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DCEU: Justice League und die Zukunft der DC Filme

Autor: Pat | 30. September 2017 um 16:12 Uhr | 12 Kommentare   

In einem Artikel von Vulture äußert sich Geoff Johns und DC Entertainment Präsidentin Diane Nelson über die Ausrichtung und Änderungen der kommenden DC Filme. Es gibt viele ehrliche Aussagen und neue Informationen zu der Zukunft der DC-Filme. 

Die wohl wichtigste Neuigkeit kommt direkt von der DC Entertainment Präsidentin Diane Nelson: „Unsere Intention ist eine Kontinuität zu schaffen, die sicherstellt, dass nichts auseinanderläuft oder keinen Sinn mehr ergibt. Es wird aber keine übergeordnete zusammenhängende Geschichte in diesem Universum geben.“

„‚Wonder Woman‘ ist keinem anderen Film untergeordnet. Manche Filme werden die Charaktere zusammenführen, wie ‚Justice League‘. Bei ‚Aquaman‘ ist es z.B. nicht unser Ziel den Film mit den anderen zu verknüpfen“, sagte Johns. Diane Nelson fügt noch hinzu: „Ihr werdet sehen, das DC Film Universum ist eines was von den Herzen der Filmemacher kommt“.

Außerdem wird im Artikel erwähnt, dass Geoff Johns bei ‚Man Of Steel‘ besorgt war, dass der Film zu wenig Leichtigkeit oder Humor besitzt. Geoff Johns hat diese Bedenken auch geäußert, aber die damalige Warner Führungsriege habe sich nicht drum gekümmert, was Geoff Johns denkt. Seine Sichtweise kommt nicht von ungefähr, da Johns unter ‚Superman‘-Regisseur Richard Donner Praktikant und Produktionsassistent war. Zudem war Johns damalige Position eine andere als heute. 2008 war er zwar ein Comic-Autor bei DC Comics, hat aber mehr Projekte angestoßen, wie zum Beispiel das Videospiel „Arkham Asylum“.

DC Comics musste sich neu organisieren, von einem Comic Verlag zu einem Medienunternehmen, welches sich um Filme, Serien, Comics und Games kümmert. DC Comics trägt nun den Namen DC Entertainment. Heute ist Geoff Johns Chief Creative Officer von DC Entertainment. Er kümmert sich um die kreative Richtung aller Sparten, wie z.B. das damalige Rebirth-Comicevent oder das kommende Doomsday-Event. Warner Bros. vertraut Geoff Johns und Jon Berg nun die Leitung der DC-Filme an. Der erste DC Film unter dieser Führung war ‚Wonder Woman‘. Dort hat Johns dem Drehbuchautoren Allan Heinberg unterstützt, auch wenn er nicht als Co-Autor gelistet ist.

Geoff Johns und Jon Berg brachten Joss Whedon dazu neue Szenen für ‚Justice League‘ zu schreiben, nachdem sie erfolgreiche Gespräche mit Whedon über seinen Batgirl Autoren- und Regieposten geführt hatten. „Jeder haben uns so gefreut, dass Joss ein Teil von DC wird und wir dachten, es wäre großartig, wenn er die zusätzlichen Szenen für ‚Justice League‘ schreiben würde“, so Johns.

Außerdem äußerst sich Johns zu Gerüchten. Vor allem darauf bezogen, dass DC Entertainment keinen Plan hätte. „Einige Gerüchte sind wahr, einige nicht. Wenn wir über etwas reden oder wir Verträge mit Leuten machen um Drehbücher zu entwickeln oder was auch immer, tauchen Leaks auf. Einige sind falsch übermittelt und es ist frustrierend. Wir wollen über unsere Strategie öffentlich reden und diese Gerüchte geben es falsch wider. Es gibt viele interne Gespräche darüber „Wie können wir die Sache etwas aufräumen?“, so Johns.

Johns bestätigt des Weiteren die Neuigkeit, dass Warner und DC an einem Label arbeiten, dass außerhalb des DC Universums stattfindet. Der erste Film unter diesem Label wird über den Joker sein, welcher von Todd Philipps (‚Hangover‘) inszeniert wird. Außerdem werden die Fans bald den Namen des Labels erfahren.

