Akiva Goldsman gilt in Hollywood als einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren. Für seine Adaption von 'A Beautiful Mind' erhielt er 2001 den Oscar. Aber ein Schandfleck in Form einer Fledermaus wird ihn wohl noch ewig begleiten.
Goldsman ist stolzer Besitzer einer persönlich signierten Zeichnung von Batman-Schöpfer Bob Kane. Und gerne kann man sich mit ihm über die die X-Men Story 'Day of Future Past' bis ins Detail unterhalten. Aber nichts davon würde davor schützen, als Gast einer Comic-Book Convention vom Publikum ausgebuht zu werden.
'Batman & Robin', der aufgeblasene Film von 1997 unter der Regie von Joel Schumacher und George Clooney und Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle, hat wohl inzwischen den abscheulichsten Platz in der Geschichte Hollywoods eingenommen. Times-Kritiker Kenneth Turan bescheinigte Goldsman's Drehbuch "das fürchterliche Gefühl keinen Anfang, keinen Mittelteil und kein Ende" zu haben.
Kevin Feige, President of Production bei Marvel Studios, hingegen hält 'Batman & Robin' für mehr als nur einen reinen Fehler. "Wahrscheinlich ist es die wichtigste Comicverfilmung, die je gemacht wurde", meint Feige, dessen Studio aktuell an 'Iron Man 2' und 'Thor' arbeitet. "Der Film war so schlecht, dass es förmlich danach schrie, neue Wege zu beschreiten. Es ermöglichte dadurch Filme wie 'X-Men' und 'Spider-Man', Adaptionen, welche die Vorlagen respektierten und nicht kitschig sind".
Goldsman lässt sich nicht ganz dazu hinreißen, sich für den Film zu entschuldigen – aber kommt dem schon recht nahe. Er meint, sehr stolz auf die investierten Anstrengungen zu sein und die Unterhaltungen darüber überdrüssig. Er habe von dem Film eine Lektion gelernt. "Was in 'Batman & Robin' unterging, ist, das die Emotionen nicht real sind", wählt Goldsman seine Worte vorsichtig. "Das Schlimmste, was man aus einem ernsthaften Comic machen kann ist ein Cartoon. Ich muss ich mich bis heute noch bei einigen Leuten für diesen Film rechtfertigen."