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Gerücht: Wie Reeves die Kontrolle über ‚The Batman‘ übernahm

Autor: Batcomputer | 05. März 2017 um 15:54 Uhr | 12 Kommentare   

Bevor Matt Reeves offiziell als neuer Batman-Regisseur verkündet wurde, machte sich zuvor das Gerücht breit, die Verhandlungen wären aufgrund der Machtverhältnisse temporär ausgesetzt worden. Ein weiteres Gerücht setzt darauf auf.

In einem interessanten Artikel von SplashReport.com wird einführend aufgezeigt, wie Warner Bros. grundsätzlich zu seinen Regisseuren steht. Mit dem Credo „Filmmaker-Driven“ sprach das Studio immer großes Vertrauen ihren Regisseuren gegenüber aus und übergab somit auch die volle Kontrolle über deren Projekte an die Filmemacher. Als plakatives Beispiel wird hier Clint Eastwood herangezogen, welcher 28 seiner 35 Filme für Warner Bros. umsetzte. Auch Christopher Nolan überließ man jedesmal die volle Kontrolle, so dass er von seinen 9 Filmen 6 unter dem Warner-Logo verwirklichte. Und auch Zack Snyder setzte 7 von 8 Projekten bei Warner um.

Dies schien sich nach ‚Batman v Superman‘ verändert zu haben und das profitable Ziel, welches man sich mit dem DCEU gesteckt hatte, kollidierte mit dem mutigen Credo des Filmstudios. Und so ließen sich manche Vorhaben nicht mehr mit der Vision der ausgewählten und bereits gesetzten Regisseure vereinbaren, so dass man sich von Regisseuren trennte (The Flash, Wonder Woman), in bereits laufende Projekte künstlerisch eingriff (Suicide Squad, Justice League) und in Form von Geoff Johns eine weitere Kontrollinstanz installierte. Man wollte auf Nummer Sicher gehen.

Einzig James Wan, welcher den Regieposten für ‚Aquaman‘ übernahm, wollte oder konnte man nicht ins Handwerk „pfuschen“. Wan soll laut einem Insider-Bericht schnell gemerkt haben, dass Warner versucht, die Kontrolle über die laufenden Projekte zu bekommen und drohte angeblich damit, das Projekt zu verlassen, sollte Warner darin eingreifen wollen. Das Studio akzeptierte dies und Wan blieb an Bord.

Und ähnlich soll es sich nun beim künftigen Batman-Regisseur Matt Reeves abgespielt haben. Nachdem Affleck das Projekt als Regisseur verließ, sah Reeves nicht nur die Möglichkeit im Regiestuhl Platz zu nehmen, sondern auch die komplette Kontrolle über das Projekt zu übernehmen. Er wollte nicht einfach das Projekt umsetzen, was Affleck hinterlassen hatte, sondern sah die Möglichkeit, seinen eigenen Film und seine eigene Welt daraus zu kreieren.

Warner Bros. befand sich nach Afflecks Abgang in der Zwickmühle und dies wusste Reeves auszunutzen – denn WB war nun „verletzlich“. Anfangs wollte WB noch die Kontrolle behalten und in den Verhandlungen mit Reeves festsetzen, dass der neue Regisseur weiterhin an DC Films-Chef Geoff Johns berichten muss und auch das von Affleck, Johns und Terrio angefertigte Drehbuch als Basis für ‚The Batman‘ nutzen muss.

Reeves (bzw. seine Repräsentanz) willigte nicht ein und Meldungen wie vom Branchenmagazin Variety, man hätte mit Reeves bereits eine Batman-Regisseur, zwang WB letztendlich in die Knie. Reeves wollte dieselbe Macht über ‚The Batman‘ haben, wie sie James Wan über ‚Aquaman‘ gewährt wurde.

WB wartete letztendlich ein paar Tage und willigte ein, bevor dem Studio ein weiterer Rückschlag drohte. Sie gingen auf Reeves zu und sicherten ihm das letzte Wort in Sachen ‚The Batman‘ zu.

Soweit das Gerücht. Spannend wird nun, wie sich das Batman-Projekt weiterentwickelt und von den ursprünglichen Vorstellungen abweicht.

Quelle: SplashReport.com

12 Kommentare

  1. Geschrieben von Ras AlGhul am 05 März 17 um 16:09

    Schauen wir mal wie das Projekt letztendlich wird.