Zu Zeiten der Ankündigung des Rebirth Comic-Events wurde Johns gefragt, was die DC Charaktere auszeichnet. Seine Antwort: „Die Ikonografie und die Repräsentation von Idealen bedeutet den Menschen so viel. Es gibt so viel emotionalen Unterbau für die Charaktere und die Geschichten. Aber wenn es nicht da ist, dann fühlst du diese Leere„.

Quelle: Vulture

 

12 Kommentare

  1. Geschrieben von batman01 am 30 September 17 um 16:23

    langsam aber sicher hab ich auf das ganze hin und her bei warner und dc entertainment keine lust mehr. also werden wir in zukunft vielleicht 3 oder 4 weitere darsteller als batman haben? ben affleck im „main“ universe und die anderen dann in den „elseworlds“ filmen die alle in keiner verbindung zueinander stehen?!

  2. Geschrieben von Arieve am 30 September 17 um 19:18

    Endlich mal klare Worte wo die Reise hingehen soll. Ich hoffe sie behalten diese neue Infopolitik bei.

  3. Geschrieben von Alex H am 30 September 17 um 20:16

    Also klare Worte finde ich in diesem Interview leider nicht. Es gibt noch so viele offene Fragen, die von beiden leider nicht beantwortet wurden.

  4. Geschrieben von batman_himself am 30 September 17 um 20:23

    Hoffentlich werden diese so gut wie die „Elseworlds“.
    Vorteil wäre ja, das man total freie Hand hätte. Da können dann Charaktere sterben oder Helden als Bösewichte auftreten.
    Es ist aber die Frage, ob so etwas beim Publikum funktioniert oder den Filmen fernbleiben.
    Neben Affleck hatten wir ja schon LEGO Batman im Kino.
    Und die Gestaltung Batmans unterschied sich der in den Comics.
    Jetzt warten wir erst mal ab. 1989-1997 gab es ja auch 3 verschiedene Batman-Darsteller

  5. Geschrieben von Two Face am 30 September 17 um 21:16

    Klingt für mich irgendwie so als ob man ein zusammenhängendes Film Universum erschaffen will das nicht zusammen hängt. Alles ein bisschen widersprüchlich. Das es keine übergeordnete Geschichte gibt, damit kann ich leben auch wenn ich es schade finde, aber das kann jetzt zusätzlich Filme mit dem selben Charakter aber unterschiedlichen Schauspielern raus bringt, die dann auch noch losgelöst vom aktuellen Universum existieren sollen finde ich nicht gut. Entweder man erschafft ein Universum und dann mit allen Konsequenzen oder eben nicht. Aber das finde ich ein bisschen halbgar. Naja mal abwarten wie das ganze dann in der Realität aussieht. Jetzt ist erst mal Vorfreude auf JL angesagt.

  6. Geschrieben von Cloud_Strife am 30 September 17 um 23:02

    Dann sollen sie doch zu den nicht stimmenden Gerüchten Stellung beziehen, statt die Leute unwissend zu lassen, ob an den Gerüchten etwas dran ist oder nicht.

    Für mich sieht das ganze danach aus, als würde man sagen wollen „Ja, es spielt zwar alles in einem Universum aber irgendwie dann auch nicht. Und eigentlich machen wir das nur, damit wir die Schauspieler austauschen können für die Rollen wie und wann wir wollen“!

    Ich sehe da bloß das ganz große Verständnissproblem bei der Allgemeinheit. Wenn wir dann 3 Batmanfilme bekommen wo jedes mal ein anderer Schauspieler Batman spielt, sorgt das nur für Verwirrung.

    • Geschrieben von batman_himself am 01 Oktober 17 um 00:48

      Hatten wir schon:
      Keaton, Kilmer, Clooney

      Ich kann mich auch daran erinnern, das die Burtonfilme, und die Schumacherfilme in eigenständigen Universen spielen soll(t)en.
      Acclaim wollte Pinguin im Spiel zu „Batman & Robin“ auftauchen lassen, Warner war strikt dagegen.
      Wenn man mal die Batman-Filme von Burton und Schumacher vergleicht: Schumacher nimmt nie wirklich Bezug auf die Burtonfilme.

  7. Geschrieben von Visual Noise am 01 Oktober 17 um 02:50

    Also… So wirklich ‚klar‘ finde ich die Aussagen auch nicht… Wenn es kein großes Ganzes ergeben wird/soll, bekommen wir also immer einzelne Storys vorgesetzt!?

