NOLAN VERSETZT BATMAN
Die Variety berichtet, dass der potenzielle Batman-Regisseur Chris Nolan höchstwahrscheinlich ein anderes Projekt in Angriff nehmen wird, bevor er der menschlichen Fledermaus neue Flügel verpasst.
So soll der Memento und Insomnia-Regisseur für Warner Bros. und Walt Disney Pictures den Roman "The Prestige" verfilmen. Jude Law soll dafür vorgesehen sein und Nolan's Bruder Jonathan wird das Drehbuch schreiben.
Wenn man davon ausgeht, das für dieses Projekt wahrscheinlich weitere 2 Jahre ins Land gehen werden, schrumpfen wiedermal die Hoffnungen auf ein baldiges Wiedersehen mit Batman auf der großen Leinwand. Zumal man diese Erfahrung schon mit Wolfgang Petersen's "Batman vs. Superman"-Projekt gemacht hat - das letztendlich vorerst auf Eis gelegt wurde.
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PITOF SPRICHT ÜBER 'CATWOMAN'
Das französische Magazin AlloCine hatte die Möglichkeit telefonisch ein Interview mit Catwoman-Regisseur Pitof zu führen.
AlloCine: In welcher Phase befindet sich gerade das "Catwoman"-Projekt?
Gerade steckt der Film noch in den Vorbereitungen. Wir haben eine interessierte Hauptdarstellerin in Form von Halle Berry. Es geht vorwärts, aber ich kann Ihnen nicht wirklich viel mehr erzählen: das Script ist noch nicht fertig, und einiges ist immernoch ein bisschen verrückt. Wir hofffen auf einen Drehstart im Herbst 2003, damit er 2004 auf die große Leinwand kommt.
AlloCine: Lassen Sie uns über die Figur sprechen, die besonders populär durch "Batmans Rückkehr" wurde. Wie wollen Sie an sie rangehen.
Catwoman ist eine Superheldin mit einer starken Grundlage, aber auch mit den Merkmalen einer Katze wie Nachtblick, die Fähigkeit, wie eine Katze zu springen sowie viele andere Fähigkeiten, die ihren Übermenschlichkeit ausmachen. Sie weiß aber auch, daß sie nicht die Kräfte eines Supermans hat und daß sie an die Gesetze von Physik gebunden ist.
Sie ist auch eine Superheldin, die die Grenzen des Comics überschreitet. Sie ist ein Sexsymbol der katzenartigen Weiblichkeit, was sie für mich zu einer Figur macht, die nicht den üblichen Weg eines traditionellen Superhelden einschlägt. Im Gegensatz zu anderen Superhelden, wo es nur EINEN Superman oder EINEN Batman gibt, lässt es das Konzept mehrere Catwomen zu - da grundsätzlich jede Frau Catwoman sein könnte.
Nun müssen wir die Figur in eine verhältnismäßig realistische Welt a'la Spider-Man übertragen. Wahrscheinlich werden wir sie in eine nicht allzu entfernte Zukunft setzen - dafür aber in eine Nordamerikanischen Umgebung, die mehr klassisch wirkt. Die Hauptidee ist es, einen weiblichen Superhelden leben einzuhauchen - ihr tiefe zu geben und sie nicht wie einen "Bimbo" (Sorry, das war mir echt unmöglich mit einer treffenden Bedeutung zu übersetzen; Batcomputer) oder als pure sexy Vigilantin dastehen zu lassen. Sie ist ein weiblicher Held für Frauen.
AllCine: Viele bringen sofort mit der Figur Catwoman Michelle Pfeiffer in ihrem sexy vinyl Outfit aus "Batmans Rückkehr" in verbindung. Wie wollen Sie sich von dieser Ikone lösen?
Es ist immer schwierig wenn man solch eine Ikone oder Symbol als Vorbild hat, aber es wird alles anders werden: es wird keinen direkten Bezug zu Batman geben, noch wird es wie ein "Batman" aussehen und es wird auch nicht in Gotham City spielen. Die Story wird anders sein und auch das Kostüm wird anders sein. Wir behalten nichts von der bekannten Catwoman bei - ausser der ursprünglichen Idee: der Figur. Wir wollen ihre Geschichte von Neuem beginnen - und möglicherweise eine Filmserie starten.
AllCine: Vor kurzem hat Halle Berry für die Rolle unterschrieben. Wie kam es zu der Entscheidung?
Als erstes, weil sie eine exzellente Schauspielerin ist. Wir brauchten jemanden, die Imstande ist überzeugend zwei verschiedene Persönlichkeiten zu spielen: die Cat und die Woman. Diese Frau muss es schaffen, über ihre Gesichts- und Körpersprache die Art einer Katze zu interpretieren - etwas was Berry definitiv kann.
AllCine: Lassen Sie uns über das Puplikum reden: Warner Bros. wird nun "Catwoman", einen neuen "Superman" und dann auch noch zwei "Batman" Filme in Angriff nehmen. Besteht da nicht das Risiko einer Überdosis oder eines Overkill's durch das Superhelden-Genre.
Das glaube ich nicht, denn das Puplikum ist da etwas unterschiedlich: das Batman-Puplikum ist nicht zwangsweise auch das Catwoman- oder Superman-Puplikum. Es könnte an manchen Punkten zuviel werden, aber das Puplikum will immer mehr - wie man auch an "Daredevil" sehen kann, weil diese Filme einer bestimmten Formel folgen, von der wir schon wissen was kommen wird - und geniesen es. Und es ist wirklich - in Anführungszeichen - ein Entertainment Standard ohne große Überraschungen.
AlloCiné: Was macht Ihrer Meinung nach, einen guten und einen schlechten Superhelden-Film aus?
Es ist ein guter, wenn er den Erwartungen entspricht, und muss so nah wie möglich an seinen Ursprüngen dran sein und sie nicht einfach nur reduzieren. Das ist eine schwierige Aufgabe: Man muss die Figur nahe am original Comic halten und muss sie Glaubhaft machen ohne dabei unter den Erwartungen des Puplikums zu landen. Das beste Beispiel ist Spider-Man: Sam Raimi kombinierte das Original mit dem unerwarteten Casting von Tobey Maguire, während er die Gesetze des Spider-Man Charakters beibehielt.
Das ganze Interview könnt ihr hier in englischer Sprache nachlesen.