieses ganze von wegen Eigentlich-hat-der-Schurke-ja-eine-tragische-Vergangenheit-und-ist-nur -ein-Opfer-seiner-Umständer-Gedöns geht mir wirklich uaf den Senkel. Das ist schon sowas von ausgelutscht.

    Um ehrlich zu sein hat mich das viel mehr gestört als die Story.

    • Geschrieben von TheDarkKnight10 am 23 Januar 17 um 11:37

      Sehe ich auch un vielen Punkten so. Vorallem, weil das schon immer ein Thema war, was mich bei den Spiderman-Filmen so störte (sowohl die alten, als auch neuen Filme) und was ich an TDK bspw. so toll fand. Lasst die Bösen doch einfach mal auch so sein! Diese „eigentlich guten“ Bösewichte, waren in dem Film wirklich zu viel – das machte den Film mit der ohnehin schon einfallslosen Story noch schlechter. Dennoch war er insgesamt für meine Begriffe besser als BvS. Aber auch nur, weil der „sich nicht so ernst nahm“. Kommerzieller Erfolg ist ja schön und gut – das lag aber sicher einfach an der Vermarktung und wohl auch an der Zugkraft eines Smith (für meine Begriffe). Übrigens fand ich ihn noch, neben Harley, am besten. Problem war vielmehr, dass seine Figur, wie auch die meisten anderen, schlecht gezeichnet war für jene, die halbwegs sich mit den Comics auskennen.

      Langsam nervt mich dieses DC-Universe-gedöns ziemlich an, denn für mich machen die einen riesen Wirbel, aber liefern nicht, was sie versprochen haben.

      • Geschrieben von Two Face am 23 Januar 17 um 13:45

        Richtig. Die Spider Man Filme hatte ich dabei im Hinterkopf. Da hat ja jeder Bösewicht (außer Venom) eine tragische Vergangenheit…. Des nervt mich und ist jetzt mittlerweile ausgelutscht.Ich will auch lieber einen richtig fiesen Bösewicht. Das muss ja auch nicht eindimensional sein wie man bei den vergangenen Joker Interpretationen gesehen hat.
        Ich dagegen fand BVS um einiges besser als SQ. (Geschmacksache)
        Harley fand ich super umgesetzt. Harley hat mich noch am ehesten an die Comics erinnert.

      • Geschrieben von TheDarkKnight10 am 24 Januar 17 um 13:38

        Fand es bei der Squad eh sehr merkwürdig, dass der Joker eigentlich nur eine Randerscheinung war. Als Ansatz zwar interessant, aber in der Umsetzung für mich völlig gescheitert. Harley fand ich auch am Comic-nahesten und super umgesetzt. Der Deadshot war für mich soweit auch ok und gut gespielt. Aber wenn dann der Rest der „ach so bösen Truppe“, dann auch nur die „komplexbeladenen Psychowracks“ sind, dann frage ich mich schon, wie diese Personen derart gefährlich sein sollen, wie sie dargestellt wurden. Als wäre jede(r) von denen eine Kraft, die die Nation oder gar die Welt ins Chaos stürzen oder untergehen lassen könnte. Völliger Blödsinn.
        Was ich ganz nett fand, aber leider nicht wirklich ausgeschöpft, war diese „die Böse Truppe wird von einer bösen Agency angeheuert, um eigene Ziele zu verfolgen“-Thematik, die dann die Frage aufwarf, wer denn eigentlich schlimmer ist. Aber leider wird das nur „abgefrühstückt“, anstatt dem wirklich Tiefgang zu verleihen. Schade.
        Was BvS angeht: Ich glaub, da ist auch viel von meiner Enttäuschung im vergleich mit bspw. Suicide Squad, meine Erwartungshaltung gewesen. Für mich sind letztlich beide Filme sehr enttäuschend und wirklich schlecht.

  8. Geschrieben von Damio am 23 Januar 17 um 13:46

    Mr ayer hat einen guten job gemacht. Der film gefiel mir super und war ganz grosse klasse !! Respekt mr ayer

  9. Geschrieben von Benjamin Souibi am 23 Januar 17 um 19:35

    Soeben wurde bekanntgegeben, dass “Batman v Superman“ UND „Suicide Squad“ gefühlt in allen Kategorien für die „Goldene Himbeere“ nominiert worden sind…

    • Geschrieben von Sephiroth am 24 Januar 17 um 09:57

      Absolut lächerlich…

      Beides sehr gute Filme imho…

  10. Geschrieben von Alex H am 24 Januar 17 um 18:34

    Suicide Squad ist tatsächlich für einen Oscar nominiert, zwar für bestes Make-up, aber immerhin. 😉