Von Adam Pirani
Jack Nicholson schauspielerte nur ein ganz klein wenig in der Rolle des Jokers in BATMAN. Hauptsächlich war er er selbst.
„Ich erzähle immer, was mein Schauspiellehrer mal zu mir sagt“, verrät er. „Und zwar meinte er, dass 85 Prozent von dir in der Rolle, die du spielst, erhalten bleiben, und du die übrigen 15 Prozent von dir abtrennen musst, damit du spielen kannst.“
Nicholson lächelt, die Idee, dass es zwischen ihm und einem mörderischen, durchgedrehten Kriminellen im Clownskostüm viele Gemeinsamkeiten gibt, scheint ihm zu behagen. „Als Kind war der Joker meine Lieblingsfigur. BATMAN war einer meiner Lieblingscomics.“
BATMAN-Regisseur Tim Burton ist der Ansicht, dass Nicholsons Ansatz beim Schauspielern und sein Talent, nichtssagende Phrasen in wütende Kriegsrufe eines der Welt überdrüssigen Mannes zu verwandeln, den Film erst zu dem machen, was er ist. „Jack hat eine unglaubliche Begabung, Worte einzusetzen, die an sich bedeutungslos sind, aber ein ganz bestimmtes Gedankenbild heraufbeschwören können“, meint Burton voller Bewunderung. „Das kann er.“
Seine Genrekarriere, meint Nicholson, sei auf BATMAN zugesteuert. „Ich fing zusammen mit Roger Corman mit dieser Art von Sachen an, wir arbeiteten schnell und schlecht, aber schon da war mir klar, dass es mir Spaß macht, Schauspieler zu sein. Ich habe viele Dinge ausprobiert, und mit der Zeit lief es besser, beispielsweise in SHINING und DIE HEXEN VON EASTWICK“.
Ich bin kein Shakespeare-Darsteller, aber ich glaube, dass Rollen wie der Joker in dieser Art von Filmen das Pendant für die klassischen Rollen für einen zeitgenössischen Schauspieler sind.“