RITTER AUSSER DIENST
Von Marc Shapiro, Ian Spelling & Dan Yakir
Batman – er brütet, blickt finster drein, trägt einen Gummianzug. Und Michael Keaton will die Figur nicht wieder spielen. „Er ist ein verschlossener Typ, das kann man wohl sagen!“ beklagt sich der Schauspieler, der für seine darstellerische Leistungen in den BATMAN-Filmen, BEETLEJUICE und VIER LIEBEN DICH bekannt ist. „Er ist ein ziemlich düsterer Charakter. Persönlich hat es mir sehr viel Spaß gemacht, ihn zu spielen, und es war durchaus nicht einfach, die Rolle in den Griff zu bekommen. BATMANS RÜCKKEHR gefiel mir auch recht gut, aber ich fand den Film nicht so befriedigend wie BATMAN.“
Besonders unbefriedigend war das Tragen der unpraktischen Gummirüstung des Dunklen Ritters, meint Keaton. „Die Arbeit in diesem Anzug war wirklich anstrengend. Das verdammte Ding war auch nicht an die Kanalisation angeschlossen. Bevor ich in den Anzug gesteckt wurde, ging ich zur Toilette, und das war es dann. Tim Burton war eine große Unterstützung. Wenn ich das Set kam, sagte er: „Naja, bloß noch 16 Stunden.“
Das Kostüm war zwar mit Kunststoffmuskeln ausgestattet, doch Keaton blieb es dennoch nicht erspart, lange Stunden im Fitnessstudio zu verbringen, damit er den Anzug zufrieden stellen ausfüllen konnte. „Während des Trainings musste ich mein Gewicht im Auge behalten. Zu vile Pfunde, und ich hätte mich nicht mehr ins Kostüm zwängen können. Wenn ich zu dünn gewesen wäre, hätte mir das Outfit am Körper geschlottert.“
Nachdem er die beiden Filme abgeschlossen hatte, wusste Keaton ganz eindeutig, dass er keinen weiteren mehr machen wollte. BATMAN war ein beeindruckendes Kunstpodukt, wirklich beeindruckend. Aber als ich das Für und Wider erwog, sagte mein Herz: „Diesmal nicht. Es ist Zeit, den Hut zu nehmen. Zu viele andere Projekte warten.“ Aber eines weiß Keaton bestimmt: „BATMAN war eine sehr gute schauspielerische Erfahrung für mich.“