    • Geschrieben von Adrian aus Polen am 05 März 17 um 16:28

      Genau.

  2. Geschrieben von Two Face am 05 März 17 um 17:11

    Hmm, irgendwie ein zweiseitiges Schwert. Einerseits ist es bestimmt nicht schlecht wenn ein Regisseur sich kreativ austoben kann und dem Film seinen eigenen Stil verpassen kann, andererseits finde ich es gerade bei einem zusammen hängendem Film Universum wichtig das eine Oberaufsicht führende Instanz das letzte Wort hat. Wenn jeder Regisseur sein eigenes Ding durchzieht gibt das doch nie ein großes Ganzes.

  3. Geschrieben von jokerfan am 05 März 17 um 18:39

    Dann wird Reeves bestimmt das Drehbuch nochmal etwas ändern.

  4. Geschrieben von GothamKnight am 05 März 17 um 19:24

    Ich glaube das der Bericht viel zu ernst rüberkommt, als es eigentlich ist…
    Jones ist fürs DC Universe mitverantwortlich, und ich denke das die sich mit Reeves schon gut geeinigt haben, so das es für alle ein angenehmes Arbeitsverhältnis sein wird.

    Klar wird Reeves seine eigene Note dazu beitragen. Sollte auch so sein…

  5. Geschrieben von Kyodai Ken am 05 März 17 um 19:29

    Ich finde dieses große Ganze gar nicht so wichtig. Für mich wäre es ok, wenn jeder Film für sich stehend gut funktioniert, ohne zwanghaft eine Verbindung zu anderen Filmen zu schaffen. Hauptsache jeder Film für sich ist gut. Man kann ja irgendwann, wenn alles klappt, mal einen Justice League Film rausbringen, wo die meisten Filme miteinander in Korrelation stehen.

  6. Geschrieben von Arieve am 06 März 17 um 09:38

    Bei „Aquaman“ macht sowas auch Sinn, aber bei einem Film, der eigentlich schon ein, wie man hört, gutes Drehbuch hat und bei dem Teile des Castings schon gemacht wurden? Bei einem Film, bei dem der Produzent und Drehbuchmitschreiber auch Hauptdarsteller eines der wichtigsten Charaktere des DCEU ist, den man also gefälligst nicht vergraulen sollte ohne das ganze Universum zu gefährden?

    Never ever!

    Ist ja zum Glück nur ein Gerücht. Wir werden sehen was aus dem Film und der Personalie Ben Affleck wird. Ich hoffe mal, dass der Film gut wird, denn die Erwartungen an einen Solo-Bartman sind gigantisch, und dass Batfleck und auch im DCEU erhalten bleibt. Nichts schadet einem Universum mehr als mangelnde Kontinuität und ein Wechsel des Hauptdarstellers eines der prominentesten Charaktere.

    • Geschrieben von Two Face am 06 März 17 um 09:44

      Oh ja, die Kontinuität der Hauptcharaktere find ich auch ganz wichtig. Das klappt bei Marvel z.B sehr gut. (Bis auf War Machine… Aber den interessiert eh keinen…)
      Hoffen wir das sich die Gerüchte um Afflecks Ausstieg nicht bewahrheiten

      • Geschrieben von Superfly am 07 März 17 um 10:35

        Das ist bloedsinn es gibt viele war maschine fans .aber das weiss man naturlich nicht wenn man nur guckt und nix liest …

  7. Geschrieben von Sephiroth am 06 März 17 um 17:17

    Wenn das stimmt, wird das (wahrscheinlich) gute Drehbuch ja echt noch mal ganz anders… meh… das kommt dabei raus, wenn zu viele Köche mitbruzeln…

  8. Geschrieben von Eisbär am 07 März 17 um 23:05

    @ Two Face… vergiss nicht den Hulk…

  9. Geschrieben von Gordon am 08 März 17 um 13:08

    Es ist traurig zu sehen das Warner anscheinend nichts aus „Batman v Superman“ und „Suicide Squad“ gelernt hat und das Studio weiterhin versucht den Regisseuren ins Handwerk zu pfuschen. Ich finde es gut das Reeves nun (hoffentlich) die volle Kontrolle hat, guter Mann.

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