    Das finde ich äußerst unbefriedigend… Da dachte ich „Menschgrandios, endlich gehts los!“ und nun doch nicht, aber irgendwie doch? Aus der Traum vom gigantischrn DC Universum, mit DEM Batman und DEM Joker…

    Hört sich für mich nach allem anderen an, als DEM ganz großen Wurf… Hoffentlich kann mich die League wieder besänftigen!? -_-„

  8. Pat
    Geschrieben von Pat am 01 Oktober 17 um 09:23

    Ein gemeinsames Universum zu haben, wo die Geschichten einzeln für sich funktionieren, ist eine großartige Möglichkeit wieder bessere Filme zu machen.

    Warner hat ja schon früh sich auf die Fahne geschrieben lassen, dass sie Filmmaker-Driven sind. Leider war „Suicide Squad“ und BvS eher das Gegenteil davon der Fall. Jetzt hat man die Möglichkeit talentierten Filmemachern das Fundament großartige Filme drehen zu lassen. Natürlich werden wir kleine Hints zum Universum sehen (z.B. Bruce sieht Nachrichten und sieht Supie Metroplis retten)..

    Das große Problem beim seriellen Erzählen im Kino ist einfach, dass sich die einzelnen Filme der gesamten Vision unterwerfen müssen. Das merkt man bei Marvel doch recht stark an, da ist zB der neue Cap America ein Avengers 2.5.

    Mir persönlich ist es wichtig, dass die Filme an und für sich gut sind und wir nicht 3 Filme warten müssen bis es ein Pay-Off für einen Konflikt gibt.

    Und hat nicht erst „Wonder Woman“ gezeigt wie gut es funktioniert? Wir sollten uns freuen, dass Warner so viel Vertrauen in die DC Welt hat, dass es die nächsten Jahr mehr geben wird und sie daran arbeiten die Filme zu verbessern.

    Denn letztendlich wollen wir im Kino doch nur unsere Superhelden in spannenden, aufregenden und vielleicht auch etwas witzigen Geschichten erleben.

    Den mit Geoff Johns als Architekt für dieses Fundament können wir uns auf viele tole Kinobesuche freuen.

    • Geschrieben von Visual Noise am 01 Oktober 17 um 10:30

      Also so wie du es gestern sagt hast, klingt das Ganze wirklich hervorragend! ^^ Und damit kann ich mich durchaus anfreunden…

  9. Geschrieben von Kal El am 01 Oktober 17 um 11:23

    Wenn ich das richtig verstehe, wollen sie kein dc Universum schaffen sondern dc multiversum!

    So können in jeden Film die Vorraussetzungen jedesmal neu geschrieben werden, verschiedene Universe verbunden werden und kreative Grenzen aufgehoben werden!

    Es müssen nicht alle Filme auf teufel komm raus mit einem Hollywood Happyend enden. Ein Held kann überraschend sterben/böse werden, die Erde versklavt werden und im nächsten Film wieder an der Seite von jl kämpfen!

    Nix wäre vorhersehbar!

    Sehr schwer das ganze sauber aufzuziehen, aber kann sehr gut werden!

    Ich fände es gut wenn man statt normale Trailer zu zeigen, die Vorgeschichte zeigt! dann kann man sich auf den Film freuen, sich vorbereiten ohne sich zu Spoilern!

    Meint ihr sowas wäre möglich, oder ist die Idee doch nicht gut?

  10. Geschrieben von LA10 am 01 Oktober 17 um 13:08

    Das „Große DCEU“ wollen sie wohl beenden…

    Eigentlich habe ich da kein Problem damit, ich wollte sowieso nie das sie es so machen wie Marvel!
    Eigenständige Filme finde ich besser – der ein oder andern Hinweis (z.B. wie bei Wonder Woman) wäre natürlich trotzdem ganz.

    Was mich aber jetzt richtig ärgert… JL wurde hinsichtlich der Einführung neuer Figuren und Gefahren doch intensiv durch BvS vorbereitet, und das alles sehr zum Leidwesen des Films!!!

    Ich werde Herrn Zack Snyder mal schreiben 🙂 ob er nicht Lust hat nur seine Version von BvS nochmal zu veröffentlichen… Genügend Film-Material wäre ja vorhanden :-)…

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