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>> BATMAN-SEQUELS | THE DARK KNIGHT
06.07.2008

DAVID GOYER UND JONATHAN NOLAN ÜBER TDK

In einem interessanten Artikel von News-a-rama sprechen die 'The Dark Knight'-Autoren David S. Goyer und Jonathan Nolan über ihre Arbeit an dem Film, und woran ein dritter Teil scheitern könnte.

Auch wenn man den Eindruck hat, als würde das Ende von ‚Batman Begins’ gezielt auf eine Fortsetzung mit dem Joker hinarbeiten, soll dieses Ende laut Co-Autor David S. Goyer ohne das Ziel auf eine Fortsetzung geschrieben worden sein.

„Regisseur Christopher Nolan rief mich erst 3 Monate nach dem Start von ‚Batman Begins’ an, um über eine Fortsetzung zu sprechen“, erinnert sich Goyer, der den Regisseur beim Schreiben von ‚The Dark Knight’ unterstützte.

Auch wenn der Filmtitel ‚The Dark Knight’ stark an Frank Millers Klassiker ‚The Dark Knight Returns’ erinnert, folgt der Film seiner eigenen Geschichte. „Es gibt Elemente aus ‚The Dark Knight Returns’, aus ‚The Long Halloween’ und aus ‚The Killing Joke’“, meint Goyer, „aber wir haben kein spezielles Comic oder Comicreihe adaptiert.“

Goyer erzählt, dass er und Chris Nolan einen Monat zusammen an einem detaillierten Umriss der Story gearbeitet haben. Im Laufe der Zeit gab es einige Änderungen an diesem Umriss bis hin zum finalen Produkt. Diese sollen sich aber in Grenzen halten – eine Tatsache, die Fans von nicht-verwendeten oder alternativen Szenen enttäuschen dürfte. „Die fundamentalen Bausteine sind noch vorhanden“, sagt Goyer.

Goyers Geschichte in ein Drehbuch zu verwandeln lag in den Händen des Regisseurs und seinem Bruder Jonathan Nolan, der sehr begeistert davon war, wie viele Inspirationen die Unmenge an Comics lieferten.

„Einer der Gründe warum dies solch ein cooler Job war, ist, weil es all diese unglaublichen Autoren gibt, die schon mit der Figur vorher gearbeitet haben. Und die Fans würden ausflippen, wenn man nicht versuchen würde, mit diesen coolen Ideen zu arbeiten“, meint Nolan, welcher schon als Autor von ‚The Prestige’ und ‚Memento’ mit seinem Bruder zusammenarbeitete. „Wenn ich nicht selbst an diesem Film gearbeitet hätte, wäre es für mich die größte Freude, bestimmte Momente aus den Comics wieder zu erkennen“.

Was das Publikum überraschen könnte und auch einige Diskussionen entzünden könnte, sind die Parallelen, die zwischen Jokers kriminellen Tour und dem heutigen Terrorismus herrschen. Goyer gibt aber zu, dass dieser Film keinen politischen Anspruch hat. „Ich glaube, wenn man das versucht, kann man nur verlieren“.

Auch hier war der Ausgangspunkt die letzte Szene aus ‚Batman Begins’, in welcher die Theorie aufkam, dass alleine Batmans Erscheinen monströse und instabliles Elemente in diesem Spiel der Eskalation heraufbeschwört.

Goyer beschreibt den Joker als jemanden, der von grund auf ein Anarchist ist. Und da Anarchie zu Terrorismus führt, ist dies für das Publikum ein nahe liegender Vergleich. Auch Nolan sieht unterschiede zwischen der im Film erzählten Geschichte und dem Terrorismus in der realen Welt. Hauptsächlich deswegen, weil der Joker keine politischen Beweggründe für seine kriminellen Taten hat.

„Jokers Beweggrund ist das Chaos. Für mich ist das ein großer Unterschied, etwas Zeitloses und noch etwas beängstigerend“, meint er.

Die Darstellung der Beziehung zwischen Batman und dem Joker erinnert an Comics wie Alan Moores ‚The Killing Joke’, in der beide in dem anderen eine dunkle und abhängige Reflektion ihrer selbst sehen.

„In diesem Film ist es Jokers einziges Ziel durch seine Terrorherrschaft Batman auf den Plan zu rufen. Aber man bekommt auch das Gespür – nun, er sagt es direkt – dass er Batman gar nicht dazu bringen will. Er will einfach nur weiter seine Spielchen spielen“, sagt Goyer.

Auch wenn beide Autoren nicht viel Zeit am Set verbracht haben, war Nolan von Heath Ledgers Beitrag zum Joker zu werden mehr als beeindruckt. „Heath nahm das, was wir geschrieben haben und platzierte es auf eine außergewöhnliche Weise völlig anders“, sagt Nolan. „Ich hatte fast das Gefühl, als hätte er die Autorenschaft übernommen. Ich bin schon sehr froh, dabei gewesen zu sein.“

Ob es auch noch einen dritten Film geben könnte, liegt laut Jonathan Nolan und Goyer an Chris Nolan. Es wird darauf ankommen, ob mit einem dritten Film eine Steigerung zu ‚The Dark Knight’ möglich ist. „Es muss einen richtigen Grund geben zurück zu kehren“, erklärt Jonathan.

Goyer fügt hinzu, dass dies eine große Herausforderung sein wird. „Dieser Film IST besser – und es wird schwer sein, dies noch einmal zu steigern“.

www.newsarama.com


 


 

 


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